Corte Figaretto
Corte Figaretto ist ein familiengeführtes Weingut im Valpantena nördlich von Verona, geführt von den Brüdern Bustaggi. Auf rund 10 Hektar entstehen charaktervolle Weine aus klassischen Valpolicella-Rebsorten, geprägt von strikter Handarbeit und Ertragsbegrenzung. Das besondere Mikroklima verleiht den Weinen Eleganz, Frische und Tiefe.
Corte Figaretto
Acini Ameni Valpolicella Ripasso Superiore Valpantena DOC 2021
Acini Ameni bedeutet wörtlich übersetzt, angenehme Trauben. Und dieser Weinberg liefert in der Tat hervorragendes Traubenmaterial aus dem Valpantena für einen feinen Valpolicella Ripasso Superiore. Obwohl gut strukturiert, verliert dieser Rotwein weder Frucht noch Frische. Trocken, samtig weich und ausgewogen besticht der Ripasso durch Vielschichtigkeit und die typische animierende Würze.
Inhalt: 0.75 l (18.53 € / l)
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Wissenswertes über den Ripasso Acini Ameni
Die einen bezeichnen es als Trick, die anderen als uralte Tradition. Und viele betiteln den Ripasso als Amarone für Arme. Jedenfalls stand dahinter die Idee, die relativ einfachen Valpolicella Weine mit der Amarone Maische einer 2. Gärung zu unterziehen. Die Amarone Maische enthält noch genügend Zucker, so dass die Hefen nochmals aktiv werden konnten. So entstand der Ripasso als ein auf Amaroneschalen nachvergorener Valpolicella. Bis heute wird dieses Verfahren beibehalten. Das Ergebnis: Der Ripasso ist deutlich kräftiger und alkoholreicher als der einfache Valpolicella. Und er hat ein bisschen was von der Beerenauslese des Amarone. Und er kostet deutlich weniger als dieser.Ripasso bedeutet wörtlich übersetzt "erneuter Durchgang". Dieses Verfahren wurde 1964 erstmalig vom Weingut Masi in Venetien praktiziert, um dem einfachen Valpolicella mehr Komplexität und Opulenz zu verleihen. Erst nach einem lange Rechtsstreit war der Urheber bereit, die Namensrechte "Ripasso" an die Handelskammer in Verona abzutreten. Seither übertrifft die Zahl der nach der Ripasso Methode angebotenen Valpocella Varietäten deutlich die der einfachen Valpolicella Etiketten. Eigentlich bedeutet Valpantena aus dem Griechischen übersetzt "Tal aller Götter". In einer eher populistischen Variation spricht man heute vom "Tal aller Weine". Schon vor der Römerzeit war das Valpantena-Tal als das beste Weinbaugebiet um Verona bekannt. Bodenbeschaffenheit und ein besonderes Mikroklima sorgen hier für beste Wachstumsbedingungen der typischen Veroneser Trauben. Die Weine aus diesem Seitental gelten als intensiver und körperreicher als die Verwandten aus dem Valpolicella Classico. Übrigens ist das Valpantena die einzige anerkannte und klassifizierte Unterzone des Valpolicella Gebiets.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 16-18°C.
Lagerung: Der Valpolicella Ripasso Superiore Acini Ameni DOC kann noch 5-6 Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Der Valpolicella Ripasso Superiore Acini Ameni DOC passt sehr gut zu Fleischgerichten, Braten und mittelreifem Käse.
So entsteht der Ripasso Acini Ameni
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Venetien
Anbau: konventionell
Boden: Sehr kalkhaltiger Lehmboden.
Herstellungsverfahren
Die Trauben werden Mitte Oktober per Hand gelesen und in Kisten aus Holz gesammelt. Die traditionelle Rotweingärung mit häufigem Umwälzen findet in kleinen 50hl Edelstahltanks bei einer kontrollierten Temperatur von 20°C statt. Im März des folgenden Jahres wird der Wein nach der Ripasso-Methode etwa 10 Tage lang auf den Trestern des Amarone gelagert. Schließlich reift der Rotwein 18 Monate in Holzfässern aus französischer Eiche.
Traubensorte
Corvina 50%, Corvinone 20%, Rondinella 20%, Molinara, Croatina und Oseleta.
So schmeckt der Ripasso Acini Ameni
Farbe
Kräftiges Rubinrot.
Bukett
Komplex, vielschichtig und typisch. Mit Anklängen an reife rote Früchte kombiniert mit einer würzigen Note.
Geschmack
Trocken, weich, einnehmend und sehr ausgewogen. Erinnert an Sauerkirsche und Waldfrüchte. Leicht würziger Nachgeschmack im langen Finale.
Jahrgang 2021:
Kundenbewertungen (2)
Einzigartiger Geschmack!
Ich habe diesen Ripaso aufgrund der Bewertung meines Vorgängers gekauft und es nicht bereut! Scheinbar haben wir den gleichen Geschmack was Wein anbelangt. Er schmeckt einzigartig gut! Der beste Ripaso, den ich bisher getrunken habe. Ich bin eigentlich Amarone - Fan. Aber diesen Wein werde ich noch öfters bestellen!
