Umani Ronchi
Umani Ronchi steht für Verdicchio und Rosso Conero aus den Marken. Familiengeführt von Michele Bernetti, bewirtschaftet das Weingut exponierte Einzellagen zwischen Adria und Apennin und arbeitet biodynamisch. Fokus sind Verdicchio-Klassiker wie Casal di Sera und Plenio sowie charakterstarke Rotweine. 2024 „Weingut des Jahres“ (Gambero Rosso).
Umani Ronchi
Fonte del Re Lacrima di Morro d'Alba DOC 2023
Der Fonte del Re Lacrima di Morro d'Alba DOC hat einen eigenen Charakter. Intensive Fruchtnoten gehen eine reizvolle Verbindung mit Rosen- und Veilchenaromen ein, zu der sich am Gaumen etwas Würze gesellt. Dieser Rotwein gefällt nicht unbedingt beim ersten Schluck. Herb und mit gutem Tanningerüst überzeugt er durch Intensität und Persistenz. Und erfordert eine wichtige Paarung wie z.B. Wild oder würzige Pasta.
Inhalt: 0.75 l (12.93 € / l)
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Wissenswertes über den Fonte del Re
Die Rebsorte Lacrima di Morro d'Alba ist eine sehr alte autochthone Rebsorte, die nur noch vereinzelt um die Gemeinde Morro d'Alba in den Marken angebaut wird. Den Namen Lacrima (dt. Träne) verdankt sie zum einen der Tropfenform der Trauben. Auch sagt man, dass die reife Beere "weint". Durch die fragile Haut der Lacrima Trauben fallen bei vollem Reifezustand bisweilen Safttropfen herunter. Erst in den 80er-Jahren wurde die Rebsorte vor dem Aussterben gerettet. Und konnte die DOC Appellation erwerben. Typisch für die Lacrima-Weine sind der ausdrucksvolle Veilchen- und Rosenduft und die zart-herbe Bitternote.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 18-19°C.
Lagerung: Den Fonte del Re Lacrima di Morro d'Alba DOC kann man jung trinken, aber auch noch 3-4 Jahre in der Flasche reifen lassen.
Serviervorschlag
Der Fonte del Re Lacrima di Morro d'Alba DOC eignet sich zu jeder Art von Fleischgerichten, auch zu Wild. Auch ein Rosso zu würziger Pasta, zu deftigen Wurstwaren und zu Käse.
So entsteht der Fonte del Re
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Marken
Anbau: konventionell
Boden: Ton- und lehmhaltig.
Herstellungsverfahren
Ernte der Lacrima di Morro d'Alba Trauben von Hand Mitte Oktober. Mazeration mit den Schalen für 9 Tage. Nach Abschluss der alkoholischen Gärung erfolgt die malolaktische Gärung und eine kurze Verfeinerung in Stahl. Bevor der Rotwein in den Verkauf kommt, ruht er noch einige Monate in der Flasche.
Traubensorte
Lacrima di Morro d'Alba al 100%.
So schmeckt der Fonte del Re
Farbe
Intensives Rubinrot mit violetten Reflexen.
Bukett
Kräftige Frucht mit Noten von Rosen, Veilchen und ein Hauch Leder.
Geschmack
Trocken, weich und rund mit vollem Körper. Gut vorhandene, aber nicht aufdringlich Tannine. Langer Abgang.
Kundenbewertungen (3)
Tränen von Morro d´Alba
Ein mystischer Wein mit einzigartigem Rosenbukett - ein Wein für verliebte
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Ungewöhnlich
Ein sehr spannender und nicht typischer Italiener. Erinnert an roten Saumur/ Cabernet Franc. Im Mund warm und etwas Pfeffer auf der Zunge, persistent mit angenehmer Restsäure. Unbedingt mal ausprobieren!
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026wertvoll
Trocken, weich und rund mit vollem Körper und langem Abgang. Ist zu wenig, dieser Wein ist einzigartig, habe noch nie einem Wein genossen der derart samtig und lang anhaltend ist, man kann ihn nur empfehlen damit auch andere Weinliebhaber in diesen Genuss kommen.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Umani Ronchi
Umani Ronchi und Verdicchio und Rosso Conero - für Weinkenner eine Symbiose weit über die Grenzen der Region Marken hinaus. Der schmale Streifen zwischen Adria und Apennin mit seinen idealen klimatischen Verhältnissen bietet beste Bedingungen: Kalkhaltige Böden für Trauben mit roter Schale und tonhaltige Böden für Weißweine.
