Mit dem Lagrein Trentino DOC Khnott beweist die Cantina di Trento wieder ihr Gespür für den typischen Trentiner Wein. Die Selektion der autochthonen Lagrein Trauben knüpft einen Bogen zu alten Traditionen in Südtirol. Mit seiner ehrlichen Art und vollmundigen Aromatik erweist er sich als würdiger Botschafter dieser alten Kulturlandschaft und mehr als ein würdiger Vertreter der Lagrein-Familie.
Anbaugebiet: Südtirol
Boden: Mineralstoffreicher, sandiger Kalkschotter.
Maischegärung bei kontrollierter Temperatur. Nach dem biologischen Säureabbau wird der Rotwein in Edelstahl ausgebaut. Ein Teil des Lagrein reift in Holzfässern verschiedener Größe von 225 bis 500 Liter.
Der Lagrein ist eine der beiden autochtonen Rebsorten in Südtirol. Sie wurde erstmals urkundlich 1379 erwähnt. In einem Dokument von 1526 forderte Herr Michael Gaismair seine Landsleute aus Südtirol auf, den Lagrein auch im Trentino anzubauen, und zwar auf den offenen Seiten des Tals. Das passt zum Namen des Weins. Khnott im Südtiroler Dialekt bedeutet Fels oder großer Stein. Wie viele Bergbauernhöfe in Südtirol liegt auch dieser Weinberg "auf den Khnotten", auf eher felsigem Gelände. Und diese Lage drückt dem Lagrein aus dem Vallagarina im Alto Adige ihren Stempel auf.
Die robuste Rebsorte liebt ausgiebige Sonnenstrahlen und kalkhaltige Böden. Wahrscheinlich wurde sie auch deshalb im Bozener Becken heimisch. Wobei der Namen sich sowohl vom Ortsteil Gries oder auch vom Vallagarina, dem südlichen Etschtal ableiten lässt. Dabei galt der Lagrein viele Jahrzehnte als reiner Verschnittwein ohne Renomée und drohte von der Bildfläche zu verschwinden. Das Revival gelang erst in den 1980er-Jahren, als immer mehr Kellereien das Potential der Rebsorte erkannten und An- und Ausbau mit striktem Qualitätsbewußtsein forcierten. Die Lagrein-Familie besticht mit ihrer dunklen Farbe, den Beerenaromen, Veilchen und häufig etwas würzigen Noten nach Schokolade oder Tabak.