Pojer e Sandri
Pojer e Sandri bewirtschaftet seit 1975 am Faedo-Hügel zwischen Etsch- und Cembratal 33 ha Rebfläche. Hügellagen bis 750 m, kalkhaltige Böden und Gardaseewinde prägen authentische Weine. Autochthone und internationale Reben, innovative Cuvées, Spumante, sortenreine Grappas und Projekte wie der zusatzfreie Zero Infinito machen das Weingut zur Ideenschmiede des Trentino.
Pojer e Sandri
Merlino Rosso Fortificato 0,5l
Dieser Likörwein ist eine Rarität: Merlino Rosso Fortificato. Hier treffen sich teilvergorenen Lagrein-Trauben sowie das weingutseigene Aushänge-Destillat Divino. Aufwendigst vinifiziert und zeitintensiv ausgebaut. In der Nase sehr dichte und intensive Aromen. Am Gaumen ausgesuchte Harmonie zwischen Wärme, Weichheit und Süße. So einen Wein gibt es kein zweites Mal in Italien!
Inhalt: 0.50 l (57.00 € / l)
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Wissenswertes über den Merlino Rosso Fortificato
Dieser Vino fortificato bzw. Likörwein entsteht aus teilvergorenen Lagreintrauben mit Zusatz vom mehr als 10 Jahre alten Branntwein Divino. Dieser stammt seinerseits aus den zwei heimischen Trauben Vernatsch und Lagrein. Es ist der erste Wein dieser Art in Italien. Die Zahlen auf dem Etikett geben die Jahrgänge des Weines und des Branntweines an. Der Wein stammt aktuell aus der Ernte 2022 und der Branntwein Divino aus dem Jahr 2009, also 22/09 (Flaschenabbildung abweichend).
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Süßwein bei 12-13°C in einem Dessert-Weinglas.
Lagerung: Der Merlino Rosso Fortificato 0,5l kann noch viele Jahre reifen.
Serviervorschlag
Merlino Rosso Fortificato 0,5l ist der perfekte Dessertwein zu Desserts aller Art, hervorragend zu Erdbeeren oder Schokolade. Auch ein Likörwein für abendliche Gespräche, zum Meditieren oder als Abschluss eines Essens.
So entsteht der Merlino Rosso Fortificato
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Suedtirol
Anbau: konventionell
Boden: Faedo liegt zwischen einer Porphyrplatte (Vulkangestein) aus der Permzeit und Sandstein-Ablagerungen der Werfen-Formation. In einer Tiefe von 30 cm – 1 m finden sich unterschiedliche lehm- und kalkhaltige Erdschichten, die auf einem Mergelkonglomerat liegen.
Herstellungsverfahren
Der Lagrein wird sehr reif geerntet. Vollständig vergoren würden die Trauben einen Wein mit 13,5° Alkohol ergeben. Sie lagern zunächst 1-2 Tage in einer Kühlzelle und werden dann entrappt. Die fast unverletzten Beeren fallen direkt in einen Behälter, in dem sie 5-6 Tage bei niedriger Temperatur mazerieren, um die Aromaausbeute zu vergrößern. Danach startet die Gärung. Sie wird durch Zusatz des Branntweins unterbrochen, sobald der entstehende Wein 4–5° Alkohol enthält. In dieser Phase ist es wichtig, den Branntwein so unterzumischen, dass der Wein nicht brandig wird. Deshalb wird das Destillat auf –10 bis –15°C heruntergekühlt und Branntwein zugesetzt, bis der Alkoholgehalt des Merlino bei 20° liegt. Hefen und Bakterien sterben ab, der noch nicht vergorene Zucker der Lagreintrauben (100–120 g/l) vergärt nicht weiter und die Frucht-und Aromastoffe bleiben erhalten. Nach einigen Tagen wird der Merlino in Holzfässer gefüllt, in denen vorher der Divino lagerte. Abfüllung nach der Klärung nach ca. 8-10 Monaten.
Traubensorte
Lagrein.
So schmeckt der Merlino Rosso Fortificato
Farbe
Intensives Violett.
Bukett
Komplex und sehr vielschichtig nach kleinen Früchten, insbesondere Marasca-Kirsche, Brombeere, Schwarze Johannisbeere in Kombination mit würzigen Noten, Vanille, Kaffee und Kakao.
Geschmack
Warm, süß, sehr strukturiert und von großer Harmonie.
