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Kellerei Kaltern

Kellerei Kaltern

Die Cantina Kaltern ist die größte Winzergenossenschaft Südtirols mit rund 650 Mitgliedern und 480 Hektar Weinbergen rund um den Kalterer See. Kleine Parzellen, besondere Einzellagen und das Zusammenspiel von Terroir und Rebsorte prägen die Qualität. Autochthone und internationale Sorten sowie Spitzenlinien wie Quintessenz sichern internationales Ansehen.

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Lareith Lagrein Riserva DOC 2022

Artikel-Nr.: 2050

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Gut Ding braucht Weile! Dies zeigt sich beim Lareith Lagrein Riserva DOC der Cantina Kaltern. Nach mehr als 12 Monaten in verschiedenen Barriques begeistert dieser Rotwein mit vielschichtigem Duft und dichter cremiger Textur mit weichen Tanninen. Ein echtes Schwergewicht unter den Lagrein Riservas und ein würdiger Vertreter der Vorzeigerebsorte in Südtirol.

18.50 €

Wissenswertes über den Lareith Lagrein

Die Rebsorte Lagrein ist eine der beiden autochthonen Rebsorten Südtirols. Sie wurde erstmals 1379 urkundlich erwähnt und zählt zu den Klassikern dieser beliebten Urlaubsregion. Die robuste Traube liebt ausgiebige Sonnenstrahlen und kalkhaltige Böden. Wahrscheinlich wurde sie auch deshalb im Bozener Becken heimisch. Wobei der Namen sich sowohl vom Ortsteil Gries oder auch vom Vallagarina, dem südlichen Etschtal ableiten läßt. Dabei galt der Lagrein viele Jahrzehnte als reiner Verschnittwein ohne Renomée und drohte von der Bildfläche zu verschwinden. Das Revival gelang erst in den 1980er-Jahren, als immer mehr Kellereien das Potential der Rebsorte erkannten und An- und Ausbau mit striktem Qualitätsbewußtsein forcierten. Die Lagrein-Familie besticht mit ihrer dunklen Farbe, den Beerenaromen, Veilchen und häufig etwas würzigen Noten nach Schokolade oder Tabak.Die Bezeichnung Riserva darf im Alto Adige nur ein Rotwein tragen, der insgesamt 2 Jahre dem Vinifizierungsprozess unterlag. So gewinnen die Riservas ein komplexeres und tiefgründigeres Geschmacksprofil und unterscheiden sich dadurch deutlich von den jüngeren Vertretern der Lagrein- Familie.

Wir empfehlen

Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei Raumtemperatur von ca.18°C.

Lagerung: Der Lareith Lagrein Riserva DOCWein kann noch bis zu 3-5 Jahre nach der Weinlese reifen.

Serviervorschlag

Der Lareith Lagrein Riserva DOC passt zu vielen dunklen geschmorten Fleischarten und zu würzigem Hartkäse. Der Rotwein behauptet sich besonders gut neben deftigem Wild.

So entsteht der Lareith Lagrein

Anbau & Boden

Anbaugebiet: Suedtirol

Anbau: konventionell

Boden: lehmig-sandiger Kalkschotterboden.

Herstellungsverfahren

Sorgfältigen Lese der Lagrein Trauben. Maischegärung mit langer Mazerationszeit von 2 Wochen bei 28°C. Schon der biologische Säureabbau erfolgt im Barrique. Danach wird der Rotwein mindestens 12 Monate in Barriques ausgebaut. Davon ca. davon 1/3 in neuen Fässern. Abfüllung nach leichter Filtration.

Traubensorte

Lagrein 100%.

So schmeckt der Lareith Lagrein

Farbe

Dunkles Rot mit violetten Reflexen.

Bukett

Feine Frucht in der Nase, nach reifen schwarzen Beeren, etwas Unterholz und Kakao.

Geschmack

Dicht und cremig im Mund, feinkörniges Tannin im langen Abgang.

Jahrgang 2022:

Kundenbewertungen (2)

Es ist ein schöner Lagrein

Es ist ein schöner Lagrein, der eher in die kraftvolle Richtung spielt. Eventuell fehlt ein wenig Finesse, wobei man da einräumen muss, dass der Wein noch jung ist und in den kommenden zwei, drei Jahren sicher noch zulegt.

Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026

Empfehlung: Ja

Preis-Leistung: Excellent

Gesamtbewertung:

alles bestens

alles bestens

Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026

Empfehlung: Ja

Preis-Leistung: Excellent

Gesamtbewertung:

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Das Weingut: Kellerei Kaltern

Die Kellerei Cantina Kaltern ist die größte Winzergenossenschaft in Südtirol. Sie zählt ca. 650 Mitglieder, die insgesamt 480 Hektar Weinberge bewirtschaften. Die meisten sind Winzer im Nebenerwerb und besitzen weniger als 1 Hektar Land, pflegen ihre Weinberge aber mit Akribie und Passion. Unter diesen ca. 1100 Weingärten befinden sich auch ganz besondere Lagen. Historisch gewachsen und prädestiniert für bestimmte Rebsorten. Vial, Wadleith, Lavason, Trifall, Garnellen, See, Palurisch und Putzmauer, alles klassische Weinberge rund um den Kalterer See. Autochthone Rebsorten wie Lagrein oder Vernatsch liefern sich hier ein Kopf- an Kopf-Rennen mit internationalen Gewächsen wie Chardonnay, Pinot oder Merlot.
Die kleine Parzellierung ermöglicht nicht nur familiäre Betriebsstrukturen. Auch die Symbiose von mikroklimatischer Bodenbeschaffenheit, klimatischen Einflüssen, Erziehungsform und Rebsorte wird optimiert. Dass dieses Zusammenspiel perfekt funktioniert, beweist die Top-Linie Quintessenz. Sowohl der Kalterersee Classico Superiore als auch der Cabernet Sauvignon Riserva und Weissburgunder der Linie Quintessenz werden jedes Jahr von der internationalen Weinpresse gefeiert.
Auch mit ihren Selektionsweinen zeigt die Kellereigenossenschaft die hohe Kunst des Weinbaus. Einzellagen Varietäten wie Vial Weißburgunder DOC und Stern Sauvignon DOC oder die berühmten Campaner spiegeln auf markante Art ihre Verbindung zum Anbaugebiet. Eine Sonderstellung nehmen die edel-süßen Rosenmuskateller (Moscato rosa) und Goldmuskateller (Moscato Giallo) ein. Beide reifen auf der Feinhefe und sind begehrte Aperitifs oder willkommene Begleiter für Desserts.
Die Mitglieder der südtiroler Genossenschaft Kellerei Kaltern sind in die Arbeit in der Kellerei, in Verkostungen, in Entscheidungen über den Ausbau und in die Vinifizierung mit eingebunden. Für sie ist die Arbeit im Weinberg zugleich Ansporn. So bewirtschaftet eine Gruppe von sensiblen Vordenkern ihre Weingärten nach biodynamischen Prinzipien und nimmt damit eine Vorreiterrolle in ganz Südtirol ein. Der Status der Mitglieder geht weit über den des reinen Traubenlieferanten hinaus und gilt als Garant für die Identifizierung der einzelnen Weinbauern mit "ihrer" Kellerei.

Die Geschichte der Kellerei Kaltern beginnt schon im Jahr 1900. Zielstrebige und motivierte Weinbauern gründen einen Produktions-, Vertriebs- und Vermarktungsbund, der das Gedankengut von Friedrich Wilhelm Raiffeisen verkörpert. Dadurch legten sie den Grundstein für ein Betriebskonzept, das viele Noch-Nicht-Mitglieder faszinierte und anspornte. Es wurden neue Genossen aufgenommen, die Firmierung variierte und Privatkellereien schlossen sich an.
Um die Jahrhundertwende war Südtirol die Weinschatzkammer der österreichischen Monarchie und die Genossenschaftskellerei Kaltern Haus- und Hoflieferant der kaiserlichen Habsburger. Die Situation änderte sich schlagartig mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs. Wie die Südtiroler Weinproduzenten insgesamt, verlor auch Kaltern seine traditionellen Abnehmer. Die Rebfläche reduzierte sich von 11.000 auf 5.000 Hektar. Erst in den 50er Jahren war der Export in die traditionellen Märkte, jetzt vor allem Deutschland und Österreich, wieder möglich.
In den achtziger Jahren erlebte der Weinbau um den Kalterer See neuerlich eine geradezu revolutionäre Veränderung. Als eine der ersten Regionen in Italien erkannte man veränderte Konsumgewohnheiten. Eine Hinwendung zur Qualität war das Gebot der Stunde. In der Folge reduzierte sich die jährliche Produktionsmenge um mehr als die Hälfte. Neuerliche Fusionen mehrerer kleiner Genossenschaften brachten know-how und vor allem zusätzliche Weingärten in exquisiten Lagen.
Unter der Führung des Önologen Helmuth Zozin wurde die "Qualitätsgruppe" gegründet. Selektionen von Kleinlagen und gesonderte Abfüllungen führten zur Geburtsstunde für Top Weine. Die ehemals 5 Kellereien konzentrierten sich auf ihre Leitsorten: Kalterer See bzw. Vernatsch, Weißburgunder bzw. Pinot Bianco, Sauvignon, Cabernet Sauvignon und Goldmuskateller.
2016 haben sich die zwei Winzergenossenschaften der Gemeinde Kaltern zur neuen Kellerei Cantina Kaltern zusammengeschlossen. Mehr als 600 Miglieder bewirtschaften nun etwa 480ha Weinberge. Sie sorgen dafür, dass Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit, den klimatischen Bedingungen und den Anbaumethoden zu einem Portfolio an Weinen führen, das die gesamte Weinwelt Südtirols repräsentiert.