Televino .. der Blog rund um italienische Weine  
 
 

geschrieben von Markus Landmann am 1. März 2011  -  gepostet in: Unterwegs in Italien, Weinwissen

Über 65ha eigene Weinberge, nach biologisch zertifizierten Anbaumethoden
bewirtschaftet, eine moderne Kellerei, ein elegantes Agritourismo mit Restaurant
sowie die Visionen des sympathischen Gründers Giannicola Di Carlo – alles
Zutaten des Projekts Argiverde.
Sehen Sie doch am besten selbst!


geschrieben von Markus Landmann am 31. Januar 2011  -  gepostet in: Weinwissen

Der schwarze Hahn gilt als eines der bekanntesten Symbole der italienischen Weinwelt. Seine Entstehung verdankt der Hahn der Legende nach der großen Rivalität zwischen Florenz und Siena.

Um den endlosen territorialen Konflikt dieser beiden Städte zu beseitigen, entschieden sie im 13. Jahrhundert, zwei edle Ritter beim ersten Hahnschrei aufbrechen und auf die gegnerische Stadt zureiten zu lassen. Der Treffpunkt sollte die neue Grenze markieren. Die Sieneser verwöhnten ihren weissen Hahn, so dass dieser fett und faul wurde. Im Gegensatz dazu wählten die Florentiner ein schwarzes Hähnlein, das sie so kurz hielten, dass es am entscheidenden Morgen lange vor Sonnenaufgang hungrig krähte. So konnte sich der Reiter aus Florenz sehr früh auf den Weg machen und es gelang ihm, bis kurz vor die Tore Sienas zu kommen…

Das Profil des schwarzen Hahns verkörperte über Jahrhunderte das Emblem der Chianti-Liga und es verwundert nicht, dass das 1924 gegründete Schutzkonsortium des Chianti Classico diese Figur als Symbol übernommen hat. Der schwarze Hahn gilt als Garant dafür, dass die strengen Auflagen bei Anbau, Lese und Vinifizierung des Chianti Classico eingehalten werden.


geschrieben von Markus Landmann am 23. November 2010  -  gepostet in: Im Glas, Weinwissen

Ein außergewöhnliches Verfahren, das zu einem außergewöhnlichen Wein führt! Was aber macht diesen Wein eigentlich so besonders?

Das besondere Herstellverfahren beginnt schon bei der Ernte. Die Trauben werden per Hand geerntet und in kleine Kisten gebettet. In diesen trocknen sie für etwa 3 Monate; dabei verlieren die Trauben circa die Hälfte ihres Gewichtes und der Zuckergehalt konzentriert sich entsprechend. Nach der Vinifizierung, die meist im Januar stattfindet, reift der Amarone im Holzfass sowie anschließend in der Flasche.

Genießen Sie Amarone zu gebratenem Fleisch, Wildbret oder am besten als Abschluss eines Essens in gemütlicher Runde.


geschrieben von Markus Landmann am 18. Februar 2010  -  gepostet in: Weinwissen

Von zartem Rosa bis zu hellem Rot, von leicht und fruchtig bis zu kräftig und körperreich!Das Spektrum an Roseweinen ist ähnlich vielschichtig wie das von Weißweinen. Worauf beruht diese Vielschichtigkeit, worher kommen die Unterschiede in Farbe und Geschmack?

Natürlich spielen die verwendete Rebsorte, das Anbaugebiet und die klimatischen Bedingungen eine wesentliche Rolle. Mindestens genauso entscheidend aber ist die Methode der Vinifizierung:

Bei der am meisten verbreiteten Methode werden die roten Trauben nur für ca.6 bis 12 Stunden wie ein Rotwein behandelt (= Maischegärung) und anschließend wie ein Weißwein vergoren. Der Traubenmost hat also nur wenige Stunden Zeit, um Farbe und Tannine aus der Schale zu extrahieren. Die so gewonnenen Weine sind meist leicht, fruchtig und sehr beliebte „Sommerweine“ wie zum Beispiel Bardolino Chiaretto, Lagrein Kretzer und Cerasuolo.

Die zweithäufigste Methode zur Herstellung von Roséweinen ist das so genannte „Bluten“ (it. salasso, fr. saignée). Hierbei werden  nach einem relativ kurzen  Zeitraum (max. 24 Stunden) ca. 10-20% des Mostes aus dem Gärbehälter mit der Rotwein – Maische abgelassen. Dieser leicht rötlich gefärbte „Aderlass“ wird anschließend vergoren. Mit der Saignée – Methode gewinnt man  kräftige und körperreiche Roséweine mit einem meist relativ hohen Alkoholgehalt. Neben Gerichten der mediterranen Küche eignen sich diese Art von Roséweinen wie beispielsweise der Vigna Rosa von Napolini besonders zu italienischen Antipasti sowie zum Barbecue.

PS: Einige Winzer  wenden diese Methode übrigens an, um dem nach dem Aderlass verbleibenden Rotwein eine höhere Konzentration an Farbstoffen und Tanninen zu verleihen.


geschrieben von Markus Landmann am 20. Januar 2010  -  gepostet in: Weinnews, Weinwissen

Schon lange war den Italienern der “billig”-Prosecco, der meist im Ausland abgefüllt wurde, ein Dorn in Auge. Durch einen cleveren Trick gelang es nun, neue Vorschriften für die Prosecco-Produktion zu erlassen:

Die Rebsorte Prosecco heisst neu “Glera”. Prosecco dagegen ist nun der Name der fünf genehmigten und gleichzeitig geschützten Produktionsgebiete. Diese sind:

  • Conegliano – Valdobbiadene D.O.C.G. (Spitzenprosecco)
  • Prosecco del Veneto D.O.C. (grosses Anbaugebiet in Venetien)
  • Prosecco di Treviso D.O.C. (kleines Anbaugebiet um die Stadt Treviso)
  • Prosecco del Friuli D.O.C. (grosses Anbaugebiet in Friaul)
  • Prosecco di Trieste D.O.C. (kleines Anbaugebiet um die Stadt Trieste)
  • Der “neue” Prosecco muss zu mindestens 85% aus der Rebsorte Glera bestehen und darf nur noch im Produktionsgebiet hergestellt und abgefüllt werden. Ausnahmen wurden für italienische Betriebe erteilt, die schon seit Jahrzehnten Prosecco abfüllen (hauptsächlich Großbetriebe im Piemont).

    Alle Prosecco-Weine, die sich dagegen auf den Jahrgang 2008  beziehen, dürfen noch bis zum 31.03.2010 mit der alten Bezeichnungen im Handel sein. Von da an wird es keinen “einfachen” Prosecco IGT mehr geben.

    Die Entwicklung der Preise ist noch unklar. Zum Einen sind die Produktionsvorschriften für den neuen Prosecco DOC und Prosecco DOCG strenger, zum Anderen fällt aber die große Nachfrage von ausländischen Abfüllern (meist für Discounter) weg.


     
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