geschrieben von Markus Landmann am 26. August 2018  - gepostet in: Allgemein, Unterwegs in Italien, Weinproben

Avanzi, Avanzi: Der Gardasee rief … und wir kamen. Auf dem Programm am 3. August 2018 stand eine Verkostung mit Kellereibesichtigung beim renommierten Weingut Avanzi, zu dem wir seit vielen Jahren eine gute Partnerschaft pflegen.

 

Insgesamt 25 Personen, allesamt Kunden und Freunde von Televino, fanden sich bei wunderschönem Wetter in Manerba del Garda am Südwestufer des Gardasees ein, dem Sitz des Weinguts. Hier besitzt Avanzi 70 Hektar Weinberge in den besten Lagen. Das kompromisslose Qualitätsstreben, welches sich u.a. in strenger Selektion, ausschließlicher Handlese und der Verwendung modernster Vinifizierungsmethoden ausdrückt, haben das Weingut zu einer der besten Kellereien im Garda Classico- und Lugana-Gebiet aufsteigen lassen.

 

Nach der Begrüßung durch Nicola Avanzi konnten wir das prächtige Landgut besichtigen. Das einzigartige historische Ambiente – die Ursprünge des Anwesens gehen auf das 17. Jahrhundert zurück – korrespondiert bei Avanzi eindrücklich mit der gepflegten Weinbautradition. So ist es kein Zufall, dass seit 1998 ausschließlich die Kellerei Avanzi ihren Lugana aufgrund der besonderen geografisch-historischen Lage als „Lugana di Sirmione“ bezeichnen darf.

 

Neben Wein hat sich Avanzi auch als Hersteller erstklassigen Olivenöls einen Namen gemacht. Das Anwesen beherbergt eine moderne Ölmühle und produziert hier ein hocharomatische Olivenöle, von deren Qualität sich die Teilnehmer persönlich überzeugen durften. Für kurze Zeit rückte der Wein in den Hintergrund. Das Besondere an der Ölmühle Avanzis: Hier kann jeder eigene Oliven mitbringen und diese professionell verarbeiten lassen. Ein toller Service, den viele Kleinbauern der Gegend annehmen.

 

Mit zahlreichen neuen Eindrücken im Gepäck ging es zur nächsten Station. Ab jetzt spielte der Wein wieder die Hauptrolle. Große Hallen mit eindrucksvollen Stahltanks wechselten mit alten Kellern, wo in Barriques die hochgelobten Rotweine des Weinguts reifen. Der hohe Qualitätsanspruch von Avanzi offenbarte sich den Teilnehmenden auch beim Anblick des unterirdischen Flaschenlagers, welches ein konstantes Raumklima und ideale Wein-Lagerbedingungen bietet. Ein Highlight war auch die Schatzkammer des Weinguts: im Gewölbekeller, hinter einer massiven Gittertür, lagern Kostbarkeiten aus vergangenen Jahrzehnten, die angesichts dieser Atmosphäre nur mit ehrfurchtsvoller Hingabe geöffnet werden dürften.

 

Zum Schluss und als Höhepunkt die von einigen bereits herbeigesehnte Verkostung ausgewählter Avanzi-Weine. Im gemütlichen Verkostungsraum des Weinguts wurden Chiaretto, Rosso Superiore, Cabernet, Rebo und natürlich Lugana gereicht. Der Schwerpunkt lag aber auf der sehr reizvollen Gegenüberstellung von Lugana und Lugana Riserva sowie Rosso Superiore und Cabernet. Fachkundig und unterhaltsam brachte uns Nicola Avanzi die Weine des Hauses näher. So wussten vor allem die von einer feinen Mandelnote begleitete Frische des Lugana di Sirmione und die souveräne Finesse des vielfach prämierten Lugana Riserva die Anwesenden zu begeistern. Aber auch die anderen Weine fanden Anhänger, die sich gleich vor Ort mit ihren Favoriten eindeckten.

 

Es war ein gelungener Tag. Mille grazie und herzlichen Dank an die Familie Avanzi für die spannende Besichtigungstour und die anregende Verkostung.


 
geschrieben von Markus Landmann am 13. Juni 2018  - gepostet in: Allgemein, Unterwegs in Italien, Weinproben
Ort: Kellerei Batasiolo, La Morra (Piemont)
Datum: Samstag, 02.06.2018
Teilnehmer: circa 30 Kunden der Fa. Televino
Motto: Barolo & Bofani – beste Lagen an den besten Plätzen

Beni di Batasiolo – allein schon der Name ist Programm! Und damit waren auch unsere Erwartungen an diese Vorzeige-Kellerei im Barolo-Gebiet entsprechend hoch. Diese wurden aber nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen! Doch der Reihe nach…

 

Um den Event am Samstag ausgeruht genießen zu können,  reisten die meisten Kunden schon am Freitagnachmittag an. Zur Einstimmung trafen wir uns auf einen kleinen, aber feinen Aperitif mit Metodo Classico direkt in der Kellerei. Anschließend bezogen wir unser Quartier Bofani – mitten in den Weinbergen;  ein einmaliges Ambiente für ein Gästehaus!

