Contini
Das Weingut Contini steht seit fast 120 Jahren für sardische Weintradition mit dem Vernaccia di Oristano als Herzstück. Familiengeführt über mehrere Generationen entstehen Weine aus autochthonen Rebsorten wie Vernaccia, Vermentino, Cannonau und Nieddera. Alte Rebstöcke, mediterranes Klima und Qualitätsfokus prägen das vielseitige Sortiment mit internationaler Anerkennung.
Contini
Nieddera Rosato Val del Tirso IGT 2025
Eines der Aushängeschilder des Weinguts Contini: Der Rosato aus Nieddera Trauben . Die uralte, seltene Rebsorte verkörpert wie kaum eine andere die Einzigartigkeit der Insel Sardinien . Die kräftige Farbe des Rosé fasziniert auf den ersten Blick. Der Duft überzeugt mit fruchtig-blumigen Noten, der Geschmack mit Frische, Weichheit und Ausgewogenheit. Ein bemerkenswerter Allrounder, der den Sommer verspricht.
Wissenswertes über den Nieddera Rosato
Wie bei vielen Rebsorten Sardiniens wird vermutet, dass Nieddera von den spanischen Besatzern eingeführt wurde. Lange vom Aussterben bedroht, gebührt der Kellerei Contini das Verdienst, der Rebsorte zum Überleben verholfen zu haben. Im Dialekt bedeutet Nieddera "kleine Schwarze". Mit den kleinen dunklen Beeren gilt sie als sehr spät reifend und hat stark schwankende Erträge. Wohl deshalb ist ihre Bedeutung gering mit einem Anbau von weniger als 100ha. Die Nieddera Reben von Contini wachsen bevorzugt auf der Halbinsel Sinis. Hier fühlen sich die Rebstöcke besonders wohl, bringen besonders farbintensive Weine hervor mit ausgeprägtem Beeren- und Kirscharoma und blumig zartem Duft.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rosewein bei 8-10°C.
Lagerung: Wir empfehlen den Nieddera Rosato Val del Tirso IGT jung zu trinken.
Serviervorschlag
Der Nieddera Rosato Val del Tirso IGT kann eine ganze Mahlzeit begleiten vom Antipasto bis zum Dessert. Auch ein schöner Rosato zu vegetarischen Gerichten, vor allem vom Grill und zu asiatischen Speisen und Sushi.
So entsteht der Nieddera Rosato
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Sardinien
Anbau: Weinberge im Flusstal Tirso und auf der Halbinsel Sinis. Höhenlage: nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Anbausystem: Sporncordon mit 9000 kg Ertrag/ha.
Boden: Teils alluvialen Ursprungs, teils sandig, leicht lehmig.
Herstellungsverfahren
Lese der Nieddera Trauben Mitte bis Ende September. Kurze Mazeration mit den Festteilen für 12-24 Stunden. In dieser kurzen Zeit nimmt der Wein seine intensive Farbe von der "kleinen schwarzen Traube" an. Gärung in Edelstahltanks bei kontrollierter Temperatur von 16-18°C. Der Rosewein wird mehrere Monate im Stahltank ausgebaut.
Traubensorte
Nieddera und ein kleiner Teil andere einheimische rote Rebsorten.
So schmeckt der Nieddera Rosato
Farbe
Tiefes Rosa mit violetten Reflexen.
Bukett
Finesse und Eleganz begleitet von Noten von roten Früchte wie Kirsche und Himbeere. Am Ende noch ein Hauch blumiger und salziger Noten.
Geschmack
Frisch mit einer leicht würzigen Note, vielschichtig und sehr ausgewogen. Schöne Persistenz im Abgang.
Kundenbewertungen (1)
Interessant fruchtig
Interessant fruchtig
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Contini
Zuerst Salvatore, dann Attilio, heute Paolo und seine Neffen Alessandro und Mauro: Das Weingut Contini ist gewachsen und gereift wie die Weine und Erfolge, die es groß gemacht haben. Seit fast 120 Jahren prägt ein roter Faden die Arbeit des Familienunternehmens mit dem Vernaccia di Oristano als Protagonisten.
Im Laufe der Jahre gesellten sich zu Vernaccia weitere wichtige Produktionen hinzu: die historische Nieddera-Rebe, der traditionelle Vermentino und Cannonau. Basis für die Weinproduktion sind die wertvollen Weingärten mit teils uralten Rebstöcken im Flusstal Tirso und auf der Halbinsel Sinis. Von Höhenlagen um den Meeresspiegel bis zu 200m ü.M. profitieren die Reben sowohl von den teils alluvialen Schwemmböden als auch von dem mediterranen Klima mit seinen niederschlagsarmen heißen Sommern und den kühlen Fallwinden.
