Ein echter Ureinwohner im Friaul und bis heute eine Rarität: die Rebsorte Pignolo. Der Rotwein dieser Rebe von CaTullio zeigt sich trotz seines widerspenstigen Namens geschmeidig und samtig. Weinig im Duft, auch am Gaumen
konzentrierte Fruchtaromen, delikate Gewürznoten und feine Tannine, harmonisch verpackt. Ein trockener Rotwein mit Persönlichkeit. Es lohnt sich, ihn zu entdecken!
Anbaugebiet: Friaul
Boden: Schottrig-tonig.
Sorgfältige Lese der Pignolo Trauben. Traditionelle Rotweinbereitung mit einer 15-tägigen Mazerationszeit bei circa 25°C. Die Gärung erfolgt im Edelstahltank mit täglichem Umwälzen. Anschließend wird der Wein in Barriques umgefüllt, wo auch der biologischer Säureabbau stattfindet. Schließlich reift der Rotweint im Holzfass noch mindestens 15-18 Monate.
Schon der Name dieser Rebsorte weist auf ihren Charakter hin. Pignolo bedeutet übersetzt pingelig, kleinlich, pedantisch. Erste Aufzeichnungen dieser autochthonen Rebe, die häufig mit Pignoletto verwechselt wird, finden sich im Friaul bereits im 17. Jahrhundert.
Nach der Reblauskatastrophe war sie vom Aussterben bedroht und wurde erst in den 1970er- Jahren reaktiviert. Sie erbringt niedrige Erträge, ist empfindlich gegen Umwelteinflüsse und bedarf intensiver Pflege im Weinberg. Auch deshalb ist die Pignolo Rebe bei den Winzern bis heute unbeliebt. Ihr Anbau beschränkt sich ausschließlich auf die Region Friaul-Julisch-Venetien. Pignolo Varietäten werden eher selten reinsortig vinifiziert. Dann allerdings können sie zu Hochform auflaufen. Unterstützt vom Ausbau in Holz verfügen sie über eine tiefrote Farbe, viel Frucht und samtige Tannine. Dazu Aromen von Pflaumen und Gewürzen und eine knackige Säure, die aber nie aufdringlich wird.