Casale del Giglio
Casale del Giglio liegt in Le Ferriere im Latium südlich von Rom und steht für pionierhaften Weinbau jenseits klassischer Rebsortengrenzen. Auf vulkanischen Böden entstehen internationale und autochthone Weine, unterstützt von moderner Kellertechnik und Forschung. Vielfalt, Innovationsgeist und hohe Qualität verschaffen dem Weingut internationale Anerkennung.
Casale del Giglio
Merlot Lazio IGT 2023
Macht seinem Namen als Gaumenschmeichler alle Ehre: Merlot Lazio IGT. In der Farbe genau so intensiv wie im Bouqet. Hier gehen Kirschen und rote Beeren mit feinen Kräutern eine aromatische Verbindung ein. Am Gaumen anregend komplex mit vollmundigem Charakter. Und besonders ausgewogen, weich und samtig. Toller Merlot aus dem Hause Casale del Giglio!
Inhalt: 0.75 l (14.53 € / l)
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Wissenswertes über den Merlot
Merlot ist die weltweit zweithäufigst angebaute Rebsorte. Mit riesigen Qualitätsunterschieden reicht ihre Palette vom einfachen Bauernwein bis hin zum Spitzengewächs. Sie gilt als absoluter Gaumenschmeichler, samtweich und fruchtig. Mit den dünnen Traubenschalen bringt die Merlot Rebe weniger Farb- und Gerbstoffe in den Wein. Auch deshalb wird sie gerne im Team als Cuvée vinifiziert. In den 30er Jahren halfen italienische Arbeiter aus der Region Veneto, den Agro Pontino trockenzulegen. Sie brachten auch die ersten Merlot Reben in das ehemalige Sumpfgebiet. Aber trotz der DOC Appellation bereits 1966 wurde der Sorte in Latium wenig Achtung und Wertschätzung geschenkt. Erst das Forschungsprojekt von Casale del Giglio brachte 1985 die Wende. Die Santarellis untersuchten die geeignetsten Anbaubedingungen und identifizierten Klonen- und Erziehungsformen der Merlot Traube. Und auch hier zeigte sich der Erfolg binnen weniger Jahre: Die Weinberge südlich von Rom liefern beste Traubenqualität.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 18-20°C.
Lagerung: Der Merlot Lazio IGT kann noch 3-4 Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Der Merlot Lazio IGT passt ausgezeichnet zu Pasta mit kräftigem Sugo, z.B. Bolognese oder all’Amatriciana. Schöner Rotwein zu Cannelloni, Lasagne Fleischeintöpfen oder zu Brathähnchen.
So entsteht der Merlot
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Latium
Anbau: konventionell
Boden: Vulkanische Böden, reich an Kalium, Phosphor und Spurenelementen.
Herstellungsverfahren
Reinsortiger Merlot, der je nach Jahrgangsverlauf mit verschiedenen Weinbereitungstechniken gewonnen wird, um eine konstante Qualität zu gewährleisten.
Die Weinbereitung kann traditionell in Rot mit häufigem Umpumpen erfolgen. Dadurch hat der gärenden Most mehr Sauerstoffkontakt, was eine größere Extraktion von Farbe und Tanninen ermöglicht.
Alternativ wird mit häufigem Untertauchen des Tresterhutes eine längere Mazerationszeit (15-20 Tage) erreicht, wodurch Weine mit größerer Struktur entstehen. Nach einem sorgfältigen Abziehen des Weines, bei dem der tropfende Trester nur durch die Schwerkraft bewegt wird, wird der neue Wein in Edelstahltanks gefüllt, wo er der malolaktischen Gärung unterzogen wird. Anschließend reift er 8-12 Monate in kleinen Eichenfässern und etwa 180 Tage in der Flasche.
Traubensorte
Merlot 100%.
So schmeckt der Merlot
Farbe
Intensvives Rubinrot mit violettem Schimmer.
Bukett
Fruchtig, erinnert an kleine, rote Früchte und Kirschen. Kombiniert mit dem typischen Kräuteraroma und Holznoten.
Geschmack
Weich, vollmundig und fruchtig mit einer komplexen Struktur.
Jahrgang 2023:
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Das Weingut: Casale del Giglio
Die gesamte Weinwelt in einem Weingut: Viognier, Syrah, Shiraz, Petit Manseng, Petit Verdot, Tempranillo… Man könnte meinen, sich im Rhônetal oder im Südwesten Frankreichs, in Bordeaux, in Spanien oder sich gar in Australien aufzuhalten. Aber wir befinden uns tatsächlich in Italien. Genauer gesagt bei Casale del Giglio in Le Ferriere in Latium, etwa 50 km südlich von Rom.
