Televino  .. der Blog rund um italienische Weine
 
Home > 

0 Kommentare
Weinwissen: Roseweine  -  geschrieben am 18. Februar 2010 von Nico Landmann

Von zartem Rosa bis zu hellem Rot, von leicht und fruchtig bis zu kräftig und körperreich!Das Spektrum an Roseweinen ist ähnlich vielschichtig wie das von Weißweinen. Worauf beruht diese Vielschichtigkeit, worher kommen die Unterschiede in Farbe und Geschmack?

Natürlich spielen die verwendete Rebsorte, das Anbaugebiet und die klimatischen Bedingungen eine wesentliche Rolle. Mindestens genauso entscheidend aber ist die Methode der Vinifizierung:

Bei der am meisten verbreiteten Methode werden die roten Trauben nur für ca.6 bis 12 Stunden wie ein Rotwein behandelt (= Maischegärung) und anschließend wie ein Weißwein vergoren. Der Traubenmost hat also nur wenige Stunden Zeit, um Farbe und Tannine aus der Schale zu extrahieren. Die so gewonnenen Weine sind meist leicht, fruchtig und sehr beliebte „Sommerweine“ wie zum Beispiel Bardolino Chiaretto, Lagrein Kretzer und Cerasuolo.

Die zweithäufigste Methode zur Herstellung von Roséweinen ist das so genannte „Bluten“ (it. salasso, fr. saignée). Hierbei werden  nach einem relativ kurzen  Zeitraum (max. 24 Stunden) ca. 10-20% des Mostes aus dem Gärbehälter mit der Rotwein – Maische abgelassen. Dieser leicht rötlich gefärbte „Aderlass“ wird anschließend vergoren. Mit der Saignée – Methode gewinnt man  kräftige und körperreiche Roséweine mit einem meist relativ hohen Alkoholgehalt. Neben Gerichten der mediterranen Küche eignen sich diese Art von Roséweinen wie beispielsweise der Vigna Rosa von Napolini besonders zu italienischen Antipasti sowie zum Barbecue.

PS: Einige Winzer  wenden diese Methode übrigens an, um dem nach dem Aderlass verbleibenden Rotwein eine höhere Konzentration an Farbstoffen und Tanninen zu verleihen.


2 Kommentare
Weinnews, Weinwissen: Neues Produktionsreglement Prosecco  -  geschrieben am 20. Januar 2010 von Markus Landmann

Schon lange war den Italienern der “billig”-Prosecco, der meist im Ausland abgefüllt wurde, ein Dorn in Auge. Durch einen cleveren Trick gelang es nun, neue Vorschriften für die Prosecco-Produktion zu erlassen:

Die Rebsorte Prosecco heisst neu “Glera”. Prosecco dagegen ist nun der Name der fünf genehmigten und gleichzeitig geschützten Produktionsgebiete. Diese sind:

  • Conegliano – Valdobbiadene D.O.C.G. (Spitzenprosecco)
  • Prosecco del Veneto D.O.C. (grosses Anbaugebiet in Venetien)
  • Prosecco di Treviso D.O.C. (kleines Anbaugebiet um die Stadt Treviso)
  • Prosecco del Friuli D.O.C. (grosses Anbaugebiet in Friaul)
  • Prosecco di Trieste D.O.C. (kleines Anbaugebiet um die Stadt Trieste)
  • Der “neue” Prosecco muss zu mindestens 85% aus der Rebsorte Glera bestehen und darf nur noch im Produktionsgebiet hergestellt und abgefüllt werden. Ausnahmen wurden für italienische Betriebe erteilt, die schon seit Jahrzehnten Prosecco abfüllen (hauptsächlich Großbetriebe im Piemont).

    Alle Prosecco-Weine, die sich dagegen auf den Jahrgang 2008  beziehen, dürfen noch bis zum 31.03.2010 mit der alten Bezeichnungen im Handel sein. Von da an wird es keinen “einfachen” Prosecco IGT mehr geben.

    Die Entwicklung der Preise ist noch unklar. Zum Einen sind die Produktionsvorschriften für den neuen Prosecco DOC und Prosecco DOCG strenger, zum Anderen fällt aber die große Nachfrage von ausländischen Abfüllern (meist für Discounter) weg.


