Castello di Spessa
Castello di Spessa vereint jahrhundertealte Geschichte mit einem modernen Verständnis von Weinbau. In den Weinbergen des Collio und Friuli Isonzo entstehen charaktervolle Weine, die ihre Herkunft klar widerspiegeln. Sorgfalt, Präzision und das Gespür für unterschiedliche Böden prägen den eleganten, frischen und mineralischen Stil des Weinguts.
Castello di Spessa
Ribolla Gialla Venezia Giulia IGT 2025
Beim Ribolla Gialla Venezia Giulia IGT von Castello di Spessa steht die klare, frische Stilistik im Mittelpunkt: Zarte Blütennoten, helle Frucht mit Zitrus-Touch und ein schlanker Körper. Die zurückhaltende Aromatik dieser reinsortigen Ribolla-Varietät und die anhaltende Säure machen den Wein besonders trinkfreudig. Ein trockener Allrounder!
Inhalt: 0.75 l (15.87 € / l)
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten
Sofort versandfertig. Lieferzeit 1-3 Werktage.
Die Weinrebe Ribolla Gialla stammt vermutlich aus Griechenland und wird heute ausschließlich in der hügeligen Grenzregion zwischen Italien und Slowenien angebaut. Bereits im 13. Jahrhundert finden sich Nachweise für diese Rebsorte, auch unter vielen Synonymen. Nach der Reblaus Katastrophe Ende des 19. Jahrhunderts ging der Bestand an diesen ehemals äußerst beliebten Rebstöcken stark zurück. Seit der Wiederentdeckung setzen viele Winzer bei der Vinifizierung auf kurze Mazerationszeiten. So können sie die blumigen und mineralischen Noten dieses Weißweins intensivieren, die lebendige Frische des Weißweins aber bleibt erhalten. Gerade die Säurestruktur der Rebsorte prädestiniert sie auch als Basis für elegante Schaumweine.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Ideal bei 8-10°C genießen.
Lagerung: Der Ribolla Gialla Venezia Giulia IGT kann noch 1-2 Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Der Ribolla Gialla Venezia Giulia IGT eignet sich hervorragend als Aperitif und passt besonders gut zu Meeresfrüchten und delikaten Fischgerichten. Auch zu Omeletts mit Wildkräutern, feinen Vorspeisen, leichten Gemüsegerichten und sommerlicher Küche ist er eine sehr gute Wahl.
So entsteht der Ribolla Gialla
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Friaul
Anbau: Eigene Weinberge im Gebiet von Cormòns im Friaul. Die Reben wurden 2002 gepflanzt. Erziehungsform: Guyot-System. Weinbergsmanagement: kontrollierte Begrünung mit Bearbeitung der Rebzeilen. Die Lese erfolgt Mitte September.
Boden: Lehmig-sandige Böden mit Kies.
Herstellungsverfahren
Nach Abschluss der Gärung verbleibt der Wein in Edelstahltanks und reift dort auf der Feinhefe bis März. Der Kontakt mit der Hefe unterstützt Struktur und Ausgewogenheit, ohne die frische, geradlinige Stilistik des Ribolla Gialla Venezia Giulia IGT zu überdecken.
Traubensorte
Ribolla Gialla 100%.
So schmeckt der Ribolla Gialla
Farbe
Strohgelb mit grünlichen Noten. Klar und brillant im Glas.
Bukett
Zart und elegant mit feinen blumigen Noten. Frisch, klar und zurückhaltend aromatisch mit einer leichten, hellfruchtigen Anmutung.
Geschmack
Trocken, frisch und lebendig mit anhaltender Säure. Am Gaumen zeigt sich der Ribolla Gialla Venezia Giulia IGT geradlinig, animierend und ausgewogen, mit klarer Frische und angenehm leichtem Finale.
Bewertung abgeben
Das Weingut: Castello di Spessa
Castello di Spessa liegt in Capriva del Friuli im Herzen einer der traditionsreichsten Weinlandschaften Friaul-Julisch Venetiens. Das Weingut verbindet die historische Kulisse des Castello mit einem modernen und präzisen Weinbaustil.
Die Weinberge verteilen sich auf zwei bedeutende Anbaugebiete: den hügeligen Collio und die vom Fluss Isonzo geprägten Ebenen. Beide Gebiete besitzen einen eigenen Charakter. Während im Collio die als „Ponca“ bezeichneten Mergel- und Sandsteinböden vorherrschen, prägen im Isonzo mineralreiche, kiesige und lehmige Böden die Weine.
