Eleganter Amarone della Valpolicella Classico Riserva DOCG. Dem Weingut Monte del Fra gelingt mit dem Amarone vom Weinberg Scarnacchio regelmäßig ein vielbeachteter Amarone. Trotz seiner Opulenz ist ihm eine besondere Feingliedrigkeit zu Eigen. Der würzige Aromenstrauß kommt auch am Gaumen zur Geltung. Und hier wird das üppige Volumen perfekt durch Säure und Tannine gebändigt. Ein Rotwein, der noch viele Jahre Freude bereitet.
Anbaugebiet: Venetien
Boden: Tuffstein mit Lehm- und Kalkeinlagerungen.
Die Trauben werden in der zweiten Dekade im Oktober geerntet, nachdem sie bereits an der Pflanze ein wenig eingeschrumpelt sind. Die Traubentrocknung wird in kleinen Kassetten in temperatur- und feuchtigkeitskontrollierten Räumen (Fruttaio) fortgesetzt. Die Zuckerkonzentration muss mindestens 28-30% erreicht haben. Die geschrumpelten Trauben werden, abhängig vom Jahrgang, Ende Januar oder Anfang Februar sanft gepresst und vergoren. Dank der langen Mazeration auf der Schale wird das Maximale an Extrakten und Aromen herausgelöst. Anschließend erfolgt eine malolaktische Gärung in Holzfässern. Im Sommer kommen 90 % des Amarone Scarnocchio für 36 Monate in Holzfässer von 30 hl, während die restlichen 10 % in kleinen Barriques reifen. Nach der Assemblage und der Abfüllung in Flaschen ruht der Amarone della Valpolicella Classico Riserva DOCG noch 12 Monate im Keller, bevor er in den Verkauf kommt.
Der Weinberg Scarnocchio liegt in Fumane mitten im Herzen der klassischen Valpolicella Zone. Neben dem vulkanischen Terroir zeichnet sich dieser Weingarten durch seine Höhenlage aus. Hier herrschen starke thermische Schwankungen, die dem Valpolicella Riserva einen tiefgründigen Charakter verleihen. Die Symbiose von Terroir und Rebsorte , eine wahre veronesische Hochzeit.Schon seit mehr als 500 Jahren wurden Trauben des Valpolicellagebiets nach der Ernte auf Holzrosten getrocknet. Der daraus gekelterte Wein konnte aufgrund seines hohen Zuckergehalts nicht vollständig durchgären. Der so entstehende Recioto gilt heute noch als überragender Süßwein. Der Legende nach wurde um 1930 ein Fass dieses Ausnahmeweins im Keller vergessen. So konnte der verbliebene Rotwein seine Fähigkeit zur vollständigen Gärung unter Beweis stellen. Er bekam den Namen Amarone als Ableitung von "amaro", zu dt. bitter. Amarone wurde 1938 erstmalig schriftlich erwähnt und in den 50-er Jahren wurde das Verfahren systematisch angewandt und verbessert. 1986 erhielt Amarone die DOC Appellation und seit 2010 auch den Status mit garantierter Herkunftsbezeichnung DOCG. Für die Herstellung von Amarone dürfen ausschließlich in der Provinz Verona zugelassene Rebsorten verwendet werden. Dabei liegt der Focus auf Corvina und Rondinella Trauben, deren Anteil in bestimmten Bandbreiten genau festgelegt ist. Seither ist die Geschichte des Amarone eine einzige Erfolgsstory und ein riesiger Prestigegewinn für das Valpolicellagebiet.