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Castello di Spessa

Castello di Spessa

Castello di Spessa vereint jahrhundertealte Geschichte mit einem modernen Verständnis von Weinbau. In den Weinbergen des Collio und Friuli Isonzo entstehen charaktervolle Weine, die ihre Herkunft klar widerspiegeln. Sorgfalt, Präzision und das Gespür für unterschiedliche Böden prägen den eleganten, frischen und mineralischen Stil des Weinguts.

Castello di Spessa

Castello di Spessa

Rassauer Friulano Collio DOC 2023

Artikel-Nr.: 5073

Der Rassauer Friulano Collio DOC von Castello di Spessa entfaltet die ganze Tiefe und Würze des Collio. Saftige Aprikose und reifer Pfirsich treffen auf Wildblumen, Akazie und einen feinen mineralischen Zug. Am Gaumen überzeugt er mit cremiger Fülle, präziser Säure und markanter Struktur. Und trotzdem elegant und lange anhaltend. Ein charaktervoller Friulano aus Capriva del Friuli, der nicht nur die italienische Sommeliervereinigung begeistert.

18.90 €

Wissenswertes über den Rassauer Friulano

Ihre besonderen Lagenweine aus dem Collio widmet die Kellerei Castello di Spessa historischen Persönlichkeiten und Familien, die das Anwesen im Laufe der Jahrhunderte prägten. Das Schloss und seine Ländereien rund um Capriva kamen Mitte des 16. Jahrhunderts als Mitgift an die Adelsfamilie Rassauer; Grundstein für eine mehr als 300jährige Herrschaft unter der dann angeheiratenen Grafenfamilie Della Torre. Das Lehen umfasste auch die Weinberge um Capriva im Collio, die schon immer zu den renommiertesten Lagen des Friauls zählten. Charakteristisch ist hier die sogenannte Ponca, ein Boden aus Mergel und Sandstein, der den Weinen Struktur, Mineralität und eine klare, elegante Spannung verleihen kann.

Perfektes Terroir für den Friulano Collio DOC. Die wohl charakteristischste Weißweinrebe des Friaul war bis 2007 als Tocai Friulano bekannt. Erst seither trägt sie, auch zum Schutz der ungarischen Herkunftsbezeichnung Tokaj, den Namen Friulano. Im Gebiet Collio und speziell im Bereich von Capriva zeigt die weiße Rebe ihre anspruchsvolle Seite. Verstärkt durch eine kurze Mazerationszeit auf den Schalen entsteht ein Friuliano mit viel Aromatik und Ausdruck, mit mineralischer Tiefe und cremiger Struktur. Auch zahlreiche Auszeichnungen unterstreichen die besondere Stellung dieses Cru-Etiketts!

Wir empfehlen

Serviertemperatur: Ideal bei 8-10°C genießen.

Lagerung: Der Rassauer Friulano Collio DOC sollte kühl, dunkel und liegend gelagert werden. Durch seine Struktur, den teilweisen Schalenkontakt und die Feinhefelagerung besitzt er Substanz und kann auch mit etwas Flaschenreife Freude bereiten.

Serviervorschlag

Der Rassauer Friulano Collio DOC passt hervorragend zu Spezialitäten der mediterranen Küche: zu Prosciutto Crudo, zu hartgekochten Eiern mit Spargel, Frühlingskräuter-Frittata, Risotto mit Spargelspitzen. Auch zu Risotto-Varietäten, Aufschnitt und gereiften Käsesorten ist er eine ausgezeichnete Wahl.

So entsteht der Rassauer Friulano

Anbau & Boden

Anbaugebiet: Friaul

Anbau: Eigene Weinberge im Gebiet von Capriva del Friuli im Collio. Die Reben wurden 2008 gepflanzt.
Erziehungsform: Guyot-System.
Weinbergsmanagement: kontrollierte Begrünung mit Bearbeitung der Rebzeilen.

Boden: Ponca, ein für das Collio typischer Boden aus Mergel und Sandstein. Er speichert Wärme und Wasser, ist zugleich gut durchlässig und verleiht den Weinen Struktur, Mineralität und eine elegante Spannung.

Herstellungsverfahren

Lese der Friulano-Trauben in den ersten 10 September-Tagen. Der mit viel Sorgfalt gewonnene Most gärt in Edelstahltanks bei kontrollierter Temperatur von 15 °C. Ein Teil des Mostes bleibt während der Gärung für einige Tage in Kontakt mit den Schalen, um zusätzliche Aromen, mehr Ausdruck und eine feinere Struktur zu gewinnen.

Nach Abschluss der Gärung verbleibt der Wein in Edelstahltanks und reift dort auf der Feinhefe bis Ende März. Anschließend folgt eine weitere Verfeinerung auf der Flasche. So entwickelt der Rassauer Friulano Collio DOC seine cremige Textur und seine mineralische Tiefe

Traubensorte

Friulano 100%.

So schmeckt der Rassauer Friulano

Farbe

Strohgelb mit grünen Reflexen. Klar, brillant und lebendig im Glas.

Bukett

Komplex und vielschichtig mit fruchtigen Noten von Aprikose und Pfirsich. Dazu kommen florale Anklänge, Wildblumen, Akazie und feine mineralische Nuancen.