Michele Bernetti leitet heute Umani Ronchi. Unterstützt von seinem Vater und von einem herausragenden Berater- und Önologenteam, das für die experimentelle Arbeit im Weinberg und in der Kellerei verantwortlich zeichnet. Auch wenn das Weingut mit knapp 3 Millionen produzierten Flaschen eine beachtliche Größe erreicht hat, ist es immer noch ein Familienbetrieb. Mit seinen biodynamischen Anbau- und Vinifizierungsmethoden stellt das Unternehmen seine Innovationsfreude unter Beweis und auch mit dem Erwerb der Kellerei Teramane in den Abruzzen bleibt es seiner Linie treu.
Ausgangspunkt sind eigene Weinberge in fast ausschließlich exponierten Einzellagen. Bei den Weißweinen liegt der Focus auf den Verdicchio Varietäten. Villa Bianca, Casal di Sera, Vecchie Vigne und Plenio, alles reinsortige Verdicchios mit ausdrucksstarkem Terroircharakter. Die Rotweine Serrano, San Lorenzo, Jorio und Podere beweisen die Bedeutung der Rebsorte Montepulciano d'Abruzzo. Der Riserva Campo San Giorgio hebt sich dabei durch Charakter und Einzigartigkeit deutlich ab und gilt als Top-Wein der Kellerei mit höchsten Auszeichnungen.
Dass Umani Ronchi nicht dem Mainstream folgt, zeigen auch Weine aus seltenen autochthonen Rebsorten. Passerin, Pecorino und Lacrima werden ebenso zu terroirtypischen Weinen ausgebaut wie Blends mit den internationalen Rebsorten Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot. Auch hier gelingt der Elite-Kellerei der Spagat zwischen Ausbau der typischen organoleptischen Eigenschaften von Traubensorte und Lage der Weingärten in Küstennähe.
So ist es nicht verwunderlich, dass den Gambero Rosso Auswahl und Komplexität der Weine begeistert. "Ein kohärentes Weinsortiment, kompakt in der Qualität und dennoch gut diversifiziert." Völlig zu Recht prämiert er Umani Ronchi als Weingut des Jahres 2024".
Dr.Gino Umani Ronchi gründete 1957 das gleichnamige Weinbauunternehmen mit dem Ziel, die terroirtypischen Trauben aus den eigenen Weinbergen in der Region Marken zu verarbeiten. Vom Bauernhof zur Kellerei avancierte das Unternehmen aber erst etwa 10 Jahre später, als die Familie Bianchi-Bernetti einen Teil des Gutes erwarb und vererbte Weingärten in erstklassigen Produktionsgebieten mit einbrachte.
Massimo Bernetti übernahm das Management, tätigte zahlreiche Investitionen und ließ in den Folgejahren die Kellereien Castelbellino und Osimo bauen. Castelbellino für die Vinifizierung des Verdicchio und Osimo für den Rosso Conero sowie für die Abfüllung und Lagerung aller Weine. Parallel dazu unterstützten renommierte Önologen die Kellerei bei der Weinbereitung und verhalfen den Rebsorten der Marken zu mehr Geltung und internationalem Ansehen. Auch konnte Massimo immer auf die Forschungsergebnisse der Universität Ancona zurückgreifen, die die Experimentierfreude des Unternehmens unterstützt.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends übernahm Michele Bernetti die Leitung und erweiterte die Kellerei durch den Kauf des Weinguts Colline Teramane in der Nachbarregion Abruzzen. Zu den Vorzeigeweinen Verdicchio und Rosso Conero gesellte sich also noch der Montepulciano d´Abruzzo und topt so das Weinportfolio. Michele zählt zusammen mit seinem Vater zu den Visionären der Weinszene der Region. Er kann auf ein erstklassiges Team zurückgreifen und so die autochthonen Rebsorten in den eigenen Weingärten weiterentwickeln und Weine von größter Authentizität kreieren.