    0 Kommentare
    Im Glas: Lugana im Winter  -  geschrieben am 4. Januar 2010 von Nico Landmann

    Dass man Lugana-Weine auch bestens in der kalten Jahreszeit genießen kann, beweist Bulgarini mit seinen beiden Top-Gewächsen eindrucksvoll:

    “Luganino” Lugana DOC 2007: Typisch und fruchtig mit einem feinen Aroma, das an Aprikose, Pfirsich und Honig erinnert; komplexe Struktur mit langem und intensivem Abgang.

    “Cà Vaibo” Lugana Superiore DOC 2007: Kräftig, vollmundig und intensiv, erinnert an Aprikose und Pfirsich; fein fruchtige Note mit einem würzigen Anklang und einem außergewöhnlich langen Finale.


    0 Kommentare
    Im Glas: Novello Bardolino Classico 2009  -  geschrieben am 2. Dezember 2009 von Nico Landmann

    Der Novello Bardolino 2009 ist eingetroffen! Doch was macht den ersten Wein der Weinlese 2009 eigentlich so besonders?

    Das Besondere beginnt schon im Weinberg: Bei der Auswahl der Trauben wird speziell auf deren Reife und Unversehrtheit geachtet. Nach der Ernte erfährt der Novello die sogenannte Kohlensäuremazeration. Dabei wird in die geschlossenen Gärbehälter Kohlensäure zugesetzt, die in den noch unversehrten Trauben eine Vorgärung bewirkt. Diese lässt die charakteristischen Aromastoffe entstehen und dauert 6 – 7 Tage. Der Most wird daraufhin in andere Edelstahltanks umgepumpt; es beginnt der eigentliche Gärprozess, bei dem Alkohol und Kohlensäure entstehen. Nach 4-5 Tagen wird der Novello nochmals umgepumpt, damit er einige Tage ruhen kann; vor der Abfüllung wird der Wein gefiltert.

    Durch dieses besondere Herstellverfahren bekommt der Novello sein unverwechselbares charakteristisches Aroma; zugleich wird die Säure deutlich reduziert, was den frühen Genuss erst ermöglicht.

    Tipp: Genießen Sie den Novello Bardolino 2009 ganz jung; nur so kommt sein typisches Aroma zur Geltung!


    3 Kommentare
    Allgemein, Unterwegs in Italien: Weinprobe Fosso Corno am 02.10.2009  -  geschrieben am 19. Oktober 2009 von Markus Landmann

    Herrliches Wetter am Gardasee und ein wunderschönes Ambiente als ideale Voraussetzungen für die Verkostung der Weine von Fosso Corno! Doch nun im Detail:

    Schon am Freitag Vormittag begannen die Vorbereitungen in der Fattoria der Familie Biscardo. Unweit vom Ortskern von Lazise befindet man sich hier inmitten von Weinbergen und Olivenhainen und genießt darüber hinaus noch einen fantastischen Blick auf den Gardasee. Der Wetterbericht sagte nochmals sommerliche Temperaturen voraus, so dass auf der Terrasse eingedeckt werden konnte.

    Zur Begrüßung und als Aperitif stellten uns Frau und Herr Biscardo ihren Weißwein “Cima Bianca” vor. Der Name Cima Bianca (dt. Weiße Spitze) entstand in Anlehnung an den größten Berg Mittelitaliens, den Gran Sasso.  Der fast 3000m hohe Berg zeigt seine meist schneebedeckte Spitze direkt im Süden des Weingutes Fosso Corno in Roseto degli Abruzzi. Bei der Weinprobe wurde der Cima Bianca, eine Cuvee aus Chardonnay und Sauvignon,  zusammen mit Parmesankäse gereicht und machte Lust auf “mehr”!

    Danach ließ das hauseigene Olivenöl, genossen mit frischem Baguette, die Qualität der bevorstehenden Verkostung erahnen.

    Während des Sonnenuntergangs wurden dann die Antipasti serviert. Polenta, Prosciutto Crudo, Gorgonzola, Oliven und weitere regionale Köstlichkeiten passten ideal zum jungen Montepulciano Wein “Mayro”. Herr Biscardo erklärte die Besonderheiten des Jahrgangs sowie die Entstehung des Etiketts: “Das Gebiet des Gran Sasso ist ein großer Nationalpark und steht unter Naturschutz. Die Tierwelt dort ist einzigartig und liefert mir viele Ideen für die Gestaltung meiner Etiketten.”

