Acini Ameni bedeutet wörtlich übersetzt, angenehme Trauben. Und dieser Weinberg liefert in der Tat hervorragendes Traubenmaterial aus dem Valpantena für einen feinen Valpolicella Ripasso Superiore. Obwohl gut strukturiert, verliert dieser Rotwein weder Frucht noch Frische. Trocken, samtig weich und ausgewogen besticht der Ripasso durch Vielschichtigkeit und die typische animierende Würze.
Anbaugebiet: Venetien
Boden: Sehr kalkhaltiger Lehmboden.
Die Trauben werden Mitte Oktober per Hand gelesen und in Kisten aus Holz gesammelt. Die traditionelle Rotweingärung mit häufigem Umwälzen findet in kleinen 50hl Edelstahltanks bei einer kontrollierten Temperatur von 20°C statt. Im März des folgenden Jahres wird der Wein nach der Ripasso-Methode etwa 10 Tage lang auf den Trestern des Amarone gelagert. Schließlich reift der Rotwein 18 Monate in Holzfässern aus französischer Eiche.
Die einen bezeichnen es als Trick, die anderen als uralte Tradition. Und viele betiteln den Ripasso als Amarone für Arme. Jedenfalls stand dahinter die Idee, die relativ einfachen Valpolicella Weine mit der Amarone Maische einer 2. Gärung zu unterziehen. Die Amarone Maische enthält noch genügend Zucker, so dass die Hefen nochmals aktiv werden konnten. So entstand der Ripasso als ein auf Amaroneschalen nachvergorener Valpolicella. Bis heute wird dieses Verfahren beibehalten. Das Ergebnis: Der Ripasso ist deutlich kräftiger und alkoholreicher als der einfache Valpolicella. Und er hat ein bisschen was von der Beerenauslese des Amarone. Und er kostet deutlich weniger als dieser.Ripasso bedeutet wörtlich übersetzt "erneuter Durchgang". Dieses Verfahren wurde 1964 erstmalig vom Weingut Masi in Venetien praktiziert, um dem einfachen Valpolicella mehr Komplexität und Opulenz zu verleihen. Erst nach einem lange Rechtsstreit war der Urheber bereit, die Namensrechte "Ripasso" an die Handelskammer in Verona abzutreten. Seither übertrifft die Zahl der nach der Ripasso Methode angebotenen Valpocella Varietäten deutlich die der einfachen Valpolicella Etiketten. Eigentlich bedeutet Valpantena aus dem Griechischen übersetzt "Tal aller Götter". In einer eher populistischen Variation spricht man heute vom "Tal aller Weine". Schon vor der Römerzeit war das Valpantena-Tal als das beste Weinbaugebiet um Verona bekannt. Bodenbeschaffenheit und ein besonderes Mikroklima sorgen hier für beste Wachstumsbedingungen der typischen Veroneser Trauben. Die Weine aus diesem Seitental gelten als intensiver und körperreicher als die Verwandten aus dem Valpolicella Classico. Übrigens ist das Valpantena die einzige anerkannte und klassifizierte Unterzone des Valpolicella Gebiets.