Mastroberardino
Mastroberardino ist eine traditionsreiche Kellerei in Atripalda bei Avellino und gilt als Hüter autochthoner Rebsorten Kampaniens. Auf rund 250 Hektar entstehen terroirtypische Weine aus Aglianico, Fiano und Greco, begleitet von intensiver Forschung. Unter Piero Mastroberardino verbindet das Familienunternehmen Tradition, Nachhaltigkeit und internationale Anerkennung.
Mastroberardino
Morabianca Falanghina Irpinia DOC 2024
Reinsortiger Falanghina mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung: Morabianca Falanghina Irpinia DOC. Das Ergebnis sorgfältig ausgewählter Trauben aus einer Einzellage und schonendster Vinifizierung. Feine aromatische Frucht und der mineralische Abgang machen den Cru-Weißwein zu einem perfekten Speisebegleiter der leichten, italienischen Küche.
Inhalt: 0.75 l (17.20 € / l)
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Wissenswertes über den Falanghina
Die vielfach unterschätzte Rebsorte Falanghina wurde erstmals 1804 schriftlich erwähnt und vermutlich von römischen Kaufleuten aus Griechenland nach Italien gebracht, wo sie sich schnell verbreitete. Die Samniten und die Römer nannten sie
"phalange", ein Hinweis auf die antike Erziehungsform "an den Pfahl gebunden". Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Rebsorte auch in einer landwirtschaftlichen Schrift des Padre Nicola Columella Onorati als "gute Tafeltraube" hervorgehoben. Aber erst in den 70er-Jahren wurde die Rebsorte wiederentdeckt. Insbesondere in Kampanien hat man sich der Kultivierung der seltenen weißen Trauben verschrieben. Die Tenuta Mirabella Eclano ist mit 65 ha der größte Weinberg im Besitz der
Mastroberardino Familie, im Herzen der
Taurasi DOCG. In den verschiedenen Einzellagen finden die rote Rebsorte Aglianico sowie die weissen Sorten Falanghina, Greco und Fiano perfekte Bedingungen.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Weißwein bei 10-12°C.
Lagerung: Wir empfehlen, den Morabianca Falanghina Irpinia DOC jung zu trinken.
Serviervorschlag
Der Morabianca Falanghina Irpinia DOC passt ausgezeichnet zu Fingerfood, Meeresfrüchtesalat und gegrilltem Fisch. Auch ein trockener Bianco zu einfachen Pastagerichten.
So entsteht der Falanghina
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Kampanien
Anbau: konventionell
Boden: Lehmig und tuffsteinreich, gut durchlässig.
Herstellungsverfahren
Ernte der Falanghina Trauben von Hand Ende Oktober. Weiches Pressen und statische Mostklärung bei niedriger Temperatur. Gärung im Edelstahltank bei kontrollierter Temperatur. Schließlich reift der Weißwein ca. 2-3 Monate in der Flasche.
Traubensorte
Falanghina 100%.
So schmeckt der Falanghina
Farbe
Strohgelb mit grünlichen Reflexen.
Bukett
Frisch und fruchtig mit intensiven Fruchtnoten von tropischen Früchten, Apfel, Pfirsich, Zitrusfrüchte, Melone, Kiwi und einer feinen floralen Note.
Geschmack
Frisch und fruchtig mit einer perfekten Balance zwischen Säure und Struktur.
Kundenbewertungen (1)
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026
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Das Weingut: Mastroberardino
Ein unbeirrbarer Verfechter und Retter einheimischer Reben von Irpinia und Kampanien. So könnte man die Kellerei Mastroberardino mit Sitz in Atripalda vor den Toren Avellinos kurz beschreiben. Die Societa Agricola hat geschafft, wovon viele Betriebe träumen: mit einem Bekenntnis zu den eigenen Werten einen erfolgreichen Weg in die Moderne einzuschlagen.
