Hier gibt die historische Vernaccia
Rebe den Ton an, ergänzt durch den blumig-fruchtigen Vermentino
mit weichem Schmelz. Schon im Glas beeindrucken die sonnengelbe Farbe und der zarte Duft von gelben Blüten, Obst und Honig. Auch am Gaumen zeigt sich der Karmis
genauso einnnehmend und elegant und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Contini
unterstreicht nicht nur mit dieser "einfachen" Variante seine Rolle als Vernaccia Spezialist.
Anbaugebiet: Sardinien
Boden: Teils vulkanischen Ursprungs, teils sandig, leicht lehmig
Lese der Trauben Anfang bis Mitte September. Pressen und Entrappen, Gärung in Edelstahltanks bei kontrollierte Temperatur von 16-18°C. Der Weißwein wird mehrere Monate auf den eigenen Hefen im Stahltank mit häufiger Battonage ausgebaut. Schließlich reift der Bianco noch kurze Zeit in der Flasche.
Der Name dieses IGT (Indicazione di Origine Tipica) Isola dei Nuragh ist auf die vielen mysteriösen kegelförmigen Türme zurückzuführen. Diese entstanden um 1900, sind auf ganz Sardinien verstreut und gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Über ihre Funktion sind sich die Historiker aber bis heute nicht einig, sie reicht von Tempel über Festung bis hin zu Weinlager. Genauso repräsentativ wie die Türme sind die Weine mit dem IGT Etikett für Sardinien: Echte Ausdrucksformen der Insel mit Stil und Charakter.
Viele Rebsorten führen in Italien den Namen Vernaccia. Dieser ist von "vernaculus" abgeleitet, was nichts anderes als "aus dem Ort stammend" bedeutet. Die sardische Variante darf nicht mit dem Namensvetter aus dem toskanischen San Gimignano verwechselt werden. Auf Sardinien wird die Vernaccia Rebe im Flusstal des Tirso auf speziellen Böden alluvialen Ursprungs angebaut. Die ältesten Belege mit Funden von Traubenkernen reichen mehr als 3000 Jahre zurück. Man kann also davon ausgehen, dass Vernaccia zu den ursardischen Weinen überhaupt gehört.