Es gelang der Cantina, nicht nur quantitativ, sondern vor allem qualitativ zu wachsen. Auch mit erfolgreichen Experimenten wie der biologischen Mamaioa Linie konnten neue Zielgruppen erreicht werden. Heute produziert das Unternehmen ein komplettes Weinsortiment, mit dem es in Italien und im Ausland präsent ist.
Die Liste wird angeführt von den Vermentino Spezialitäten Tyrsos, Pariglia und Elibaria. Die Cuvées Karmis und I Giganti IGT sind aus Vernaccia und Vermentino Trauben gekeltert und eine erfolgreiche hommage an die Isola dei Nuraghi. Die klassische rote Rebe Sardiniens Cannonau findet in dem Einsteiger Rotwein Tonaghe genauso ihren Platz in der Angebotspalette wie die holzgereiften Sartiglia und der Riserva Inu.
Contini gebührt auch das Verdienst, der praktisch verschwundenen Rebsorte Nieddera zum Überleben verholfen zu haben. Ob als Rosato vinifiziert oder als Rosso mit kleinen Anteilen anderer autochthoner Sorten, Tharros und Barrile gelten als charakterstarke Nischenweine für besondere Anlässe.
Wenn man von der Kellerei Contini spricht, fällt das Augenmerk aber immer auf Vernaccia di Oristano. Aus dieser streng um das Gebiet Oristano begrenzten Rebsorte keltert das Weingut Weißweine unterschiedlichster Ausprägung. Der alltagstaugliche Flor trägt seine Vinifizierungsmethode schon im Namen. Und der Riserva und der Vorzeige-Vernaccia Antico Gregori brauchen für ihre Entstehung vor allem eines: Zeit! Und diese bekommen sie bei Contini voller Respekt und Engagement!
Die lange Geschichte des Unternehmens Contini begann 1898 mit Salvatore Contini und seinem unternehmerischen Instinkt. Alles drehte sich damals um den Vernaccia und Salvatore widmete sich ganz seiner Veredelung. Und die Erfolge gaben ihm Recht: Salvatore erhielt die Goldmedaille auf der Mailänder Weltausstellung 1912 für die Herstellung von Vernaccia di Oristano. Dem ersten Wein Sardiniens, der ab der Ernte 1971 auch die kontrollierte Herkunftsbezeichnung DOC erhielt.
In den 1930er Jahren wurde Salvatore von seinem Sohn Attilio unterstützt, der am Vorabend des Zweiten Weltkriegs die Leitung des Unternehmens übernahm. Attilio trieb das Wachstum des Unternehmens weiter voran. Er kelterte nicht nur Trauben der eigenen Weinberg, sondern auch die lokaler befreundeter Winzer und galt bis in die 70er als unumstrittener Meister seines Fachs.
Die 3. Generation prägte Paolo Contini, der jüngste Sohn Attilios. Sein Werdegang war zunächst beeinflusst von einem starken Nachfragerückgang nach Vernaccia di Oristano. Weingeschmack und Trinkgewohnheiten hatten sich stark geändert. Es gelang Paolo, sich den Anforderungen an moderne Weine anzupassen. Dazu gehörten nicht nur andere Vinifizierungstechniken, sondern auch die Hinwendung zu anderen Rebsorten, den autochthonen Vermentino und Cannonau und die Wiederentdeckung der Nieddera und Caddiu-Reben.
Unterstützung fand er noch vor der Jahrtausendwende in dem jungen Önologen Pierro Cella, der noch heute für das Unternehmen tätig ist. Dem Schüler des Sassiscaia-Schöpfers Giacomo Tacchis gelng es, die Steigerung der Weinqualität weiter voranzutreiben. Und mit der Diversifizierung der Angebotspalette konnten auch internationale Märkte bedient werden.
Schon vor vielen Jahren band Paolo Contini seine Neffen in die Unternehmensführung mit ein. Mauro übernahm die Verantwortung für den Keller, Alessandro für den Vertrieb. Sie setzen alles daran, das immense Wachstumspotential zu realisieren und zu gestalten. Mit der Auslagerung der Logistik und und dem Ausbau der Kellereigebäude im historischen Zentrum des Örtchens Cabras steht den Bestrebungen des Familienunternehmens nichts mehr im Wege. Was bleibt: Ein traditionelles Weingut, das sich seiner historischen Verantwortung bewusst ist. Ein Weingut, das ganz auf die autochthonen Reben von Sardinien setzt, diese aber modern zu interpretieren weiß.