Televino .. der Blog rund um italienische Weine  
 
 

geschrieben von Markus Landmann am 17. Dezember 2012  -  gepostet in: Allgemein, Unterwegs in Italien, Weinwissen

Das Weinanbaugebiet Valtellina nördlich des Comer Sees in der Provinz Sondrio wird durch die aufragenden Gipfel der rhätischen Alpen vor den kalten Nordwinden geschützt. Das sehr warme und sonnige Klima mit über 1900 Sonnenstunden pro Jahr und der steinige Lehmboden bieten ein einzigartiges Terroir.

Schon vor Jahrhunderten wurden zahllose Steine kunstvoll zu Trockenmauern aufgeschichtet. Erst durch diese terrassenförmigen Anlagen wurde der Weinanbau an den steilen Hängen ermöglicht. Der Einsatz von landwirtschaftlichen Geräten ist aufgrund des starken Gefälles fast unmöglich, so dass alle Arbeitsschritte mühsam per Hand verrichtet werden müssen. Doch das besondere Mikroklima entschädigt hierfür mit eleganten und einzigartigen Alpen-Nebbioli.

Die Kellerei Nino Negri verbindet auf überzeugende Art und Weise Tradition und innovative Technologie und ist heute der Vorzeigebetrieb des Valtellina. Überragende Erzeugnisse durch kontinuierliche Investitionen im Weinberg und Weinkeller sind das Ergebnis.

Die berufensten Valtellina Anbauzonen mit südlicher Ausrichtung und variablen Höhenlagen sind zugleich die Weinbezeichnungen:
Sassella – besonders steil, sonnig und vor allem steinig (it. sasso)
Inferno – Lage mit halsbrecherischem Gefälle und einer höllischen Hitze
Grumello – benannt nach der gleichnamigen Burg

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Sfursat. Er ist die Antwort des Valtellina auf den Amarone im Valpolicella. Die Trauben trocknen ungefähr 120 Tage lang in Holzkassetten und verlieren dabei bis zu 35% der enthaltenen Flüssigkeit. Durch diese Flüssigkeitsreduzierung erhöht sich der Zucker- und Extraktanteil. Nach einer langsamen Gärung und einer mindestens 12-monatigen Ausbauzeit im Holzfass entstehen hier einmalige und extrem langlebige Weine.


geschrieben von Markus Landmann am 3. Dezember 2012  -  gepostet in: Im Glas

Der Novello Bardolino 2012 ist noch in kleinen Mengen verfügbar! Doch was macht den ersten Wein der Weinlese 2012 eigentlich so besonders?

Das Besondere beginnt schon im Weinberg: Bei der Auswahl der Trauben wird speziell auf deren Reife und Unversehrtheit geachtet. Nach der Ernte erfährt der Novello die sogenannte Kohlensäuremazeration. Dabei wird in die geschlossenen Gärbehälter Kohlensäure zugesetzt, die in den noch unversehrten Trauben eine Vorgärung bewirkt. Diese lässt die charakteristischen Aromastoffe entstehen und dauert 6 – 7 Tage. Der Most wird daraufhin in andere Edelstahltanks umgepumpt; es beginnt der eigentliche Gärprozess, bei dem Alkohol und Kohlensäure entstehen. Nach 4-5 Tagen wird der Novello nochmals umgepumpt, damit er einige Tage ruhen kann; vor der Abfüllung wird der Wein gefiltert.

Durch dieses besondere Herstellverfahren bekommt der Novello sein unverwechselbares charakteristisches Aroma; zugleich wird die Säure deutlich reduziert, was den frühen Genuss erst ermöglicht.

Tipp: Genießen Sie den Novello Bardolino 2012 ganz jung; nur so kommt sein typisches Aroma zur Geltung!


 
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