Sardinien
Sardinien ist geologisch gesehen der älteste Teil Italiens und war einmal mit dem Festland verbunden.
Khartager, Phönizier, Byzantiner, Römer und Spanier haben durch Ihre wechselnde Herrschaft in der Geschichte
und somit natürlich auch im Weinbau Ihre Spuren hinterlassen. Schon im 9. Jahrhundert vor Chr. bauten die
Bewohner zusammen mit den damals herrschenden Phönikern Wein an. Später trugen sehr stark die Spanier durch
Ihre Präsenz im 13. Jahrhundert zur heutigen Weinkultur bei. Sie brachten die heute noch wichtigen Rebsorten
Cannonau, Monica und Giró sowie die Technik zur Bereitung von Süßweinen mit. Weitere häufige Traubensorten ist
die autochthone Nuragus, benannt nach den vielen Nuraghi - riesige Steine, die von den Urbewohnern vor mehr als
3000 Jahren mit einfachen Werkzeugen bearbeitet und übereinandergeschichtet wurden, und natürlich der Vermentino.
Von den knapp über 40000 ha Rebfläche werden ca. 2/3 für die Herstellung von Rotweinen, wobei Cannonau überwiegt, verwendet.
In den letzten Jahren hat der Bekanntheitsgrad der sardischen Weine stark zu genommen und weltweite Anerkennung sowie
internationale Auszeichnungen sind keine Seltenheit mehr. Leider führte dies dazu, dass einige Herstellern (Piero Mancini
gehört nicht dazu) den Verkaufspreis für das Ausland, und dazu zählt auch schon das Festland Italiens, stark angehoben
haben, so dass die Verkaufspreise vor Ort sich von den Preisen im Ausland zum Teil stark unterscheiden.
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