Jahrgang :
Kundenbewertungen (1)
Super Auswahl und schnelle Lieferung
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Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Pojer e Sandri
Das Weingut Pojer e Sandri blickt seit der Gründung im Jahr 1975 auf eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Zwischen dem Etschtal und Cembratal auf dem Faedo-Hügel bewirtschaftet die Azienda Agricola im Einklang mit der Natur insgesamt 33 Hektar Rebfläche. Hier gedeihen hochwertige Weine mit unverwechselbar authentischem Charakter. Charakter haben auch die Etiketten, die Motive von Dürer zieren, der diese Gegend selbst bereiste. Sie bilden das "passende Gewand für ein authentisches, innovatives und autochthones Produkt", so Fiorentino Sandri.
Die Weinberge liegen in Hügellagen zwischen 250 und 750 Meter Höhe und zeichnen sich durch lehm- und kalkhaltige Böden aus. Mit einem Alter von 25-30 Jahren sind gerade die älteren Rebanlagen in den Steilhängen echte Herausforderungen für die Winzer. Alle Weingärten aber profitieren von den Winden des nahegelegenen nördlichen Gardasees.
Während in den tiefen Lagen die roten Rebsorten Cabernet, Merlot und Lagrein wachsen, sind die höher gelegenen Weinberge mit weißen Reben bestückt: Nosiola, Traminer, Chardonnay, Riesling und Müller Thurgau finden hier ideale Bedingungen vor. Auch der Pinot Nero wächst hier, aus dessen Trauben ein exzellenter Spumante Classico entsteht.
Von Anfang an haben die Freunde zudem in der hauseigenen Destillerie feine Grappa aus einzelnen Rebsorten gebrannt und zählten damit zu den ersten im Trentino. Wenig überraschend, denn Pojer e Sandri gelten als Ideenschmiede und sind bekannt dafür, unkonventionelle Wege zu gehen. Im Cembratal bspw. wachsen jeweils 5 weiße und 5 rote Rebsorten für die Cuvée Besler Biank und Besler ross, ausgebaut im alten Holzfass.
Das jüngste Projekt ist der Zero Infinito – die unendliche Null. Ein Wein, der ohne künstliche Eingriffe entsteht, weder im Weinberg noch im Weinkeller: null Schwefel, null gefriergetrocknete kommerzielle Hefen, null Klärmittel, null Filtrationen, null Antioxidantien, voller Geschmack! So überrascht die Azienda Agricola durch natürliche Anbautechniken und innovative Ideen immer wieder mit trinkigen Weißweinen, vollmundigen Rotweinen und Schaumweinen. Wir sind gespannt auf die nächste Rarität.
Die beiden Jungwinzer Mario Pojer und Fiorentino Sandri gründeten 1975 das Weingut Pojer und Sandri. Sandri hatte gerade zwei Hektar Weinberge geerbt, während Pojer sein Studium an der Weinbauschule in San Michele All’Adige abgeschlossen hatte. Also taten sich beide zusammen, um eine Vision umzusetzen: Naturnaher Anbau hochwertiger Weine in einer Zone im Trentino, die bis dahin nicht gerade berühmt für den Anbau von Qualitätsweinen war.
Schon der erste Wein setzte Maßstäbe. Ein 75er außergewöhnlicher Palai Müller-Thurgau mit duftigem Bouquet und finessenreicher Aromatik. Auch die darauf folgenden Chardonnay und Nosiola Kredenzen ließen aufhorchen und begeisterten Weinfreunde und Weinkritiker gleichermaßen. Gleichzeitig bildeten sich die beiden, im positivsten Sinne, Weinverrückten kontinuierlich fort und blickten weit über ihren Tellerrand hinaus. Sie besuchten andere Weingüter und Weinregionen, um neue Techniken und Denkweisen kennenzulernen, die dann an die Trentiner Verhältnisse angepasst wurden.
Dank der schnellen Erfolge konnten die beiden Weinpioniere ihre Cantina kontinuierlich ausbauen. Viele innovative Ideen wurden umgesetzt, um technische und naturbedingte Herausforderungen zu bewältigen. So entwickelten sie ein inzwischen patentiertes Verfahren, das die Trauben in sauerstofffreier Atmosphäre verarbeitet. Alles ist darauf ausgerichtet, den Sortencharakter der einzelnen Reben zu bewahren.
Inzwischen ist die 2. Generation bei der Azienda Agricola eingestiegen. Gemeinsam bewirtschaften sie 33 Hektar Weinberge in verschiedenen Gemeinden in Faedo und im Cembratal. Neben der Weinbereitung verstehen sich Mario und Fiorentino auch auf die Herstellung raffinierter Grappa, die sie rebsortenrein destillieren. Die Brennerei wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach erneuert und ist heute ein wichtiges zweites Standbein.
Pojer e Sandri haben die Entwicklung des Weins in den Dolomiten maßgeblich geprägt. Und obwohl sie mittlerweile eine Fangemeinde auf der ganzen Welt haben, kann das Weingut noch als Geheimtipp gelten.