 

Gegen 14.30 am Samstag begrüßten uns dann Oreste Dogliani, Claudio Vivalda und Fiorenzo Dogliani  im Hause Beni di Batasiolo. Erster Programmpunkt: Kellereirundgang. Wir konnten die Vinifizierung verfolgen von der Anlieferung der Trauben über die Fermentation im Stahltanklager bis zum Ausbau im Barriquekeller. Tief beeindruckt ging es weiter zu großen Holzfässern, einem Stahltanklager für Moscato, zur Abfüllanlage und zum Flaschenlager. Schon die Größe der Kellerei, aber auch die Kombination aus moderner Architektur und den unterirdischen Weinkellern war beeindruckend und es war nicht immer leicht, die Orientierung zu behalten.  Oreste Dogliani, Kellermeister von Batasiolo, begleitete uns mit zahlreichen und  detaillierten Informationen, aber auch mit unterhaltsamen Stories aus vergangenen Tagen.

 

Probieren geht über Studieren! Die Verkostung im großen Verkostungssaal begann mit den Weissweinen Gavi und Arneis. Beide elegant mit angenehmer Mineralik,  wobei der Arneis bei vielen Gästen den Vorzug bekam.  Danach die Rotweine Dolcetto Bricco di Vergne und Barolo „Basis“. Zwei Klassiker von Batasiolo.

 

Die Spannung stieg, denn nach allen Infos bei der Führung war klar: Die Einzellagen Barolo werden das absolute Highlight! Hier ist Batasiolo bekanntlich Spezialist mit 5 verschiedenen Einzellagen: Cerequio und Brunate in La Morra, Bofani in Monforte d’Alba, Boscareto und Briccolina in Serralunga. Die Auswahl für die Verkostung fiel schwer; schließlich einigten wir uns auf die  Einzellagen  Cerequio, Bofani und Briccolina. Die beiden ersten Referenzen unterschieden sich einzig und allein durch das Terroir und das Mikroklima, wobei die Weinberge in unmittelbarer Nachbarschaft liegen. Zum Abschluss Briccolina – der Top-Barolo von Batasiolo. Hier macht sich nicht nur das andere Terroir bemerkbar, sondern  auch der Ausbau in Barriques. Fazit: Das Barolo-Gebiet ist einzigartig und bietet auf engstem Raum eine Vielzahl an Barolo-Etiketten, denen sich die Familie Dogliani voll und ganz verschrieben hat.

 

Nach der außergewöhnlich erlesenen Verkostung ging es zurück nach Bofani – unserer einmaligen Unterkunft für dieses Wochenende und auch Protagonist für den bevorstehenden Abend. Nach dem Aperitif genossen wir  ein piemonteser 4-Gänge Menü mit den jeweils passenden Weinbegleitungen aus dem Hause Beni di Batasiolo. Bei einem kleinen Quiz mit großen Preisen (Barolo-Magnum) und einer Runde Blindverkostung wurde allen klar: Lernen kann mit so viel Spass und Genuss verbunden sein!

 

Mille grazie und herzlichen Dank an Oreste Dogliani, Claudio Vivalda und natürlich Fiorenzo Dogliani für dieses einzigartige und aussergewöhnliche Genuss-Wochenende bei Batasiolo.


 
geschrieben von am 3. Juli 2017  - gepostet in: Allgemein, Unterwegs in Italien, Weinproben
Ort: Kellerei Batasiolo, La Morra (Piemont)
Datum: Samstag, 17.06.2017
Teilnehmer: circa 30 Kunden der Fa. Televino
Motto: Barolo & Bofani – Traumweine & Traumplätze

Batasiolo – bei Weinkennern ein Protagonist für Barolo! Was aber verbirgt sich hinter dem Motto Barolo & Bofani? Das Interesse der Kunden war mehr als groß; viele reisten schon am Freitag an und waren von der einzigartigen Großzügigkeit der Kellerei sowie deren fantastischer Lage in den Weinbergen begeistert.