Es war ein Wagnis, hier in einem ehemaligen Sumpfgebiet, einem Weinbau-Neuland, die allgemein gültige Theorie von autochtonen Rebsorten in Frage zu stellen. Es war ein Wagnis, Anbau-Praktiken aus Bordeaux, Australien und Kalifornien einzusetzen. Und es war ein Wagnis, weg vom Mainstream durch begrenzte Erträge und beste Kellertechnik auf hochwertige Qualitätsweine zu setzen.
Der Pioniergeist hat sich ausgezahlt. Die Rebsortenprojekte unter Mitwirkung des Önologen Paolo Tiefenthaler und engagierter Wissenschaftler brachten auf den vulkanischen Böden in bis zu 400m Höhe beste Ergebnisse.
Bei den Weißweinen umfasst das Sortiment auch autochthone Rebsorten. Faro della Guardio IGT, auf Ponza kultivierter Biancolella und der hochprämierte Antium Bellone Lazio IGT. Darüber hinaus beweist die Kellerei, dass Sauvignon und Chardonnay nicht nur in Norditalien, sondern auch als Lazio IGT erfolgreich ausgebaut werden können. Auch die Cuvée Satrico IGT mit kleinem Anteil Trebbiano Giallo begeistert Weinkritiker regelmäßig. Die seltenen Rebsorten Petit Manseng und Viognier vervollständigen das Protfolio und gelten bis heute als Exoten im Weinbau des Latium.
Die Rotweine von Casale del Giglio verbindet die äußerst aufwendige Arbeit im Keller. Das gilt für den autochthonen Cesanese genauso wie für die internationalen Sorten Merlot, Shiraz (Syrah), Petit Verdot, Cabernet Sauvignon und den spanischen Tempranillo. Eine Sonderstellung nimmt der Rosso Mater Matutata ein, der einer antiken Göttin gewidmet ist. Noch heute kann man Überreste ihres Tempels in der Nähe von Le Ferriere, dem Sitz des Unternehmens bewundern.
Nicht von ungefähr tauchen praktisch alle Weine der Kellerei regelmäßig in den Hitlisten aller führenden Weinkritiker auf. Die Vielfalt der Etiketten und deren ausgeprägte Buketts sind ein wahres Schlaraffenland für eingefleischte Weinfans und solche, die es werden wollen. Zumal mit diesem interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis!
Im März 1914 gründen die Brüder Santarelli in der Gemeinde Amatrice die Firma ;Ditta Bernardino Santarelli & Figli. Namensgeber war Vater Bernardino, der immer schon mit Wein gehandelt hatte. In den Folgejahren ziehen die Brüder nach Rom und eröffnen auf der Piazza Capranica das erste Geschäft Vini ed Olii. Der Verkauf von Weinen und Ölen blüht und bald besitzen die Geschwister 12 Geschäfte über ganz Rom verstreut.
Erst 1955 aber gründet Dino Santarelli, einer der Enkel von Bernardino, in Rom eine Firma, die sich der Abfüllung der klassischen Weinsorten Latiums widmet. Die Weine werden hauptsächlich in Rom verkauft, aber auch ins Ausland exportiert, vor allem nach Kanada.
Es war auch Dino Santarelli, der 1967 selbst in die Weinproduktion einstieg und Casale del Giglio in Le Ferriere gründete. Der Name Haus der Lilie nimmt Bezug auf die Vegetation im Agro Pontino. Dino erkennt das Potenzial dieses ehemaligen Sumpfgebiets in der Provinz Latina südlich von Rom. Der unberührte, fruchtbare Landstrich ohne weinbauliche Vergangenheit eignete sich ganz besonders dazu, Neues im Rahmen des Machbaren zu versuchen.
Gemeinsam mit seinem Sohn Antonio wurde 1985 das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Casale del Giglio ins Leben gerufen. Unterstützt von namhaften Professoren und Forschern des Latium und unter Mitarbeit des genialen Önologen Paolo Tiefenthaler wurden 60 verschiedene Rebsorten im Agro Pontino angepflanzt. Mit dem Ergebnis, dass nicht nur der autochthone Cesanese, sondern auch internationale Reben wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot hier höchst interessante Weine liefern können.
Der große Pioniergeist machte sich bezahlt. Santarelli beschritt neue Wege, weg von den unspektakulären Weinen der Region Latium und hin zu Rot- und Weißweinen mit Charakter. In kürzester Zeit eroberte die Kellerei den Weinmarkt in Rom und Umgebung und machte sich auch einen Namen auf nationaler und internationaler Ebene.
So konnte die Familie Santarelli 2014 voller Stolz auf das 100-jährige Jubiläum in der Weinwelt Latiums zurückblicken. Die Läden in Rom wurden übrigens im Laufe der Zeit alle verkauft; nur der Laden auf der Piazza Capranica wird 1991 in ein Restaurant umgewandelt. Er ist noch heute in Familienbesitz.