Casale del Giglio
Casale del Giglio liegt in Le Ferriere im Latium südlich von Rom und steht für pionierhaften Weinbau jenseits klassischer Rebsortengrenzen. Auf vulkanischen Böden entstehen internationale und autochthone Weine, unterstützt von moderner Kellertechnik und Forschung. Vielfalt, Innovationsgeist und hohe Qualität verschaffen dem Weingut internationale Anerkennung.
Casale del Giglio
Mater Matuta Lazio Rosso IGT 2017
Hochelegante Komposition aus den beiden großen Rebsorten Syrah und Petit Verdot. Der Mater Matuta Lazio Rosso IGT präsentiert einen distinguierten Körper mit üppiger, komplexer Aromatik. Reife Tannine vereinen sich mit würzig-fruchtigen Noten, die das Können der Winzer von Casale del Giglio beweisen. Ein Klassiker der italienischen Weinkunst mit vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen.
Inhalt: 0.75 l (65.33 € / l)
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Wissenswertes über den Mater Matuta
Der Name Mater Matuta ist auf die antike italienische Schutzgöttin, die Göttin der Morgenröte, des werdenden Lebens und der Fruchtbarkeit zurückzuführen. Die Verehrung als Heilgottheit war besonders in Mittelitalien verbreitet. Noch heute erinnern Reste des berühmten Tempels der antiken Stadt Satricum bei Le Ferriere (Latina) an sie. Der Rotwein Mater Matuta ist eine einzigartige Assemblage der Rebsorten Syrah und Petit Verdot mit Syrah als dominante Rebe. Die Diva unter den Rebsorten reagiert empfindlich während der Blütezeit und verlangt ein gutes Gefühl beim Lesezeitpunkt. Auch deshalb läßt Casale del Giglio die Syrah Trauben manchmal antrocknen. Dafür bringt sie ein wahres Aromen-Potpuorri nach schwarzen Früchten und Gewürzen und sorgt mit weichen Tanninen für Samtigkeit und Weichheit. Die Rebsorte Petit Verdot wurde erstmalig im 18. Jahrhundert in Bordeaux erwähnt. Weil sie hier relativ selten ausgereift war, bekam sie den Namen "Kleiner Grünling". Im Agro Pontino dagegen führen hohe
Lichtintensität, stete Meeresbrise und warme Böden zu einer vollständigen Reife der Trauben. Und mit ihrem hohen Tannin- und Säuregehalt kann der kleine Anteil Petit Verdot zu Frische und zu einer Struktur beitragen, die eine lange Lagerungszeit ermöglicht.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 18-20°C.
Lagerung: Der Mater Matuta Lazio Rosso IGWein kann noch 8-10 Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Der Mater Matuta Lazio Rosso IG passt ausgezeichnet zu wichtigen Hauptgerichten auf Basis von rotem Fleisch. Genießen Sie den Rotwein zu Pasta mit kräftigem Sugo, zu Wildhase oder zu regionalen Spezialitäten.
So entsteht der Mater Matuta
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Latium
Anbau: konventionell
Boden: Vulkanische Böden, reich an Kalium, Phosphor und Spurenelementen.
Herstellungsverfahren
Leser der Trauben beider Rebsorten jeweils zum perfekten Reifezeitpunkt. Manchmal werden die Syrah-Trauben leicht angetrocknet. Jede Sorte wird unterschiedlich vergoren. Der Syrah gärt 18–20 Tage mit natürlichen Hefen und eingetauchtem Tresterhut, der insbesondere zu Beginn der Gärung aufgebrochen wird. So verleiht der Syrah dem Wein Mater Matuta Komplexität und Charakter mit weichen Tanninen und intensiven Aromen von Herzkirschen und Gewürzen. Für die Gärung des Petit Verdot werden Hefen eingesetzt, die durch regelmäßiges Untertauchen des Tresterhutes die größtmögliche Ausbeute an Gerbstoffen ermöglichen. So entsteht ein Petit Verdot mit mächtigem Körper und einer Struktur, der sich für eine lange Alterung bestens eignet. Dann werden die Jungweine sorgfältig abgezogen. Hier werden die Traubenschalen nicht gepumpt, sondern allein durch die Schwerkraft bewegt. Danach kommen die Weine getrennt
voneinander für 22-24 Monate in neue Barriquefässer. Nach der Vermählung reift die Cuvée weitere 10-12 Monate in der Flasche.
Traubensorte
Syrah 85% und Petit Verdot 15%.
So schmeckt der Mater Matuta
Farbe
Tiefdunkles Rubinrot.
Bukett
Komplex und vielschichtig mit großer Persönlichkeit. Dunkle Kaffeebohnen, blumige Veilchen, fruchtig-reife Weichselkirschen und schließlich die Abrundung durch eine kräftige Gewürznote mit Koriander, Muskatnuss und Zimt.
Geschmack
Elegant und einizigartig mit viel Fülle, die durch eine perfekte Gerbstoff- Dramaturgie umgarnt und verführt und die von einer präsenten Frische unterlegt ist; opulentes und langes Finale.