Am Samstag gegen 15.00 Uhr begrüßten uns Verkaufsleiter Marco Biscardo, Önologe Oreste Dogliani und Eventmanager Angelo Fornara bei Batasiolo. Der Kellereirundgang startete im Bereich der Traubenanlieferung, führte über die Fermentation zum Stahltanklager bis hin zum ersten Highlight, dem Barriquekeller. Fakten, Infos und Stories dazu lieferten Oreste Dogliani und Marco Biscardo.

Probieren geht über Studieren! Gemeinsam konnten wir die einzelnen Weine im großen Verkostungssaal genießen. Zuerst die Weissweine Gavi, Arneis und Chardonnay Morino, danach die Rotweine Dolcetto und Barbera Sovrana.

Dann wurde es spannend! Barolo hieß die nächste Referenz und hier ist Batasiolo ja Spezialist mit 5 verschiedenen Einzellagen! Zunächst der Vergleich Cerequio und Boscareto: Gleiche Rebsorte, gleicher Jahrgang 2009, identischer Ausbau im großen Holzfass und doch zwei völlig verschiedenartige Weine! Einzig das Terroir und das Mirkoklima machen hier den Unterschied.

Es folgte die Querverkostung von Boscareto und Briccolina. Gleiche Rebsorte, gleicher Jahrgang 2009, sehr ähnliche Weinbergs-Lagen nur wenige Meter voneinander entfernt. Hier aber ein komplett unterschiedlicher Ausbau: Boscareto im großen Holzfass und Briccolina im kleinen Barrique-Fass. Fazit: Die Vielfalt und Einzigartigkeit im Barolo-Gebiet ist wohl einmalig in ganz Italien!

Schließlich stand der Weinberg Bofani im Mittelpunkt unserer Kellereibesichtigung. Dieser Weinberg bildete nicht nur das traumhafte Ambiente für unsere exquisite Unterkunft, sondern war auch Protagonist für den bevorstehenden Abend. Ein Aperitif, typisch piemonteser Küche und dazu natürlich Barolo Bofani , in dessen Weinbergen wir uns ja direkt befanden, beeindruckend! Zusammen mit Oreste Dogliani verkosteten wir die Jahrgänge 2008, 2005 und zum Abschluss den 1996er. Die Entwicklung eines Weines so „hautnah“ mitzuerleben, imponierte, faszinierte und wird uns unvergesslich bleiben.

Mille grazie und herzlichen Dank an Marco Biscardo, Oreste Dogliani, Angelo Fornara und natürlich Fiorenzo Dogliani, für dieses aussergewöhnliche und imponierende Genuss-Wochenende bei Batasiolo.


 
geschrieben von Markus Landmann am 27. Oktober 2016  - gepostet in: Unterwegs in Italien, Weinproben
Ort: Cantina Lenotti, Bardolino
Datum: 01. Oktober 2016
Teilnehmer: ca. 250 Kunden der Fa. Televino und Lenotti
Thema: Vom Weinberg bis zur Flasche – erleben Sie die Entstehung der Lenotti-Weine
von der Weinernte bis zur Abfüllung
Veranstalter: Kellerei Lenotti

“Benvenuti al Lenotti Open Day 2016” Mit diesem “Herzlich Willkommen” und einem Aperitif begrüßte Claudio Lenotti unsere zahlreichen Gäste zum diesjährigen Lenotti Open Day. Herrliches Wetter begleitete die Besucher auf ihrer Route im Außenbereich und innerhalb der Kellerei. Von der Weinernte bis zur Flasche – an 8 Stationen konnten die wichtigsten Vorgänge und Abläufe der Weinbereitung verfolgt werden.

Nach dem Willkommens-Aperitif mit dem Weißwein Decus Selezione Lugana 2015 ging es in den Weinberg. Zwischen Olivenbäumen und Weinbergen konnte der Capocolle 2015 verkostet werden.

Erleben Sie das Gefühl der Weinernte! Unter diesem Motto galt es als nächstes die drei verschiedenen Rebsorten das Bardolino Classico zu identifizieren und zu ernten. Die unterschiedliche Farbgebung und die jeweiligen Merkmale der drei Rebsorten Corvina, Rondinella und Molinara wurden zuvor fachmännisch erklärt.

Mit der Kelterung beginnt die Arbeit innerhalb der Kellerei – Verkostung des Rotweines Valsorda 2015 – ein reinsortiger Corvina – stand auf dem Programm. Im Innenbereich zwischen Wolkenkratzern und Edelstaltürmen gab es Infos zur Fermentation und der erste Rosemost des Jahrgangs 2016 direkt aus dem Gärungstank konnte probiert werden.

