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St. Pauls

St. Pauls

„Neue Stahltanks in altem Gemäuer“ beschreibt die Kellerei St. Pauls treffend. Über 200 Winzer bewirtschaften 200 ha im Überetsch. Im historischen Keller entstehen dank Gravitation, Holz und Stahl schonend vinifizierte Weine. Vier Linien – von DOC-Klassikern bis zu hochprämierten Selektions- und Alte-Reben-Weinen – spiegeln Terroir und Rebsorte perfekt wider.

St. Pauls

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Lagröll Lagrein Riserva Südtirol DOC 2021

Artikel-Nr.: 2355

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Die Kellerei St. Pauls bezeichnet ihren Lagröll Lagrein Riserva DOC als Nachtschwärmer. Dies ist der einzigartigen Lage des Weinbergs zu verdanken. Aufgrund seiner großen Speicherkapazität kann er den alten Lagrein Reben auch Nachts noch Wärme und Energie liefern. So sammelt dieser Rotwein einen ganzen Strauß Aromen von Beeren, Kirschen, Kräutern, Tabak, Schokolade und Kaffee. Und endet druckvoll in einem langen, kräftigen Finale.

29.00 €

Wissenswertes über den Lagröll Lagrein Riserva

Magröll + Lagrein = Lagröll. Mit diesem Wortspiel ehrt St. Pauls nicht nur den Weinberg, sondern auch die Rebsorte. Der Weinberg mit Südostausrichtung ist ein ausgesprochen wind- und wetterexponierter Hügel. Speichert aber voller Energie die Nachmittags- und Abendsonne. Dazu die alten Rebstöcke des Lagrein, die wegen des Gerölls und des Schotters tief und locker wachsen. Und bis in die Nacht hinein die Wärme der steinigen Hänge aufnehmen.Die Rebsorte Lagrein ist eine der beiden autochthonen Rebsorten Südtirols. Sie wurde erstmals 1379 urkundlich erwähnt und zählt zu den Klassikern dieser beliebten Urlaubsregion. Die robuste Traube liebt ausgiebige Sonnenstrahlen und kalkhaltige Böden. Wahrscheinlich wurde sie auch deshalb im Bozener Becken heimisch. Wobei der Namen sich sowohl vom Ortsteil Gries oder auch vom Vallagarina, dem südlichen Etschtal ableiten läßt. Die Bezeichnung Riserva darf im Alto Adige nur ein Rotwein tragen, der insgesamt 2 Jahre dem Vinifizierungsprozess unterlag. So gewinnen die Riservas ein komplexeres und tiefgründigeres Geschmacksprofil und unterscheiden sich dadurch deutlich von den jüngeren Vertretern der Lagrein- Familie.

Wir empfehlen

Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 16-18°C.

Lagerung: Der Lagröll Lagrein Riserva Südtirol DOC kann noch bis zu 10 Jahre nach der Weinlese reifen. Flasche mindestens 1 Std. vor dem Genuss öffnen.

Serviervorschlag

Der Lagröll Lagrein Riserva DOC passt wunderbar zu kräftigen Wildgerichten und Schmorbraten. Der Rosso begleitet auch After Dinner eine Zigarre oder Zartbitterschokolade.

So entsteht der Lagröll Lagrein Riserva

Anbau & Boden

Anbaugebiet: Suedtirol

Anbau: konventionell

Boden: Ur-Schwemmböden mit unterschiedlichen Schotterschichten und hohem Kalkanteil.

Herstellungsverfahren

Lese der Lagrein Trauben Ende September. Langsame Maischegärung in offenen Holzbottichen. Anschließend reift der Rotwein 15 Monate in Tonneaux und Barriques.

Traubensorte

Lagrein 100%.

So schmeckt der Lagröll Lagrein Riserva

Farbe

Sattes Rubinrot.

Bukett

Facettenreicher Duft nach schwarzen Kirschen, Waldfrüchten und Almkräutern. Untermalt von Noten der Zartbitterschokolade und Kaffee.

Geschmack

Die Aromen finden sich auch am Gaumen wieder, kombiniert mit röstigen Aromen und feinkörnigem Tannin. Rund und füllig mit feiner süßlicher Gerbstoffstruktur und schier endlosem Abgang.

Kundenbewertungen (1)

Der Jahrgang 2016 ist sehr zu empfehlen !

Inhaltsvoller Wein und zu jeder Mahlzeit oder danach trinkbar !

Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026

Empfehlung: Ja

Preis-Leistung: Excellent

Gesamtbewertung:

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Das Weingut: St. Pauls

„Neue Stahltanks in altem Gemäuer“. Mit dieser Symbiose zwischen Tradition und modernster Kellertechnik lässt sich die südtiroler Kellerei St. Pauls aus Südtirol wohl am besten beschreiben. Im historischen Gewölbekeller bringen neben den Stahltanks auch große Holzfässer und kleine Barriquefässer die individuellen Eigenschaften jeder Weinsorte zur Geltung. Im über 100 Jahre alten Gebäude mit seinen 4 Stockwerken profitiert der Kellermeister von der seit jeher angewandten Gravitationstechnik. So kann jede einzelne Rebsorte sorgfältig verarbeitet und besonders schonend vinifiziert werden.
Über 200 Winzerfamilien zählt die Genossenschaft St. Pauls heute. Diese bewirtschaften knapp 200 Hektar, die vorwiegend im Überetsch auf 300 - 700m ü.M. liegen. Hier ändern sich die Bodenverhältnisse praktisch mit jedem Schritt. Und ermöglichen so Rotweine und Weißweine unterschiedlichster Ausprägung und Komplexität.
Die Weinpalette umfasst 4 Linien. Die Linie Paul IGT, in rot und weiss vinifiziert, sind Cuvées aus den typischsten Rebsorten des Alto Adige. Bei den DOC Weinen der klassischen Linie steht die einzelne südtiroler Rebsorte im Mittelpunkt. Die Weißweine aus Chardonnay, Weißburgunder, Pinot Grigio, Gewürztraminer und Goldmuskateller baut die Cantina größtenteils reinsortig aus.
Herausragend die Selektionsweine. Diese wurden zusätzlich noch über ihre Herkunft charakterisiert. So klangvolle Namen wie Fuxberg, Plötzner, Löss, Gfill verdeutlichen den Focus auf Lage und Weinberg. Eine absolute Sonderstellung gehört der Linie "Alte Reben". Kalkberg Weißburgunder und Schliff Sauvignon sowie die Rotweine Lagröll Lagrein und Lehmont Pinot Noir sind regelmäßig auf den Hitlisten aller namhafter Weinkritiker zu finden.
Zusätzlich hat die Cantina jeden ihrer Selektions- und alte Reben Weine noch mit prägnanten Eigenschaften tituliert. Auch mit dieser fast lyrischen Beschreibung der Symbiose von Weinberg, Rebe und Wein stellt das Weingut seine Hingabe für den Weinbau unter Beweis: Wein ist ein Stück Lebensfreude, vom ersten Tropfen an.

Man schreibt das Jahr 1907. 36 Bauern aus St. Pauls, Missian, Eppan Berg und Unterrain im Alto Adige gründen die Kellereigenossenschaft St. Pauls. Die Vision: Miteinander Wein leben und für andere erlebbar machen.
Im ersten Genossenschaftsjahr war Flexibilität gefragt. Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes wurde die Ernte sowohl in privaten Weinhöfen als auch im angemieteten Keller des Gasthauses „Schwarzer Adler“ untergebracht. Dann, endlich, standen den Initiatoren zwei übereinanderliegende Keller, ein Gärkeller und ein Arbeitsraum, eine Kanzlei sowie eine Kellermeister-Wohnung zur Verfügung. Beim 50-jährigen Bestehen 1957 zählte das Unternehmen bereits 141 Mitglieder.
Die Folgejahre waren geprägt von Investitionen. Von der vollautomatischen Flaschenfüllanlage über mehrere Gebäudeerweiterungen, modernste technische Anlagen bis hin zur Kellerausstattung mit Stahltanks. Bis heute hat sich der Erneuerungsdrang und die stete Weiterentwicklung erhalten, bedingt vor allem durch die Ausweitung der Produktion. Erst 2021 wurden die Büroräume erweitert und verlegt und ein neuer Verkostungsraum eingerichtet.
Was blieb sind die alten Gemäuer der Weinkeller. Hier liegen nicht nur die modernen Stahltanks, sondern auch alte große Holzfässer. Und daneben die kleinen Eichenfässer, in denen die Rot- und Weißweine perfekt reifen können. Eine Kuriosität: Der Sekt Praeclarus wird seit den 70er Jahren in einem ausgedienten Bunker aus dem 2. Weltkrieg hergestellt und gelagert.
Die Vision hat sich erfüllt. Heute gehören der geselligen Gemeinschaft der Kellerei über 200 Mitglieder aus der Landwirtschaft und gut zwei Dutzend Mitarbeiter an. Seit Generationen, für Generationen, teilen sie die Freude am Wein Tag für Tag.