Zero Infinito auch beim Grappa: Der Grappa aus den Solaris-Trestern ohne jeglichen Chemieeinsatz. Wer intensive, fruchtig-aromatische Grappa schätzt, wird diesen hier lieben. Dabei werden die Vanille- und Schokoladenuancen nach 2-3 Jahren noch intensiver. Ein weicher, runder und eleganter Grappa.
Anbaugebiet: Südtirol
Boden: Faedo liegt zwischen einer Porphyrplatte (Vulkangestein) aus der Permzeit und Sandstein-Ablagerungen der Werfen-Formation. In einer Tiefe von 30-100cm finden sich unterschiedliche lehm- und kalkhaltige Erdschichten, die auf einem Mergelkonglomerat liegen.
Unmittelbar nach der Traubenpressung in sauerstofffreier Atmosphäre beginnt die Weiterverarbeitung der Trester. Zunächst werden die ausgepressten Beeren vom Traubenkamm getrennt und dann (nach einer neuen Methode) die Beerenkerne entfernt, die 20-45% des Gesamtgewichts ausmachen. Auf diese Weise wird die Destillation des Traubenkerns, also von Holz und Öl, vermieden. Allein die Beerenhaut wird destilliert, sobald die alkoholische Gärung beendet ist. Das passiert in kleinen nur 4dz fassenden Behältern, um zu hohe Gärtemperaturen zu vermeiden. Gleichzeitig wird die größtmögliche Transparenz der Ursprungstraube garantiert. Die so behandelten Trester werden mittels Wasserbad in der Brennblase (alambicco) erhitzt, die nach jedem Brennvorgang neu gefüllt werden muss. Für die Destillation wird eine sehr moderne Anlage benutzt, an deren Konzeption Mario Pojer und Fiorentino Sandri selbst mitgearbeitet haben. Am Ende des Destillationsprozesses erhält man einen hochalkoholischen Grappa (73°-78°), der in Stahltanks 6 Monate zwischengelagert wird. Vor der Abfüllung wird das Produkt mit Quellwasser auf 48° verdünnt und bei 0° bis -2°C filtriert.
Solaris ist eine Rebsorte mit ausgeprägter Widerstandskraft gegen Pilzerkrankungen. Sie wird auf einem gutdurchlüfteten Steilhang in 800-900m Höhe angebaut. Der Weinberg ist umgeben und geschützt durch einen 50 ha großen Wald. Diese natürliche Barriere fungiert wie eine Schutzweste. Und hier kommt zero = null Chemie zum Einsatz. Auch nicht die im Bio-Anbau erlaubten Kupfersulfate.