    Im Hintergrund wurde während des Antipasto schon fleißig gekocht. Signor Riccardo Roncaia, einer der bekanntesten Risotto-Köche Italiens, war eigens aus Verona angereist, um exklusiv für uns seinen bekannten Risotto “Isola della Scala” zu kochen. Und so schmeckte es auch…. begleitet vom Montepulciano d’Abruzzo Riserva, der mit seiner harmonischen und doch komplexen Struktur in Verbindung mit feinen Tanninen den Ristotto perfekt ergänzte.

    Käsevariationen sowie der neu kreierte Grappa Brenta von Maschio rundeten das Menü ab.

    An dieser Stelle noch einmal “mille grazie” für diesen außergewöhnlichen Abend: Eine besonders gelungene Symbiose von Kulinarischem und Ambiente!

    Markus Landmann

    P.S. Für alle die leider nicht dabei waren: Probieren Sie die Weine von Fosso Corno sowie das köstliche Olivenöl – jetzt im Probierpaket! Nur den erstklassigen Risotto-Koch konnten wir leider nicht mit rein packen.


    2 Kommentare
    Im Glas, Unterwegs in Italien: Weinprobe bei Lenotti am 03.10.2009  -  geschrieben am 19. Oktober 2009 von Nico Landmann

    Das Weinfest in Bardolino und der Besuch der Kellerei Lenotti – für viele Televino-Kunden jedes Jahr ein Highlight! Unter dem Motto: „Vom Weinberg bis zur Flasche“ bot die Kellerei Lenotti auch dieses Jahr ihren Kunden die Möglichkeit, die Kellerei im Detail näher kennenzulernen.

    Bei der anschließenden Verkostung präsentierte Claudio Lenotti die hauseigenen Weinkreationen von CapoMastro bis Massimo und erklärte manche  Zufälle und Umstände für deren Entstehung:

    So verdankt der CapoMastro beispielsweise seine Entstehung dem großen Hagel am 04.08.2002. Wenige Monate zuvor hatte die Kellerei einen Weinberg mit Rebo-Setzlingen frisch angelegt, um die Anbaufläche für den Massimo zu erweitern. Der Hagel Anfang August zerstörte die Setzlinge fast vollständig und Herr Lenotti wollte den Weinberg daraufhin im nächsten Frühjahr nochmals neu anpflanzen. Doch Gianni, der CapoMastro (dt. Vorarbeiter,Polier) im Weinberg, hatte schon  viele Arbeitsstunden und sein Herzblut in den neuen Weinberg gesteckt und wollte die Setzlinge unbedingt retten. Er hegte und pflegte diese mehr als 3 Jahre und sie wuchsen und gediehen prächtig. Als dann die erste Ernte im Jahr 2006 anstand, waren sich alle Beteiligten einig: Die Qualität der Rebo-Setzlingen ist einzigartig. Gemeinsam beschloss man, einen neuen Wein zu kreieren: „CapoMastro“

    Anschließend konnten die Teilnehmer auch die Weine Terre di Pra, Cabernet Sauvignon und Massimo Veneto Rosso, die alle aus getrockneten Trauben gekeltert werden und im Holzfass reifen, verkosten.

    “Wo trocknen die Trauben?  Wieviel Wein gewinnt man aus 100 kg Trauben? Warum ins Barriquefass? Ist Barrique gleich Barrique?  Wann ins große, wann ins kleine Holzfass? “  Claudio Lenotti musste nicht nur diese, sondern auch viele andere interessante Fragen beantworten.

    Für den erlebnisreichen und informativen Tag sagen wir Herrn Claudio Lenotti und allen Mitarbeitern nochmals “mille grazie”, danke!

