Ferrocinto
Die Tenuta Ferrocinto liegt bei Castrovillari in Kalabrien und bewirtschaftet 50 Hektar Weinberge in idealem Höhen- und Meeresklima zwischen Tyrrhenischem und Ionischem Meer. Biologischer Anbau, moderne Kellertechnik und die Nähe zum Nationalpark Pollino prägen das Weingut. Im Fokus stehen autochthone Sorten wie Greco, Aglianico und Magliocco, ergänzt durch internationale Reben.
Ferrocinto
Pecorello Calabria IGP 2025
Ferrocinto vinifiziert einen aussergewöhnlicher und seltenen Weisswein aus der autochtonen Rebsorte Pecorello. Verblüfft durch seine Frische und feine Mineralik mit einer Explosion von fruchtigen und blumigen Aromen. Perfekt als Aperitif, zu Fischgerichten und zu Sushi.
Inhalt: 0.75 l (13.20 € / l)
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Wissenswertes über den Pecorello
Pecorello ist eine autochthone kalabrische Rebsorte. Trotz der Namensähnlichkeit darf man Sie nicht mit der Rebsorte Pecorino verwechseln. Diese ist in Mittelitalien beheimatet und hat ganz andere Charakteristiken. Vermutlich wurde die Pecorello Rebe von griechischen Kolonisten schon in der Antike nach Kalabrien gebracht. Historische Spuren gehen hier bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Doch erst im Jahre 1971 wurde die Rebsorte Pecorello in den nationalen Rebenkatalogs Italiens eingetragen.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Weißwein bei 8°-10° C.
Lagerung: Wir empfehlen, den Pecorello Calabria IGT jung zu trinken.
Serviervorschlag
Der Pecorello Calabria IGT passt besonders zu rohem- und gegrilltem Fisch, Pasta mit Fisch, sowie frischem Käse.
So entsteht der Pecorello
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Kalabrien
Anbau: konventionell
Boden: Kalkhaltig. Besonderes Mikroklima mit hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht.
Herstellungsverfahren
Ernte der Pecorello Trauben von Hand Ende September. Die Trauben werden bei niedringer Temperatur und unter Stickstoff sanft gepresst. Spontangärung, ohne jeglichen Zusatz von selektionierten Hefen, für ca. 20 Tage. Verfeinerung für 60 Tage auf den eigenen Hefen mit wöchentlicher Bâtonnage.
Traubensorte
Pecorello 100%.
So schmeckt der Pecorello
Farbe
Strohgelb mit goldenen Reflexen.
Bukett
Komplex und mineralisch mit Noten von weißem Obst und Zitrusblumen.
Geschmack
Kräftig und sehr würzig mit einer feinen Note von Birnen und einem langen Finale.
Kundenbewertungen (1)
Peorello - Ein besonders Erlebnis
Der Pecorello der Tenuta Ferrocinto aus Kalabrien ist wunderbar mineralisch, sehr kräftig geschmacklich Honigmelone und Birne, lang anhaltend, kaum Säure, heute perfekt zu angebratenem Scamorza mit Salat und Baguette und bestem Olivenöl.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Ferrocinto
Die Tenuta Ferrocinto mit der gleichnamigen Villa liegt in der Nähe von Castrovillari in der Provinz Cosenza. Südlich der bis auf fast 2300m ansteigenden Pollino Berge bewirtschaftet das Unternehmen ca. 130ha. Davon sind allerdings nur 50ha mit Reben bepflanzt. Die geographische Lage genau zwischen dem tyrrhenischem Meer im Westen und dem ionischen Meer im Osten bietet heiße Tage und kühle Nächte. Auf bis zu 500m Höhenlage und dem Seewind das ideale Mikroklima.
Stolz der Kellerei ist das erst 2007 völlig neu konzipierte Kellereigebäude. Dies fügt sich harmonisch ein in die Keller des alten Schlosses. Und zeugt mit dem in den Fels gehauenen Fasskeller für 200 Fässer und dem hochmodernen Neubau aus Stahl, Glas und Holz vom Spannungsfeld zwischen Alt und Neu.
Es entstand ein Komplex mitten in den Weinbergen. Diese wurden 2002 komplett erneuert. Und werden nicht zuletzt auch durch die Nähe zum größten italienischen Nationalpark Pollino seither biologisch bewirtschaftet. Die Gipfel des Bergmassivs Pollino sind auch Pate für manche der autochthonen Weine. Timpa del Principe, Dolcedorme und Serra delle Ciavole, alles Bergspitzen, auf denen im Winter auch Schnee liegt.
Mehr als die Hälfte der 50ha Rebflächen entfallen auf die regionalen Sorten. Bei den Weißen dominiert Greco Bianco IGT, bei den roten Sorten Aglianico und der nur noch selten angebaute Magliocco. Aber auch mit internationalen Reben hat Ferrocinto mit Erfolg experimentiert. Chardonnay und Cabernet Sauvignon sind als IGT heute fester Bestandteil des Sortiments. Und beweisen, dass in Kalabrien auch eher nördlich beheimatete Rebsorten zu frischen fruchtigen Weinen vinifiziert werden können.
Die Geschichte der Tenuta Ferrocinto beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts. Baron Girolamo Salituri baute schon ab 1847 über mehrere Jahre hinweg die heute noch erhaltene Villa. Die Lage dieses repräsentativen Anwesens war ausgesprochen strategisch gewählt. Man überblickt von ihr aus das ganze Tal „Conca del Re“ (dt. Tal des Königs).
Bereits wenige Jahre später pflanzte der Baron Weinstöcke rund um die Villa herum. Damals schon herrschten ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Einerseits die besondere Bodenbeschaffenheit, charakterisiert durch den hohen Anteil an rötlichem Lehm und Kalk. Andrerseits die leicht ansteigenden Höhenlagen zu den Bergen hin, vom Meer her gut durchlüftet mit heißen Tagen und kühlen Nächten.
Der Durchbruch gelang jedoch erst zu Beginn der Jahrtausendwende. Förderprogramme der EU ermöglichten die Neuanlage der Weinberge nach modernsten Erkenntnissen sowie den Bau einer neuen Kellerei. Außerdem konnte die Tenuta hochqualifizierte Önologen gewinnen. Marco Monchiero aus dem Piemont, Luigi di Minco als Agronom und der heute noch tätige Önologe Stefano Coppola legten den Grundstein für den heutigen Erfolg.
2007 wurden nochmals mehr als 3 Millionen in ein modernes Kellerei- und Tagungsgebäude investiert. Hier treffen sich Tradition und Technologie. Teilweise wieder hergestellte alte Steinbögen der Villa und ein in den Fels gehauenen Fasskeller werden ergänzt durch große Räume mit Stahl, Glas und Holz. Ein Meisterwerk des Architekten Francesco Lamanna.
Bis heute gehört Ferrocinto zur größten landwirtschaftlichen Kooperativa der Region: Campoverde Agricola. Bis heute kultiviert das Unternehmen neben Wein auch andere Produkte, vor allem Olivenbäume. Protagonisten bleiben aber die autochthonen Rebsorten Magliocco, Aglianico und Greco Bianco.