Casale del Giglio
Casale del Giglio liegt in Le Ferriere im Latium südlich von Rom und steht für pionierhaften Weinbau jenseits klassischer Rebsortengrenzen. Auf vulkanischen Böden entstehen internationale und autochthone Weine, unterstützt von moderner Kellertechnik und Forschung. Vielfalt, Innovationsgeist und hohe Qualität verschaffen dem Weingut internationale Anerkennung.
Casale del Giglio
Albiola Lazio Rosato IGT 2024
Ein gehaltvoller Rosé aus dem Herzen Italiens: Albiola Lazio Rosato IGT. Der nach der Saignée-Methode vinifizierte Albiola ist ein eleganter, tiefgründiger Wein von einnehmendem Wesen. Mit fruchtigen und blumigen Noten, die für einen Rosé typisch sind. Aber mit einer Struktur, die der eines Rotweins nahe kommt. Ein weiterer Beleg dafür, dass Casale del Giglio spannende Weine hervorbringt!
Inhalt: 0.75 l (14.53 € / l)
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Wissenswertes über den Albiola
Namensgeber ist Albiola, eine der 53 Siedlungen unter Plinius dem Älteren, die das antike Latium bildeten. Möglicherweise gehörte Albiola sogar zur Lega Latina, die sich im 9. Jahrhundert v. Chr. während der zweiten Phase der "civiltà laziale" gegründet hat. In ihren Anfängen hatte die Siedlung die gleiche Bedeutung für die Region Latium wie Rom.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rosé bei 10-12°C.
Lagerung: Wir empfehlen, den Albiola Lazio Rosato IGT jung zu trinken.
Serviervorschlag
Der Albiola Lazio Rosato IGT passt hervorragend zu einer Meeresfrüchten, zu leichten Gerichten mit frischen Tomaten oder zu kaltem Wurstaufschnitt.
So entsteht der Albiola
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Latium
Anbau: konventionell
Boden: Vulkanische Böden, reich an Kalium, Phosphor und Spurenelementen.
Herstellungsverfahren
Die Trauben werden Ende September per Hand verlesen. Die Vinifizierung erfolgt nach der Saignée-Methode (it. Salasso). Nach der Kaltmazeration mit den Schalen bei 8-10°C wird ein Teil des Mostes abgezogen. Dieser wird dann separat vergoren. Die Gärung erfolgt bei 18°C und dauert 8-10 Tage.
Traubensorte
Syrah 85% und Sangiovese 15%.
So schmeckt der Albiola
Farbe
Sehr ausgeprägtes Rosé mit violetten Schattierungen.
Bukett
Intensives Aroma von kleinen Waldbeeren und roten Beeren mit der Betonung auf Himbeere.
Geschmack
Vielschichtig und komplex mit einem langen und fruchtigen Finale.
Jahrgang 2024:
Kundenbewertungen (1)
Empfehlenswerter kräftiger Rosé
Wer einen kräftigen Rosè mit gutem Trinkfluß und Ausdruck sucht, ist hier gut bedient.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Casale del Giglio
Die gesamte Weinwelt in einem Weingut: Viognier, Syrah, Shiraz, Petit Manseng, Petit Verdot, Tempranillo… Man könnte meinen, sich im Rhônetal oder im Südwesten Frankreichs, in Bordeaux, in Spanien oder sich gar in Australien aufzuhalten. Aber wir befinden uns tatsächlich in Italien. Genauer gesagt bei Casale del Giglio in Le Ferriere in Latium, etwa 50 km südlich von Rom.
Es war ein Wagnis, hier in einem ehemaligen Sumpfgebiet, einem Weinbau-Neuland, die allgemein gültige Theorie von autochtonen Rebsorten in Frage zu stellen. Es war ein Wagnis, Anbau-Praktiken aus Bordeaux, Australien und Kalifornien einzusetzen. Und es war ein Wagnis, weg vom Mainstream durch begrenzte Erträge und beste Kellertechnik auf hochwertige Qualitätsweine zu setzen.
Der Pioniergeist hat sich ausgezahlt. Die Rebsortenprojekte unter Mitwirkung des Önologen Paolo Tiefenthaler und engagierter Wissenschaftler brachten auf den vulkanischen Böden in bis zu 400m Höhe beste Ergebnisse.
