SüdtirolHistorisch gehört Südtirol zu den ältesten Weinanbaugebieten weltweit. Archäologische Funde von Rebsamen reichen bis ins 5.
Jahrhundert vor Christus zurück. Der römische Historiker Plinius berichtete voller Staunen, dass die "Räter"
(so hießen die Bewohner dieser Alpentäler damals) Weine nicht in Amphoren aus Ton aufbewahrten, sondern in hölzernen Fässern.
Im Mittelalter waren es Klöster und Bistümer, die in Südtirol Weingüter besaßen und dort die Kunst des Weinanbaues weiter pflegten.
Heute zählt Südtirol mit rund 5000 Hektar Rebfläche zwar zu den kleinsten Weinbaugebieten Italiens, gleichzeitig liegen die Weine aber
auf einem Qualitätsniveau, das in dieser Geschlossenheit selten anzutreffen ist. Dies zeigt auch ein Blick in den "Gambero Rosso"
in dem Südtirol im Verhältnis zu seiner geringen Anbaufläche mit den meisten Gläsern ausgezeichnet wird.
Zur Zeit bauen rund 1000 Einzelbetriebe in 52 Weinbaugemeinden über 20 verschieden Rebsorten an. Während in den letzten
zehn Jahren zunächst internationale Rebsorten wie Chardonnay, Cabernet, Sauvignon und Merlot für Aufsehen und Auszeichnungen
sorgten, so hat inzwischen eine Rückbesinnung auf die alten autochthonen, d.h. die alteingesessenen Sorten eingesetzt.
Immer öfter werden aus Sorten wie Gewürztraminer, Lagrein oder Vernatsch Weine großer Klasse und Feinheit hergestellt.
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