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Das Weingut: Casale del Giglio
Die gesamte Weinwelt in einem Weingut: Viognier, Syrah, Shiraz, Petit Manseng, Petit Verdot, Tempranillo… Man könnte meinen, sich im Rhônetal oder im Südwesten Frankreichs, in Bordeaux, in Spanien oder sich gar in Australien aufzuhalten. Aber wir befinden uns tatsächlich in Italien. Genauer gesagt bei Casale del Giglio in Le Ferriere in Latium, etwa 50 km südlich von Rom.
Es war ein Wagnis, hier in einem ehemaligen Sumpfgebiet, einem Weinbau-Neuland, die allgemein gültige Theorie von autochtonen Rebsorten in Frage zu stellen. Es war ein Wagnis, Anbau-Praktiken aus Bordeaux, Australien und Kalifornien einzusetzen. Und es war ein Wagnis, weg vom Mainstream durch begrenzte Erträge und beste Kellertechnik auf hochwertige Qualitätsweine zu setzen.
Der Pioniergeist hat sich ausgezahlt. Die Rebsortenprojekte unter Mitwirkung des Önologen Paolo Tiefenthaler und engagierter Wissenschaftler brachten auf den vulkanischen Böden in bis zu 400m Höhe beste Ergebnisse.
Bei den Weißweinen umfasst das Sortiment auch autochthone Rebsorten. Faro della Guardio IGT, auf Ponza kultivierter Biancolella und der hochprämierte Antium Bellone Lazio IGT. Darüber hinaus beweist die Kellerei, dass Sauvignon und Chardonnay nicht nur in Norditalien, sondern auch als Lazio IGT erfolgreich ausgebaut werden können. Auch die Cuvée Satrico IGT mit kleinem Anteil Trebbiano Giallo begeistert Weinkritiker regelmäßig. Die seltenen Rebsorten Petit Manseng und Viognier vervollständigen das Protfolio und gelten bis heute als Exoten im Weinbau des Latium.
Die Rotweine von Casale del Giglio verbindet die äußerst aufwendige Arbeit im Keller. Das gilt für den autochthonen Cesanese genauso wie für die internationalen Sorten Merlot, Shiraz (Syrah), Petit Verdot, Cabernet Sauvignon und den spanischen Tempranillo. Eine Sonderstellung nimmt der Rosso Mater Matutata ein, der einer antiken Göttin gewidmet ist. Noch heute kann man Überreste ihres Tempels in der Nähe von Le Ferriere, dem Sitz des Unternehmens bewundern.
Nicht von ungefähr tauchen praktisch alle Weine der Kellerei regelmäßig in den Hitlisten aller führenden Weinkritiker auf. Die Vielfalt der Etiketten und deren ausgeprägte Buketts sind ein wahres Schlaraffenland für eingefleischte Weinfans und solche, die es werden wollen. Zumal mit diesem interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis!
Im März 1914 gründen die Brüder Santarelli in der Gemeinde Amatrice die Firma ;Ditta Bernardino Santarelli & Figli. Namensgeber war Vater Bernardino, der immer schon mit Wein gehandelt hatte. In den Folgejahren ziehen die Brüder nach Rom und eröffnen auf der Piazza Capranica das erste Geschäft Vini ed Olii. Der Verkauf von Weinen und Ölen blüht und bald besitzen die Geschwister 12 Geschäfte über ganz Rom verstreut.
Erst 1955 aber gründet Dino Santarelli, einer der Enkel von Bernardino, in Rom eine Firma, die sich der Abfüllung der klassischen Weinsorten Latiums widmet. Die Weine werden hauptsächlich in Rom verkauft, aber auch ins Ausland exportiert, vor allem nach Kanada.
Es war auch Dino Santarelli, der 1967 selbst in die Weinproduktion einstieg und Casale del Giglio in Le Ferriere gründete. Der Name Haus der Lilie nimmt Bezug auf die Vegetation im Agro Pontino. Dino erkennt das Potenzial dieses ehemaligen Sumpfgebiets in der Provinz Latina südlich von Rom. Der unberührte, fruchtbare Landstrich ohne weinbauliche Vergangenheit eignete sich ganz besonders dazu, Neues im Rahmen des Machbaren zu versuchen.
Gemeinsam mit seinem Sohn Antonio wurde 1985 das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Casale del Giglio ins Leben gerufen. Unterstützt von namhaften Professoren und Forschern des Latium und unter Mitarbeit des genialen Önologen Paolo Tiefenthaler wurden 60 verschiedene Rebsorten im Agro Pontino angepflanzt. Mit dem Ergebnis, dass nicht nur der autochthone Cesanese, sondern auch internationale Reben wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot hier höchst interessante Weine liefern können.
Der große Pioniergeist machte sich bezahlt. Santarelli beschritt neue Wege, weg von den unspektakulären Weinen der Region Latium und hin zu Rot- und Weißweinen mit Charakter. In kürzester Zeit eroberte die Kellerei den Weinmarkt in Rom und Umgebung und machte sich auch einen Namen auf nationaler und internationaler Ebene.
So konnte die Familie Santarelli 2014 voller Stolz auf das 100-jährige Jubiläum in der Weinwelt Latiums zurückblicken. Die Läden in Rom wurden übrigens im Laufe der Zeit alle verkauft; nur der Laden auf der Piazza Capranica wird 1991 in ein Restaurant umgewandelt. Er ist noch heute in Familienbesitz.