Geschmack

Strukturiert, würzig und anhaltend mit perfektem Säuregriff und schöner Cremigkeit. Am Gaumen zeigt sich der Rassauer Friulano Collio DOC voll, ausgewogen und mineralisch, mit reifer Frucht, feiner Würze und langem, harmonischem Finale.

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Das Weingut: Castello di Spessa

Castello di Spessa liegt in Capriva del Friuli im Herzen einer der traditionsreichsten Weinlandschaften Friaul-Julisch Venetiens. Das Weingut verbindet die historische Kulisse des Castello mit einem modernen und präzisen Weinbaustil.

Die Weinberge verteilen sich auf zwei bedeutende Anbaugebiete: den hügeligen Collio und die vom Fluss Isonzo geprägten Ebenen. Beide Gebiete besitzen einen eigenen Charakter. Während im Collio die als „Ponca“ bezeichneten Mergel- und Sandsteinböden vorherrschen, prägen im Isonzo mineralreiche, kiesige und lehmige Böden die Weine.

Die klassische Linie des Weinguts stammt aus dem DOC-Gebiet Friuli Isonzo. Die Weine dieser Linie sind auf Frische, Mineralität, klare Frucht und eine unkomplizierte Trinkbarkeit ausgerichtet. Angebaut werden die klassischen Weißen des Friaul, Pinot Grigio, Ribolla Gialla und die ureigene Friuliano-Traube. Internationale Reben wie Sauvignon Blanc und Chardonnay bekommen als Friuli Isonzo DOC eine ganz eigene Ausprägung.


Auch wenn das Friaul vor allem für seine Weißweine bekannt ist, entstehen hier mit Merlot und Cabernet Sauvignon auch ausdrucksstarke Rotweine.Die einzelnen Weinberge werden differenziert betrachtet und die Trauben sorgfältig verarbeitet, um die Eigenschaften von Rebsorte und Herkunft möglichst klar herauszuarbeiten.


Seit 2014 verfolgt Castello di Spessa unter der Leitung von Loretto Pali gemeinsam mit dem Önologen Enrico Paternoster einen Stil, bei dem Eleganz, Frische und Mineralität mit Struktur und Lagerfähigkeit verbunden werden. Dies zeigt sich vor allem in den Weinen der Collio-Linie. Diese Lagenweine profitieren besonders von den Mergelböden und entwickeln dabei ihre eigene Mineralität. Die Kellerei Castello di Spessa widmet  diese Weine historischen Familien und Persönlichkeiten, die das Schloss und seine Ländereien im Laufe der Jahrhunderte prägten: Rassauer, Santarosa, Segré, Casanova, Torriani. Eine hommage an die jahrhundertalte Geschichte, die auf eindrucksvolle Weise mit dem modernen friulischen Weinbau verbunden wird.

Die Geschichte des Castello di Spessa reicht weit über die Geschichte des heutigen Weinguts hinaus. Bereits in römischer Zeit befanden sich an diesem Ort eine Beobachtungsanlage und weitere Siedlungsspuren. Das heutige Schloss geht in seinen Ursprüngen auf das 13. Jahrhundert zurück.

Über Jahrhunderte wechselte das Anwesen zwischen verschiedenen bedeutenden Familien des Friauls. Besonders eng ist die Geschichte des Schlosses mit der Familie della Torre verbunden, die sich rühmte, von Karl dem Großen abzustammen. Diese Familie, von den Einheimischen auch Torriani genannt, prägt das Anwesen ab dem 16. Jahrhundert über mehrere Jahrhunderte. Zu den berühmtesten Gästen des Castello di Spessa gehörte Giacomo Casanova. Er hielt sich 1773 auf dem Schloss auf. Wenige Jahre später, 1779 und 1780, war auch Lorenzo Da Ponte, der später als Librettist von Wolfgang Amadeus Mozart berühmt wurde, zu Gast. 


Anfang des 19. Jahrhunderts muss die Familie della Torre das Schloss verkaufen. Es folgen mehrere Eigentümerwechsel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging der Besitz an die Familie Segré über. Sie stellte auch während des 1. Weltkriegs den unterirdischen Teil des Schlosses italienischen Soldaten als Unterschlupf zur Verfügung.


Von 1925 bis 1949 dann der große Umbruch. Die Familie Segré adoptiert Giogio Stavro di Santarosa, der auf dem Anwesen bedeutende Weinbauaktivitäten entwickelt und 1939 das Weingut Castello di Spessa gründet. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs wird ein Bunker gebaut, der zunächst von deutschen und später von amerikanischen Soldaten benutzt wird. Bis heute dient er als Reifekeller für die herausragenden Etiketten des Weinguts. 


Ende der 1980er-Jahre ging das Castello di Spessa in den Besitz der Familie Pali über, der es bis heute gehört. In den folgenden Jahrzehnten wurde das historische Anwesen weiterentwickelt und Weinbau, Gastronomie, Hotellerie und weitere Angebote miteinander verbunden.
Einen wichtigen Schritt für die heutige Weinstilistik setzte Loretto Pali im Jahr 2014 mit der Zusammenarbeit mit dem Önologen Enrico Paternoster. Ziel war es, die Weine stärker auf Eleganz, Frische, Mineralität und Trinkbarkeit auszurichten und gleichzeitig die unterschiedlichen Eigenschaften von Collio und Isonzo klar herauszuarbeiten.