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Castello di Spessa

Castello di Spessa

Castello di Spessa vereint jahrhundertealte Geschichte mit einem modernen Verständnis von Weinbau. In den Weinbergen des Collio und Friuli Isonzo entstehen charaktervolle Weine, die ihre Herkunft klar widerspiegeln. Sorgfalt, Präzision und das Gespür für unterschiedliche Böden prägen den eleganten, frischen und mineralischen Stil des Weinguts.

Castello di Spessa

Castello di Spessa

Casanova Pinot Nero Collio DOC 2023

Artikel-Nr.: 5081

Auf den Spuren von Giacomo Casanova! Dieser Pinot Nero Collio DOC von Castello di Spessa erinnert nicht nur an den berühmten Abenteurer, sondern verführt schon im Glas mit kräftigem Rubinrot und einem wahren Aromenstrauß an roten Beeren und warmen Gewürzen. Am Gaumen wirkt er samtig, frisch und ausgewogen, mit zarten Tanninen, feiner Rauchigkeit und langem würzigen Finale. Ein raffinierter Pinot Nero aus dem Collio, der auch Spezialitäten wie Trüffel oder ausgefallene Wildgerichte nicht scheuten muss.

24.50 €

Wissenswertes über den Casanova Pinot Nero

Ihre besonderen Lagenweine aus dem Collio widmet die Kellerei Castello di Spessa historischen Familien und Persönlichkeiten. die das Anwesen im Laufe der Jahrhunderte prägten. Dazu zählt auch Giacomo Casanova, der auf Einladung des damaligen Schlossbesitzers, Graf Luigi della Torre, 1773 zwei Monate auf dem berühmten Anwesen verbrachte. Casanova fühlte sich angeblich dort nicht wirklich wohl, genoss aber trotzdem das gute Essen und den guten Wein. Der Aufenthalt endete abrupt, als Casanova inflagranti mit einer Dienerin überrascht wurde. Bis heute aber ist Castello di Spessa untrennbar mit dem Namen des Abenteurers verbunden und wird im Volksmund scherzhaft auch als "Castello di Casanova" bezeichnet.

Die Collio-Linie von Castello di Spessa erinnert aber nicht nur an bedeutende Persönlichkeiten, sondern steht auch für Weine mit besonderer Herkunft, mehr Tiefe und ausgeprägter Terroir-Prägung. Der Casanova Pinot Nero Collio DOC zeigt die feine, anspruchsvolle Seite des Pinot Nero. Die Gärung in Eichenfässern mit täglich manuellem Unterstoßen des Tresterhutes und die 12 Monate Reifezeit in Barriques im Bunker von Castello di Spessa drücken dem Wein ihren Stempel auf. Es entsteht ein Pinot Nero der Extraklasse. Seine Auszeichnungen, darunter Gold bei The WineHunter und Spitzenplatzierungen beim nationalen Pinot-Nero-Wettbewerb für Friaul-Julisch Venetien, unterstreichen seine besondere Qualität.

Wir empfehlen

Serviertemperatur: Ideal bei 16-18 °C genießen.

Lagerung: Der Casanova Pinot Nero Collio DOC sollte kühl, dunkel und liegend gelagert werden. Durch seine Struktur, die Barrique-Reife und die Abfüllung ohne Filtration besitzt er Substanz und kann auch mit etwas Flaschenreife Freude bereiten.

Serviervorschlag

Der Casanova Pinot Nero Collio DOC passt hervorragend zu Lamm, Trüffel, Wild, Suppen, Aufschnitt und mittelgereiftem Käse. Auch zu einem würzigen ersten Gang mit Fisch ist er eine spannende und elegante Wahl.

So entsteht der Casanova Pinot Nero

Anbau & Boden

Anbaugebiet: Friaul

Anbau: Eigene Weinberge im Gebiet von Capriva del Friuli im Collio. Die Reben wurden 2008 gepflanzt.
Erziehungsform: Guyot-System.
Weinbergsmanagement: kontrollierte Begrünung mit Bearbeitung der Rebzeilen.

Boden: Ponca, ein für das Collio typischer Boden aus Mergel und Sandstein. Er speichert Wärme und Wasser, ist zugleich gut durchlässig und verleiht den Weinen Struktur, Mineralität und eine elegante Spannung.

Herstellungsverfahren

Lese der Pinot-Nero-Trauben von Hand Ende August bis Anfang September. Die alkoholische Gärung findet bei etwa 25 °C in Eichenfässern statt. Während der 15–20 Tage dauernden Gärzeit wird der Tresterhut täglich von Hand untergestoßen. In dieser Phase findet auch die malolaktische Gärung statt. Dadurch werden Farbe, Frucht, Tannin und Struktur besonders schonend aus den Schalen gelöst.

Anschließend wird der Wein in Barriques umgefüllt und reift 12 Monate im Bunker von Castello di Spessa. Der Casanova Pinot Nero Collio DOC wird ohne Filtration abgefüllt, um seine Integrität zu bewahren. Schließlich reift der Rotwein noch einige Monate auf der Flasche.

Traubensorte

Pinot Nero 100%.

So schmeckt der Casanova Pinot Nero

Farbe

Kräftiges Rubinrot. Klar, leuchtend und elegant im Glas.

Bukett

Elegant und vielschichtig mit Noten von roten Früchten, kleinen roten Beeren, Walderdbeeren und Himbeeren. Dazu kommen feine würzige Anklänge, eine leichte Rauchnote und Nuancen von warmen Gewürzen.