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Einer unserer Lieblingsweine
Den Ripasso trinken wir regelmäßig und sind begeistert. Er passt sehr gut zu Wild und Fleisch sowie zu einem gemütlichen Abend vor dem Kamin.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Corte Figaretto
Corte Figaretto – Winzer aus Leidenschaft! Dies ist wohl die beste Art, um den Enthusiasmus zu beschreiben, mit dem die Brüder Bustaggi ihren Beruf ausüben. Der Familienbetrieb bewirtschaftet ca. 10ha und liegt zwischen Poiano und Quinto im Valpantena-Gebiet nördlich von Verona.
Valpantena ist die einzige zugelassene Subzone im Bereich des Valpolicella und hebt sich vom restlichen Valpolicella-Gebiet ab durch ein besonderes Mikroklima. In dem nach Süden ausgerichteten Tal herrscht tagsüber ein mediterranes Klima. Nachts sorgen die Lessinihügel im Norden für kühle Fallwinde. Diese großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht bringen Weintrauben mit einem komplexen Säuregerüst hervor, die Weine gelten als körperreicher und intensiver als jene aus dem übrigen Classico-Gebiet.
Bei den Brüdern Alberto und Mauro Bustaggi gibt es keine Kompromisse. Die Arbeit im Weinberg ist gekennzeichnet von unermüdlicher Pflege der Weinstöcke, strikter Ertragsbegrenzung und der Lese ausschließlich von Hand in kleine Kisten. Auch im Keller setzt Corte Figaretto auf Individualität. Man lässt die Trauben je nach Sorte einige Zeit ruhen, der Beförderungsablauf erfolgt durch ein ausgeklügeltes Gravitationssystem und der Ausbau in einzeln bereitgestellten Behältern, Eichenfässern und Barriques.
Wichtigste Rebsorten sind auch bei Corte Figaretto die klassischen Valpolicella-Trauben Corvina, Rondinella, Molinara, Corvinone und Croatina. Obwohl mit dem Bianco Secco di Corte ein sulfidfreier Weißwein im Sortiment ist, liegt der Focus eindeutig auf den roten Varietäten. Mit dem Le More Merlot Veneto IGT, dem Sentoarte Cabernet Sauvignon Veneto IGT und der Cuvée Baca Nera beweist die Cantina ihr Gespür auch für internationale Rebsorten.
Beeindruckend aber die Valpantena-Etiketten. Der Valpolicella Altarol, der Ripasso Acini Ameni und die Amarone Brolo del Figaretto und der überragende Graal DOCG unterscheiden sich deutlich von den klassischen Vertretern dieser Genres. Die Weine können durch die besondere Lage der Weinberge und durch die individuelle Vinifizierung eleganter und komplexer ausgebaut werden und fallen wohltuend auf mit ihrer herb-fruchtigen Frische. Der kleine Weinkeller der Gebrüder Bustaggi gilt als echtes Juwel mit ganz besonderer Atmosphäre.
Um die Bedeutung der Kellerei Corte Figaretto zu verstehen, muss man sich mit der Geschichte des Valpolicella befassen.
Die Hügel nördlich von Verona in Norditalien gaben dem Valpolicella-Wein seinen Namen.
Ein leichter, etwas herber, aber süffiger Tropfen mit wenig Alkohol und ausgeprägt beeriger Frucht - ein ausgesprochener Massenwein. Dies änderte sich schlagartig mit der Einführung der kontrollierten Herkunftsbezeichnung 1968. Jetzt mussten die Winzer sich wortwörtlich auf das DOC beschränken und konsequenterweise die Produktion von Valpolicella stark reduzieren. Viele Winzer der Region ziehen es deshalb vor, ihren Valpolicella mit Amarone-Trester nach der Ripasso Methode anzureichern. Der Wein hat dann mehr Wucht und Fülle. Nur noch wenige Winzer füllen heute hochwertigen Valpolicella ab.
In diese Lücke stieß der landwirtschaftliche Betrieb Corte Figaretto. Der Familienbetrieb liegt mitten im Tal Valpantena im Norden von Verona. Das Seitental gehört zu den Top-Lagen im Valpolicella, das schon von den Römern als herausragendes Rebengebiet mit wertvollen Weinstöcken bepflanzt wurde. Hier hat die Familie Bustaggi schon seit Generationen Landbesitz, der aber immer landwirtschaftlich genutzt wurde mit Obst, Gemüse und Oliven. Auch Wein wurde angebaut. Allerdings nur für den Eigenverbrauch und einen evtl. Überschuss lieferte man bei der Genossenschaft ab.
Das änderte sich schlagartig im Jahr 2002. Mauro Bustaggi kam zurück in den Familienbetrieb und führt seither zusammen mit seinem Bruder Alberto das Weingut. Inzwischen besitzen die Brüder mehr als 14ha Land, von denen ca. 10ha mit Reben bepflanzt sind. 2004 haben sie ein neues Betriebsgebäude erstellt mit einem im Valpolicella-Tal unüblichen Gravitationssystem für die Weinbeförderung.
Bis heute unterscheiden sich die Weine dieser Kellerei von vielen anderen Valpolicellas, Ripassos oder Amarone. „Die Qualität des Weins entsteht im Weinberg“! Nach diesem Motto entstehen trinkige Weine mit herb-fruchtiger Frische und wunderbarer Eleganz, die das Potential der eigenen Weinberge widerspiegeln.