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geschrieben von Markus Landmann am 27. August 2011
- gepostet in: Unterwegs in Italien, Weinproben
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Schon im 12. Jahrhundert errichteten die Grafen von Bozen einen Stützpunkt im damals von den Trientiner Bischöfen beherrschten Bozen; eine Festung, mitten im einstigen „Cheller“, heute Gries genannt. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Burganlage zum Kloster umgebaut und von den Augustiner Chorherren bewohnt. Erst 1845 zogen die Benediktiner in das Chorherrenstift ein, nachdem sie das Kloster Muri im schweizerischen Aargau verlassen mussten. Mit den Benediktinern begann auch der Weinbau bei Muri-Gries. Unter dem Motto „ora et labora“ bewirtschafteten die Mönche, die klösterlichen Weinberge und verkauften den Wein überwiegend offen. Seit 1969 wird der Wein auch in Flaschen abgefüllt; die Mönche setzten ihren Fokus nun auf den qualitativen An- und Ausbau ihrer Weine. Heute leben nur noch 14 Patres im Kloster. Deshalb wird ein Teil des Klosters als Bibliothek, für die Verwaltung und auch als Studentenwohnheim genutzt.
Beeindruckt von diesem historischen Hintergrund besichtigten wir die Weinberge, die Kellerei und die Barriquekeller. Die Kosterkellerei besitzt 33 ha Weinberge in unterschiedlichen Lagen in Bozen und Eppan und hat weitere Weinberge gepachtet. Der Weinberg Klosteranger direkt hinter der Kellerei ist mit 3 ha heute der größte zusammenhängende Weinberg in Bozen. Die Parzellen der anderen Weinbauern wurden immer kleiner da es seit Generationen in Südtirol üblich ist, die Weinberge gleichmäßig unter den Kindern aufzuteilen. Die Kellerei beschäftigt heute ca. 20 feste Mitarbeiter, vier davon sind ausschließlich für die Pflege der Weinberge verantwortlich und sorgen somit für beste Qualität „im Weinberg“.
Wie jedes Jahr entpuppte sich die Weinprobe im alten Kreuzgang als das Highlight der gesamten Veranstaltung. Der Kellermeister kredenzte von Weissburgunder über Lagrein Kretzer, St. Magdalener, Blauburgunder Riserva bis hin zu der mit Spannung erwarteten Fassprobe des Lagrein Riserva 2009. Neben der ausgezeichneten Qualität aller Weine hat besonders der Lagrein Riserva Jahrgang 2009 sein großes Potential aufzeigen können. Wir warten hier gespannt auf die Freigabe zum Verkauf, die für Mai 2012 anvisiert ist.
Nochmals herzlichen Dank der Kellerei Muri Gries und besonderen Dank an Christian Werth und Hermann Giovanazzi für den informativen und erlebnisreichen Tag.
Markus Landmann
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geschrieben von Markus Landmann am 23. August 2010
- gepostet in: Weinproben
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Wie Geschichte, Religion, Tradition und Weinkultur eine Symbiose bilden können, davon konnten sich die Teilnehmer der Weinprobe überzeugen.
Kellermeister Christian Werth gab zunächst einen geschichtlichen Überblick rund um die Klosterkellerei. Schon im 12. Jahrhundert errichteten die Grafen von Bozen einen Stützpunkt im damals von den Trientiner Bischöfen beherrschten Bozen; eine Festung, mitten im einstigen „Cheller“ – heute Gries genannt. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Burganlage zum Kloster umgebaut und von den Augustiner Chorherren bewohnt. Erst 1845 zogen die Benediktiner in das zwischenzeitlich aufgehobene Augustinerchorherrenstift ein, nachdem sie aus ihrem Kloster Muri im schweizerischen Aargau vertrieben worden waren. Mit den Benediktinern begann auch der Weinbau bei Muri-Gries. Unter dem Motto „ora et labora“ begannen die Mönche, die klösterlichen Weinberge zu bewirtschaften. Zunächst wurde der Wein hauptsächlich offen verkauft und erst seit 1969 in Flaschen abgefüllt. Parallel dazu setzten die Mönche ihren Fokus auf den qualitativen An- und Ausbau ihrer Weine.
Die Besichtigung der Kellerei und der Holzfässer stand als nächstes auf dem Programm. Da das gesamte Gebäude denkmalgeschützt ist, mussten sich die Fässer und Tanks der gegebenen Architektur anpassen.
Alles konzentrierte sich nun auf das Highlight der Veranstaltung, die Weinprobe. Im alten Kreuzgang war alles vorbereitet. Die klassischen Weine von Muri Gries wie Weißburgunder, Lagrein Kretzer und St. Magdalener wurden vom Kellermeister persönlich kredenzt und erläutert. Südtiroler Speck und traditionelles Bauernbrot passten dazu ausgezeichnet. Dann aber warteten alle gespannt auf den Lagrein Riserva. Aus der Schatzkammer der Kellerei brachte Herr Werth eine Flasche Jahrgang 2003; eine Vertikalverkostung mit dem aktuellen Jahrgang 2007 war also angesagt. Der 2003er war ein Hochgenuss und der 2007er hat das Potential dazu… aber das dauert halt leider noch ein bisschen.
Für den informativen und erlebnisreichen Tag nochmals herzlichen Dank der Kellerei Muri-Gries und besonderen Dank Herrn Kellermeister Werth und seinem Team.
Markus Landmann
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geschrieben von Markus Landmann am 26. September 2009
- gepostet in: Im Glas
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Es ist wieder soweit: Der neue Jahrgang 2006 des Lagrein Riserva ist zum Verkauf freigegeben! Verantwortlich für die ausgezeichnete Qualität bei Muri Gries ist seit vielen Jahren Christian Werth, der die Rebsorte Lagrein bestens kennt und Jahr für Jahr einen “fast” sicheren Kanditaten für die begehrten 3 Gläser im Gambero Rosso kreiert! Achtung: Wie immer ist die Menge auch bei diesem Jahrgang leider begrenzt. |
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