Bei den Weißweinen umfasst das Sortiment auch autochthone Rebsorten. Faro della Guardio IGT, auf Ponza kultivierter Biancolella und der hochprämierte Antium Bellone Lazio IGT. Darüber hinaus beweist die Kellerei, dass Sauvignon und Chardonnay nicht nur in Norditalien, sondern auch als Lazio IGT erfolgreich ausgebaut werden können. Auch die Cuvée Satrico IGT mit kleinem Anteil Trebbiano Giallo begeistert Weinkritiker regelmäßig. Die seltenen Rebsorten Petit Manseng und Viognier vervollständigen das Protfolio und gelten bis heute als Exoten im Weinbau des Latium.
Die Rotweine von Casale del Giglio verbindet die äußerst aufwendige Arbeit im Keller. Das gilt für den autochthonen Cesanese genauso wie für die internationalen Sorten Merlot, Shiraz (Syrah), Petit Verdot, Cabernet Sauvignon und den spanischen Tempranillo. Eine Sonderstellung nimmt der Rosso Mater Matutata ein, der einer antiken Göttin gewidmet ist. Noch heute kann man Überreste ihres Tempels in der Nähe von Le Ferriere, dem Sitz des Unternehmens bewundern.
Nicht von ungefähr tauchen praktisch alle Weine der Kellerei regelmäßig in den Hitlisten aller führenden Weinkritiker auf. Die Vielfalt der Etiketten und deren ausgeprägte Buketts sind ein wahres Schlaraffenland für eingefleischte Weinfans und solche, die es werden wollen. Zumal mit diesem interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis!
Im März 1914 gründen die Brüder Santarelli in der Gemeinde Amatrice die Firma ;Ditta Bernardino Santarelli & Figli. Namensgeber war Vater Bernardino, der immer schon mit Wein gehandelt hatte. In den Folgejahren ziehen die Brüder nach Rom und eröffnen auf der Piazza Capranica das erste Geschäft Vini ed Olii. Der Verkauf von Weinen und Ölen blüht und bald besitzen die Geschwister 12 Geschäfte über ganz Rom verstreut.
Erst 1955 aber gründet Dino Santarelli, einer der Enkel von Bernardino, in Rom eine Firma, die sich der Abfüllung der klassischen Weinsorten Latiums widmet. Die Weine werden hauptsächlich in Rom verkauft, aber auch ins Ausland exportiert, vor allem nach Kanada.
Es war auch Dino Santarelli, der 1967 selbst in die Weinproduktion einstieg und Casale del Giglio in Le Ferriere gründete. Der Name Haus der Lilie nimmt Bezug auf die Vegetation im Agro Pontino. Dino erkennt das Potenzial dieses ehemaligen Sumpfgebiets in der Provinz Latina südlich von Rom. Der unberührte, fruchtbare Landstrich ohne weinbauliche Vergangenheit eignete sich ganz besonders dazu, Neues im Rahmen des Machbaren zu versuchen.
Gemeinsam mit seinem Sohn Antonio wurde 1985 das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Casale del Giglio ins Leben gerufen. Unterstützt von namhaften Professoren und Forschern des Latium und unter Mitarbeit des genialen Önologen Paolo Tiefenthaler wurden 60 verschiedene Rebsorten im Agro Pontino angepflanzt. Mit dem Ergebnis, dass nicht nur der autochthone Cesanese, sondern auch internationale Reben wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot hier höchst interessante Weine liefern können.
Der große Pioniergeist machte sich bezahlt. Santarelli beschritt neue Wege, weg von den unspektakulären Weinen der Region Latium und hin zu Rot- und Weißweinen mit Charakter. In kürzester Zeit eroberte die Kellerei den Weinmarkt in Rom und Umgebung und machte sich auch einen Namen auf nationaler und internationaler Ebene.
So konnte die Familie Santarelli 2014 voller Stolz auf das 100-jährige Jubiläum in der Weinwelt Latiums zurückblicken. Die Läden in Rom wurden übrigens im Laufe der Zeit alle verkauft; nur der Laden auf der Piazza Capranica wird 1991 in ein Restaurant umgewandelt. Er ist noch heute in Familienbesitz.