Die klassische Linie des Weinguts stammt aus dem DOC-Gebiet Friuli Isonzo. Die Weine dieser Linie sind auf Frische, Mineralität, klare Frucht und eine unkomplizierte Trinkbarkeit ausgerichtet. Angebaut werden die klassischen Weißen des Friaul, Pinot Grigio, Ribolla Gialla und die ureigene Friuliano-Traube. Internationale Reben wie Sauvignon Blanc und Chardonnay bekommen als Friuli Isonzo DOC eine ganz eigene Ausprägung.
Auch wenn das Friaul vor allem für seine Weißweine bekannt ist, entstehen hier mit Merlot und Cabernet Sauvignon auch ausdrucksstarke Rotweine.Die einzelnen Weinberge werden differenziert betrachtet und die Trauben sorgfältig verarbeitet, um die Eigenschaften von Rebsorte und Herkunft möglichst klar herauszuarbeiten.
Seit 2014 verfolgt Castello di Spessa unter der Leitung von Loretto Pali gemeinsam mit dem Önologen Enrico Paternoster einen Stil, bei dem Eleganz, Frische und Mineralität mit Struktur und Lagerfähigkeit verbunden werden. Dies zeigt sich vor allem in den Weinen der Collio-Linie. Diese Lagenweine profitieren besonders von den Mergelböden und entwickeln dabei ihre eigene Mineralität. Die Kellerei Castello di Spessa widmet diese Weine historischen Familien und Persönlichkeiten, die das Schloss und seine Ländereien im Laufe der Jahrhunderte prägten: Rassauer, Santarosa, Segré, Casanova, Torriani. Eine hommage an die jahrhundertalte Geschichte, die auf eindrucksvolle Weise mit dem modernen friulischen Weinbau verbunden wird.
Die Geschichte des Castello di Spessa reicht weit über die Geschichte des heutigen Weinguts hinaus. Bereits in römischer Zeit befanden sich an diesem Ort eine Beobachtungsanlage und weitere Siedlungsspuren. Das heutige Schloss geht in seinen Ursprüngen auf das 13. Jahrhundert zurück.
Über Jahrhunderte wechselte das Anwesen zwischen verschiedenen bedeutenden Familien des Friauls. Besonders eng ist die Geschichte des Schlosses mit der Familie della Torre verbunden, die sich rühmte, von Karl dem Großen abzustammen. Diese Familie, von den Einheimischen auch Torriani genannt, prägt das Anwesen ab dem 16. Jahrhundert über mehrere Jahrhunderte. Zu den berühmtesten Gästen des Castello di Spessa gehörte Giacomo Casanova. Er hielt sich 1773 auf dem Schloss auf. Wenige Jahre später, 1779 und 1780, war auch Lorenzo Da Ponte, der später als Librettist von Wolfgang Amadeus Mozart berühmt wurde, zu Gast.
Anfang des 19. Jahrhunderts muss die Familie della Torre das Schloss verkaufen. Es folgen mehrere Eigentümerwechsel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging der Besitz an die Familie Segré über. Sie stellte auch während des 1. Weltkriegs den unterirdischen Teil des Schlosses italienischen Soldaten als Unterschlupf zur Verfügung.
Von 1925 bis 1949 dann der große Umbruch. Die Familie Segré adoptiert Giogio Stavro di Santarosa, der auf dem Anwesen bedeutende Weinbauaktivitäten entwickelt und 1939 das Weingut Castello di Spessa gründet. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs wird ein Bunker gebaut, der zunächst von deutschen und später von amerikanischen Soldaten benutzt wird. Bis heute dient er als Reifekeller für die herausragenden Etiketten des Weinguts.
Ende der 1980er-Jahre ging das Castello di Spessa in den Besitz der Familie Pali über, der es bis heute gehört. In den folgenden Jahrzehnten wurde das historische Anwesen weiterentwickelt und Weinbau, Gastronomie, Hotellerie und weitere Angebote miteinander verbunden.
Einen wichtigen Schritt für die heutige Weinstilistik setzte Loretto Pali im Jahr 2014 mit der Zusammenarbeit mit dem Önologen Enrico Paternoster. Ziel war es, die Weine stärker auf Eleganz, Frische, Mineralität und Trinkbarkeit auszurichten und gleichzeitig die unterschiedlichen Eigenschaften von Collio und Isonzo klar herauszuarbeiten.