Geschmack

Samtig, elegant und gut ausbalanciert mit frischer Frucht, zarten Tanninen und feiner Würze. Am Gaumen zeigt sich der Casanova Pinot Nero Collio DOC frisch, harmonisch und anhaltend, mit langem, breitem Finale von Himbeeren und warmen Gewürzen.

Jahrgang 2023:

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Das Weingut: Castello di Spessa

Castello di Spessa liegt in Capriva del Friuli im Herzen einer der traditionsreichsten Weinlandschaften Friaul-Julisch Venetiens. Das Weingut verbindet die historische Kulisse des Castello mit einem modernen und präzisen Weinbaustil.

Die Weinberge verteilen sich auf zwei bedeutende Anbaugebiete: den hügeligen Collio und die vom Fluss Isonzo geprägten Ebenen. Beide Gebiete besitzen einen eigenen Charakter. Während im Collio die als „Ponca“ bezeichneten Mergel- und Sandsteinböden vorherrschen, prägen im Isonzo mineralreiche, kiesige und lehmige Böden die Weine.

Die klassische Linie des Weinguts stammt aus dem DOC-Gebiet Friuli Isonzo. Die Weine dieser Linie sind auf Frische, Mineralität, klare Frucht und eine unkomplizierte Trinkbarkeit ausgerichtet. Angebaut werden die klassischen Weißen des Friaul, Pinot Grigio, Ribolla Gialla und die ureigene Friuliano-Traube. Internationale Reben wie Sauvignon Blanc und Chardonnay bekommen als Friuli Isonzo DOC eine ganz eigene Ausprägung.


Auch wenn das Friaul vor allem für seine Weißweine bekannt ist, entstehen hier mit Merlot und Cabernet Sauvignon auch ausdrucksstarke Rotweine.Die einzelnen Weinberge werden differenziert betrachtet und die Trauben sorgfältig verarbeitet, um die Eigenschaften von Rebsorte und Herkunft möglichst klar herauszuarbeiten.


Seit 2014 verfolgt Castello di Spessa unter der Leitung von Loretto Pali gemeinsam mit dem Önologen Enrico Paternoster einen Stil, bei dem Eleganz, Frische und Mineralität mit Struktur und Lagerfähigkeit verbunden werden. Dies zeigt sich vor allem in den Weinen der Collio-Linie. Diese Lagenweine profitieren besonders von den Mergelböden und entwickeln dabei ihre eigene Mineralität. Die Kellerei Castello di Spessa widmet  diese Weine historischen Familien und Persönlichkeiten, die das Schloss und seine Ländereien im Laufe der Jahrhunderte prägten: Rassauer, Santarosa, Segré, Casanova, Torriani. Eine hommage an die jahrhundertalte Geschichte, die auf eindrucksvolle Weise mit dem modernen friulischen Weinbau verbunden wird.

Die Geschichte des Castello di Spessa reicht weit über die Geschichte des heutigen Weinguts hinaus. Bereits in römischer Zeit befanden sich an diesem Ort eine Beobachtungsanlage und weitere Siedlungsspuren. Das heutige Schloss geht in seinen Ursprüngen auf das 13. Jahrhundert zurück.

Über Jahrhunderte wechselte das Anwesen zwischen verschiedenen bedeutenden Familien des Friauls. Besonders eng ist die Geschichte des Schlosses mit der Familie della Torre verbunden, die sich rühmte, von Karl dem Großen abzustammen. Diese Familie, von den Einheimischen auch Torriani genannt, prägt das Anwesen ab dem 16. Jahrhundert über mehrere Jahrhunderte. Zu den berühmtesten Gästen des Castello di Spessa gehörte Giacomo Casanova. Er hielt sich 1773 auf dem Schloss auf. Wenige Jahre später, 1779 und 1780, war auch Lorenzo Da Ponte, der später als Librettist von Wolfgang Amadeus Mozart berühmt wurde, zu Gast. 


Anfang des 19. Jahrhunderts muss die Familie della Torre das Schloss verkaufen. Es folgen mehrere Eigentümerwechsel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging der Besitz an die Familie Segré über. Sie stellte auch während des 1. Weltkriegs den unterirdischen Teil des Schlosses italienischen Soldaten als Unterschlupf zur Verfügung.


Von 1925 bis 1949 dann der große Umbruch. Die Familie Segré adoptiert Giogio Stavro di Santarosa, der auf dem Anwesen bedeutende Weinbauaktivitäten entwickelt und 1939 das Weingut Castello di Spessa gründet. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs wird ein Bunker gebaut, der zunächst von deutschen und später von amerikanischen Soldaten benutzt wird. Bis heute dient er als Reifekeller für die herausragenden Etiketten des Weinguts. 


Ende der 1980er-Jahre ging das Castello di Spessa in den Besitz der Familie Pali über, der es bis heute gehört. In den folgenden Jahrzehnten wurde das historische Anwesen weiterentwickelt und Weinbau, Gastronomie, Hotellerie und weitere Angebote miteinander verbunden.
Einen wichtigen Schritt für die heutige Weinstilistik setzte Loretto Pali im Jahr 2014 mit der Zusammenarbeit mit dem Önologen Enrico Paternoster. Ziel war es, die Weine stärker auf Eleganz, Frische, Mineralität und Trinkbarkeit auszurichten und gleichzeitig die unterschiedlichen Eigenschaften von Collio und Isonzo klar herauszuarbeiten.