    Markus Landmann


    0 Kommentare
    Allgemein, Weinnews: Weinernte Italien 2009 – Prognose  -  geschrieben am 8. Oktober 2009 von Markus Landmann

    Die Weinernte in Italien ist fast abgeschlossen.Die meisten Rebsorten sind schon geerntet, mit den spätreifen Sorten beginnen die Weinbauern in den nächsten Tagen. Die allgemeine Einschätzung zahlreicher Winzer: “Ein guter, aber wahrscheinlich kein hervorragender Jahrgang”. Die weißen Rebsorten sind in fast ganz Italien von ausgezeichneter Qualität. Bei den roten Rebsorten sind der Norden und der Westen am Mittelmeer sowie höher gelegene Anbaugebiete klar im Vorteil – hier werden ebenfalls zahlreiche Spitzenweine erwartet.

    Mit 46.3 Mio. Hektolitern wird die Menge ungefähr das Vorjahresniveau erreichen.Dabei mussten die östlichen Anbaugebiete an der Adria im Schnitt 5-10% Ertragseinbußen hinnehmen, während die westlichen und nördlichen Regionen in ähnlichem Umfang Ertragszuwächse verzeichnen konnten. So kann für das kommende Jahr mit konstanten Preisen gerechnet werden.


    0 Kommentare
    Allgemein, Weinnews: Gambero Rosso 2010 – Drei Gläser Weine  -  geschrieben am 5. Oktober 2009 von Markus Landmann

    Die ersten Gerüchte kursieren und mit Spannung wird die Präsentation der 3-Gläser-Weine Ende Oktober erwartet. Der neue Gambero Rosso 2010 erscheint dann zunächst in italienischer Sprache Anfang November.

    Einigen Kellereien konnten wir schon Infos entlocken.Wir freuen uns mit folgenden Weingütern über die „3 Gläser“ im Gambero Rosso 2010:

    Tenuta Friggiali: Brunello di Montalcino DOCG 2004
    Monchiero Carbone: Roero DOCG 2006 ”Printi”
    Umani Ronchi: Rosso dell Marche IGT “Pelago” 2006
    Umani Ronchi: Verdicchio Classico Riserva DOC 2006 “Plenio”
    Tenuta Sant’Antonio: Amarone DOC 2005 “Campo dei Gigli”
    Firriato: Hamonium Sicilia Rosso DOC 2007
    Muri-Gries: Lagrein Riserva Abtei DOC 2006

    0 Kommentare
    Im Glas, Weinnews: Friulano: Neuer Name – alter Wein  -  geschrieben am 28. September 2009 von Markus Landmann

    Bis zur Ernte 2007 wurde der Name Tocai auch für Gewächse aus dem Friaul verwendet. Ein langer Rechtsstreit zwischen Ungarn und Italien beendete die Europäische Union zugunsten des ungarischen Tokajer. Dieser Name darf nun nur noch für den ungarischen Süsswein, der aus edelfaulen Beeren der Rebsorte Furmint hergestellt wird, benutzt werden, nicht mehr für den bisher gleichnamigen Wein aus dem Friaul. Auf der Suche nach einer neuen Bezeichnung für den ehemaligen Tocai Friulano konnten die Beteiligten jedoch keine Einigung erzielen. Kurz entschlossen übernahm man deshalb die umgangssprachliche Form Friulano.

    Die autochtone Rebsorte Friulano bringt trockene und blumige Weine mit einer strohgelben bis goldgelben Farbe und einem feinen Mandelbouquet hervor.

    Friulano – der Besondere aus dem Friaul


    0 Kommentare
    Im Glas: Neu: Merlot von Cecilia Beretta  -  geschrieben am 28. September 2009 von Markus Landmann

    Die im klassischen Valpolicella Gebiet gelegene Kellerei der Familie Pasqua gehört heute zu den Top-Kellereien in Verona. Dass Qualität sich auch zu günstigen Preisen vinifizieren lässt, ist in dem verhältnismäßig teuren Anbaugebiet des Valpolicella aber mittlerweile selten geworden. Synergieeffekte durch Kooperation mit der Kellerei Pasqua ermöglichen es Cecilia Beretta, sich konsequent auf die Arbeit im Weinberg und im Weinkeller zu konzentrieren. Überzeugen Sie sich selbst:

    Probierpaket Cecilia Beretta – 6 klassische Veroneser von Custoza bis Ripasso


     
    Themen
    Monatsarchiv
    Sonstiges
    Häufige Begriffe