Der Hauptsitz liegt seit der Gründung des Weinguts in Atripalda, hinzugekommen sind im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche kleine Landgüter. Hier bewirtschaftet die Kellerei nicht nur 250 ha Weinberge, sondern unterhält auch Forschungslabors. Und das macht sich bezahlt. So wurde das Unternehmen über die Landesgrenzen hinaus auch für seinen Einsatz hinsichtlich Nachhaltigkeit und Biodiversität bekannt.
Im Focus stehen natürlich die traditionell an- und ausgebauten Rot- und Weißweine. Aus den autochthonen Rebsorten Aglianico, Fiano, Greco, Falanghina, Piedirosso und Coda di Volpe vinifiziert das Weingut seine edlen Tropfen. Welchen Stellenwert dabei die Symbiose von Rebsorte und Weinberg Werte einnimmt, zeigt die Weinlinie Radici. "Zurück zu den Wurzeln" beweist der Aglianico Taurasi DOCG, was in ihm steckt. Und dass an den Hängen des Vesuvs die legendären "Lacryma" DOC Weine wieder angebaut werden, ist der Initiative von Mastroberardino zu verdanken.
Heute wird das Familienunternehmen von Piero Mastroberardino geführt. Der Winzer in 10. Generation ist äußerst umtriebig. Als Professor für Business Management sowie Autor von zahlreichen internationalen Veröffentlichungen vermittelt er unternehmerisches Know-how. Als Künstler widmet er sich mit großer Leidenschaft der Malerei und der Poesie. Seit Mai 2015 ist er zudem Präsident des Istituto del Vino Italiano di Qualita Grandi Marchi. Chapeau!
Die ersten Spuren der Familie Mastroberardino als Landbesitzer finden sich bereits im 17.Jahrhundert. Mitte des achtzehnten Jahrhunderts gründete Angelo Mastroberardino, Ritter des Ordens der Italienischen Krone, die Kellerei und begann mit dem Export der Familienweine zunächst nach Europa. Und dank der Pionierreisen seines Sohnes sogar bis nach Nord- und Lateinamerika.
Sitz des Unternehmens war schon damals das Dorf Atripalda östlich von Avellino. Inmitten der hügeligen Landschaft Irpinia war die Familie eine der wenigen, die Durchhaltevermögen zeigten und Schwierigkeiten überwanden. Es gelang, die Traumata der beiden Weltkriege zu überwinden und sich voller Vertrauen, mit viel Arbeit und Innovationsvermögen dem unternehmerischen Projekt "Weinbau in Kampanien" zuzuwenden.
Antonio Mastroberardino, Vater des heutigen Besitzes Piero, gilt als Architekt der programmatischen Ausrichtung ab den 50er Jahren. Er widerstand dem Druck, die einheimischen Reben aufzugeben und sich weniger wertvollen, dafür produktiveren Sorten zuzuwenden. Mit seinem Wiederbepflanzungsprogramm ebnete er den Weg für die Wiederbelebung des Irpinia-Weinbaus in Kampanien.
Die Rebsorten Aglianico, Fiano, Greco, Falanghina, Piedirosso und Coda di Volpe wurden zu festen Größen in den Weingärten. Trauben, deren Ursprünge noch bis in die Zeit der griechischen Kolonisierung und der römischen Siedlungen zu verfolgen sind, sollen ihren wahren Charakter und ihre Identität in Irpinia zeigen. Das beweisen heute noch die wunderbaren DOCG Kreationen Fiano di Avellino, Greco di Tufo und Radici Taurasi.
Dank dieser besonderen Expertise und Leidenschaft wurde Mastroberadino damit beauftragt, im Rahmen eines einzigartigen Projekts, den Weinbau in Pompeji wiederzubeleben. Die 79 n. Chr. nach einem Ausbruch des Vulkans Vesuv komplett zerstörte Stadt war damals ein bedeutendes Zentrum der Weinkultur. Und sollte es wieder werden.
Was und wo wären die Weine der Region Kampanien heute ohne Einsatz, Zielstrebigkeit und Visionen der Kellerei Mastroberardino?