Wenn Steine einen Geschmack hätten, würde sie wie "Meridia" schmecken! Schon in der Nase entwickelt der Verdicchio eine komplexe mineralische Textur, mit feiner Fruchtnote untermalt. Dies zeigt sich auch am Gaumen: herzhaft, lang, trocken und vollmundig. Der Meridia Verdicchio di Matelica überzeugt als bedeutender und komplexer Weisswein. Für diejenigen, die es lieben, Weine zu probieren, denen man "zuhören" muss.
Anbaugebiet: Marken
Boden: Kalkhaltige und mineralische Böden.
Ernte der Verdicchio Trauben im September bei optimalem Reifegrad. Sanftes Pressen und Gärung bei kontrollierter Temperatur von 18°C
für die Dauer von ca. 30 Tagen. Besonderheit: Die Reifung erfolgt für 15 Monate in verglasten Zementfässern. Dadurch kommen die mineralischen und würzigen Eigenschaften besonders gut zur Geltung.
Bereits den Etruskern war Verdicchio bekannt. Der Legende nach soll Westgotenkönig Alarich I. seinem Heer im Jahr 410 vor der Eroberung Roms Verdicchio-Wein zur Stärkung gegeben haben. Erste urkundliche Nachweise für den Anbau der Rebsorte in Marken stammen aus dem 14. Jahrhundert.
Der Anbau von Verdicchio Reben gilt als anspruchsvoll. Sie brauchen das vom Meer geschützte Mikroklima, reagieren aber empfindlich auf zu große Hitze. Der Qualitätssprung der Verdicchio Weine ist vor allem dem Engagement der Winzer in den Marken zu verdanken. Die grünen Beeren (verde=grün) sorgen auch im Glas für grünliche Reflexe. Am Gaumen duftig und armomatisch, ergänzt durch eine elegante Säurestruktur und die charakteristische Mandelnote.
Die wichtigsten Anbaugebiete für Verdicchio sind die Gebiete Castelli di Jesi und Matelica. Während rund um das malerische Städtchen Jesi sandige und lehmige Böden vorherrschen, bietet Matelica eher kalkhaltige und mineralische Böden und ein raueres Mikroklima eingebettet in die Apenninen. Dies verleiht dem Wein eine elegantere Säure, mehr Mineralik und größeres Reifepotential.