Im Barriquekeller mit unzähligen kleinen und großen Fässern wurde zur Verkostung des Capomastro 2015 die Fassreifung detailliert erklärt. Bei der Abfüllung mit modernster Technologie stand der Wein Le Olle 2014 zur Verkostung an (prämiert mit einer Goldmedaille beim Weinfest 2016 in Bardolino). Abschiedsgruß und das große Finale bei herrlichem Wetter mit dem Massimo 2012. Viele tolle Erinnerungsfotos vom Lenotti Open Day 2016 mit Lenotti-Trauben und Lenotti-Fässern sind dabei entstanden.

Während ihres Rundgangs hatten die Besucher dieses Jahr erstmalig die Gelegenheit selbst die Weinernte zu erleben. Finden und identifizieren Sie dabei die drei Rebsorten des Bardolino Classico: Corvina, Rondinella und Molinara. Unter allen Teilnehmern, welche alle drei Rebsorten korrekt identifiziert haben, verlosten wir eine Magnumflasche unseres aussergewöhnlichen Weines “Massimo”.

Wir freuen uns schon heute aufs nächste Jahr zum Lenotti Open Day 2017 (bitte den 30. September 2017 schon mal vormerken).

Ein herzliches Dankeschön an die Familie Lenotti und an alle Mitarbeiter – mille grazie!


 
geschrieben von Markus Landmann am 22. August 2016  - gepostet in: Unterwegs in Italien, Weinproben
Ort: Klosterkellerei Muri Gries , Bozen
Datum: Mittwoch, 10. August 2016
Teilnehmer: ca. 40 Kunden der Fa. Televino
Thema: Klosterkellerei Muri-Gries – zwischen Tradition und Innovation: Erstverkostung des neuen Lagrein Abtei Riserva „M“ 2014
Veranstalter: Klosterkellerei Muri Gries unter Führung von Kellermeister Christian Werth und Vertriebsleiter Hermann Giovanazzi

Die Grafen von Bozen sind es, die gegen Ende des 11. Jahrhunderts im Zentrum des einstigen „Cheller“, dem heutigen „Gries“, einen befestigen Stützpunkt errichteten – als Gegenpol zur damals von den Trientner Bischöfen beherrschten Stadt Bozen. Neben der geschichtlichen Entwicklung der Klosterkellerei vermittelte Christian Werth, Kellereimeister von Muri Gries natürlich auch Einblicke in das Tagesgeschäft: Auswahl der Rebsorten bei der Einpflanzung, Erziehungsform der Rebstöcke, Ausbau der verschiedenen Weine und natürlich auch sein neuestes Projekt „M“.

„M“ wie Moritzing: Im historischen Viertel „Moritzing“ besitzt das Benediktinerkloster MURI-GRIES zwei Weinberge mit einer Rebfläche von insgesamt 8,2 ha. Der „Abtei Muri“ Lagrein Riserva wird in Zukunft ausschließlich mit Trauben aus diesen zwei Weinbergen produziert. Das Lagen-Prinzip erlaubt es, den Weg von der Lage bis ins Glas zur Gänze nachzuvollziehen. Der Wein lässt Rückschlüsse zum Weinberg, zur Bodengeologie, dem Mikroklima, der Anzahl der Rebstöcke, dem Stock- und Hektar-Ertrag sowie zur produzierten Weinmenge und Weinqualität zu. Gerade in einer Zeit, in der die Nachhaltigkeit und auch die Rückverfolgbarkeit des Produktes immer mehr in den Vordergrund gestellt werden, liegt dieser Schritt der Kellerei sehr am Herzen.

Alles konzentrierte sich nun auf das Highlight der Veranstaltung, die Weinprobe. Im alten Kreuzgang war alles vorbereitet. Die klassischen Weine von Muri Gries wie Terlaner Weißburgunder, St. Magdalener und Lagrein wurden vom Kellermeister persönlich kredenzt und erläutert. Südtiroler Speck und traditionelles Bauernbrot passten dazu ausgezeichnet.

Dann aber warteten alle gespannt auf den neuen Lagrein Riserva „M“ 2014: komplex und vielschichtig mit Aromen nach Kirsche, reifen Beeren, Berberitzen und Walnuss mit würzigen Noten von Tabak und Leder, etwas Lakritze, Eukalyptus und Waldboden; ausgezeichnete Struktur, präsentiert er sich als äußerst dichter und voller Wein. Noch ist der Wein nicht erhältlich – Verkaufsstart ist ab Anfang Oktober!

Nochmals herzlichen Dank der Kellerei Muri Gries und ganz besonderen Dank an Christian Werth und Hermann Giovanazzi für den informativen, erlebnisreichen und beeindruckenden Tag!