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Kellerei Kaltern


Weine (21)         die Kellerei         Auszeichnungen
 
Heute zählt die Kellerei Kaltern ca.800 Mitglieder, die insgesamt 480 Hektar Weinberge bewirtschaften. Die Kellerei hat Anteile an nahezu allen wichtigen Lagen rund um den Kalterer See wie beispielsweise Vial, Wadleith, Lavason, Trifall, Garnellen, See, Palurisch und Putzmauer. Autochthone Rebsorten wie Lagrein oder Vernatsch liefern sich hier ein Kopf- an Kopf-Rennen mit internationalen Gewächsen wie Chardonnay, Pinot oder Merlot.

Strenge Richtlinien bei Rebschnitt, Düngung und Ernte genießen bei der Genossenschaft oberste Priorität. Bei Neuanpflanzungen wird die mirkoklimatische Bodenbeschaffenheit, die Lage als solche und die Erziehungsform peinlichst genau geprüft. An der Spitze des Sortiments stehen Lagenweine, die wegen der Besonderheit ihres Terroirs separat ausgebaut werden und auch mit dem Lagennamen verkauft werden. Hier spielt das 4,5 ha große Einzellagen-Weingut Pfarrhof direkt am Kalterer See eine herausragende Rolle und erhält regelmäßig Höchstpunktzahlen bei allen Weinkritikern. Aber auch andere, besonders prädestinierte Kleinlagen, Weingüter und Hofstellen zeigen ihr terroirtypisches Potenzial und werden durch die Qualtitätsbezeichnung "Campaner" gekennzeichnet.

Die Mitglieder der Genossenschaft sind in die Arbeit in der Kellerei, in Verkostungen, in Entscheidungen über den Ausbau und in die Vinifizierung mit eingebunden. Für sie ist die Arbeit im Weinberg zugleich Ansporn, noch bessere Qualität als die vertraglich vereinbarte zu liefern; ihr Status geht weit über den des reinen Traubenlieferanten hinaus und gilt als Garant für die Identifizierung der einzelnen Weinbauern mit "ihrer" Kellerei.
Im Jahre 1906 gründeten zielstrebige und motivierte Weinbauern, einen Produktions-, Vertriebs- und Vermarktungsbund, der das Gedankengut von Friedrich Wilhelm Raiffeisen verkörpert. Dadurch waren sowohl der Grundstein für ein Betriebskonzept als auch weitere Schritte hin zu einer noch besseren Weinqualität gesichert. Um die Jahrhundertwende war Südtirol die Weinschatzkammer der österreichischen Monarchie und die Kellerei Kaltern Haus- und Hoflieferant des kaiserlichen Geschlechtes der Habsburger. Die Situation änderte sich schlagartig mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs. Wie die Südtiroler Weinproduzenten insgesamt, verlor auch Kaltern seine traditionellen Abnehmer in der österreich-ungarischen Monarchie. In Südtirol reduzierte sich die Rebfläche von 11.000 auf 5.000 Hektar. Erst in den 50er Jahren war der Export in die traditionellen Märkte Südtirols wieder möglich.

In den achtziger Jahren erlebte der Weinbau in Kaltern neuerlich eine geradezu revolutionäre Veränderung. Als eine der ersten Regionen in Italien erkannte man, dass sich die Konsumgewohnheiten verändert haben und eine Hinwendung zur Qualität das Gebot der Stunde war. In der Folge reduzierte sich die jährliche Produktionsmenge von weit über 200hl/ha im Jahr 1970, 100hl/ha im Jahr 1990 auf 75hl/ha im Jahr 2003. Unter der Führung des Önologen Helmuth Zozin wurde die "Qualitätsgruppe" gegründet; Selektionen von Kleinlagen und gesonderte Abfüllungen führten zur Geburtsstunde für Top Weine.

2017 haben sich die zwei Winzergenossenschaften der Gemeinde Kaltern zur neuen Kellerei Kaltern zusammengeschlossen. Mehr als 800 Miglieder bewirtschaften nun etwa 480ha Weinberge und sorgen dafür, dass Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit, den klimatischen Bedingungen und den Anbaumethoden zu einem Portfolio an Weinen führen, das die gesamte Weinwelt Südtirols repräsentiert.
Gründung:
1906
Standort:
Kaltern
Besitzer/Präsident:
Helmut Hafner, President
Önologe:
Andreas Prast
Weinberge:
480 ha
Produzierte Flaschen:
3.400.000