geschrieben von Markus Landmann am 23. August 2010  - gepostet in: Weinproben

Wie Geschichte, Religion, Tradition und Weinkultur eine Symbiose bilden können, davon konnten sich die Teilnehmer der Weinprobe überzeugen.

Kellermeister Christian Werth gab zunächst einen geschichtlichen Überblick rund um die Klosterkellerei. Schon im 12. Jahrhundert errichteten die Grafen von Bozen einen Stützpunkt im damals von den Trientiner Bischöfen beherrschten Bozen; eine Festung, mitten im einstigen „Cheller“ – heute Gries genannt. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Burganlage zum Kloster umgebaut und von den Augustiner Chorherren bewohnt. Erst 1845 zogen die Benediktiner in das zwischenzeitlich aufgehobene Augustinerchorherrenstift ein, nachdem sie aus ihrem Kloster Muri im schweizerischen Aargau vertrieben worden waren. Mit den Benediktinern begann auch der Weinbau bei Muri-Gries. Unter dem Motto „ora et labora“ begannen die Mönche, die klösterlichen Weinberge zu bewirtschaften. Zunächst wurde der Wein hauptsächlich offen verkauft und erst seit 1969 in Flaschen abgefüllt. Parallel dazu setzten die Mönche ihren Fokus auf den qualitativen An- und Ausbau ihrer Weine.

Die Besichtigung der Kellerei und der Holzfässer stand als nächstes auf dem Programm. Da das gesamte Gebäude denkmalgeschützt ist, mussten sich die Fässer und Tanks der gegebenen Architektur anpassen.

Alles konzentrierte sich nun auf das Highlight der Veranstaltung, die Weinprobe. Im alten Kreuzgang war alles vorbereitet. Die klassischen Weine von Muri Gries wie Weißburgunder, Lagrein Kretzer und St. Magdalener wurden vom Kellermeister persönlich kredenzt und erläutert. Südtiroler Speck und traditionelles Bauernbrot passten dazu ausgezeichnet. Dann aber warteten alle gespannt auf den Lagrein Riserva. Aus der Schatzkammer der Kellerei brachte Herr Werth eine Flasche Jahrgang 2003; eine Vertikalverkostung mit dem aktuellen Jahrgang 2007 war also angesagt. Der 2003er war ein Hochgenuss und der 2007er hat das Potential dazu… aber das dauert halt leider noch ein bisschen.

Für den informativen und erlebnisreichen Tag nochmals herzlichen Dank der Kellerei Muri-Gries und besonderen Dank Herrn Kellermeister Werth und seinem Team.

Markus Landmann


 
geschrieben von Markus Landmann am 3. August 2010  - gepostet in: Allgemein, Unterwegs in Italien

Ein junger Bauernsohn – Gymnasium, Hochschule, Praktika bei renommierten Kellereien im Ausland – kehrt 1998 zum elterlichen Bauernhof zurück und beginnt, das Gelernte und Gesehene in die Tat umzusetzen. Seit dieser Zeit prägt Fabio Marchionni das Weingut ColleStefano

Schon nach wenigen Jahren erreicht er mit dem Jahrgang 2006 seines Verdicchio di Matelica die begehrte 3-Gläser-Auszeichnung im Gambero Rosso.

Trotz des Erfolges begleitet Fabio unverändert jeden einzelnen Arbeitschritt mit Liebe und Begeisterung und verleiht dadurch seinen Weinen eine ganz persönliche Note. Probieren Sie den einzigartigen Verdicchio di Matelica, den ausgefallenen Rosa di Elena und den neu kreierten Sauvignon.

Die Weine von ColleStefano