Casale del Giglio
Casale del Giglio liegt in Le Ferriere im Latium südlich von Rom und steht für pionierhaften Weinbau jenseits klassischer Rebsortengrenzen. Auf vulkanischen Böden entstehen internationale und autochthone Weine, unterstützt von moderner Kellertechnik und Forschung. Vielfalt, Innovationsgeist und hohe Qualität verschaffen dem Weingut internationale Anerkennung.
Casale del Giglio
Petit Verdot Lazio Rosso IGT 2023
Eine echte Rarität im italienischen Weinbau: Petit Verdot Lazio Rosso IGT. Dass sich die Rebsorte Petit Verdot auch im Herzen Italiens wohlfühlt, beweist dieser reinsortig ausgebaute Rotwein. Auch die aufwendige Arbeit im Keller macht sich bezahlt. Den Gaumen erwartet ein harmonisches Aromenspiel zwischen fruchtigen, pikanten und würzigen Noten. Ein eigenständiger Rosso mit würziger Aromatik und ausgeprägter Konzentration.
Inhalt: 0.75 l (18.00 € / l)
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Wissenswertes über den Petit Verdot
Die Rebsorte Petit Verdot wurde erstmalig im 18. Jahrhundert in Bordeaux erwähnt. Weil sie hier relativ selten ausgereift war, bekam sie den Namen "Kleiner Grünling". Mit ihrem hohen Tannin- und Säuregehalt ergänzt sie in Frankreich traditionell die bekannten Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon. Die spätreifende Sorte hat im Agro Pontino ideale Bedingungen vorgefunden. Hohe
Lichtintensität, stete Meeresbrise und warme Böden führen hier zu einer vollständigen Reife der Trauben. Erst diese Vollreife ermöglicht einen reinsortigen Ausbau. Dazu aber braucht es auch einen erfahrenen Winzer, der den schweren Wein zu bändigen weiß. Und erst die Reifung in Holz lässt einen eleganten und vielschichtigen Petit Verdot entstehen. Eine wahre Seltenheit auch in der Region Latium.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 18-20°C.
Lagerung: Der Petit Verdot Lazio Rosso IGT kann noch 3-4 Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Der Petit Verdot Lazio Rosso IGT passt ausgezeichnet zu Lammkoteletts vom Grill. Auch ein Rosso zu Kaninchen oder Rumpsteaks.
So entsteht der Petit Verdot
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Latium
Anbau: konventionell
Boden: Vulkanische Böden, reich an Kalium, Phosphor und Spurenelementen.
Herstellungsverfahren
Die Vinifizierung wird teilweise mit dem eingetauchten Tresterhut zur Extraktion der süßen Gerbstoffe durchgeführt. Zum Teil wird auch der Tresterhut für eine gute Farb-Extraktion durchstoßen. Die Maische-Gärung mit untergetauchtem
Tresterhut dauert etwa 15-20 Tage bei 26-28°C. In der ersten Phase der Gärung wird die Delestage-Technik angewandt. So erhält man weichere Gerbstoffe und eine intensivere Farbe. Nach dem Abziehen des Jungweines vollzieht sich die
Milchsäure-Gärung zum Teil in Edelstahltanks und zum Teil in Holzfässern. Der Rotwein reift anschließend 8-12 Monate in Barriques und bis zu 6 Monaten in der Flasche.
Traubensorte
Petit Verdot 100%.
So schmeckt der Petit Verdot
Farbe
Tiefes Rubinrot.
Bukett
Intensiv und lang nach kleinen roten Früchten, Kirschen, Myrte und Wacholder. Dazu der charakteristische Veilchenduft.
Geschmack
Weich und samtig, fasziniert durch ein rundes Mundgefühl mit einer eleganten Struktur. Das Finale hat Anklänge von weißem Pfeffer und Gewürzen.
Jahrgang 2023:
Kundenbewertungen (2)
Petit Verdot, Rarität aus Italien
Der Petit Verdot von Casale del Giglio aus dem Latium ist weich mit langem Abgang, charakterisch zu der beerigen Frucht ist der Geschmack nach Myrte.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Petit Verdot, Rarität aus Italien
Der Petit Verdot von Casale del Giglio aus dem Latium ist weich mit langem Abgang, charakterisch zu der beerigen Frucht ist der Geschmack nach Myrte.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Casale del Giglio
Die gesamte Weinwelt in einem Weingut: Viognier, Syrah, Shiraz, Petit Manseng, Petit Verdot, Tempranillo… Man könnte meinen, sich im Rhônetal oder im Südwesten Frankreichs, in Bordeaux, in Spanien oder sich gar in Australien aufzuhalten. Aber wir befinden uns tatsächlich in Italien. Genauer gesagt bei Casale del Giglio in Le Ferriere in Latium, etwa 50 km südlich von Rom.
Es war ein Wagnis, hier in einem ehemaligen Sumpfgebiet, einem Weinbau-Neuland, die allgemein gültige Theorie von autochtonen Rebsorten in Frage zu stellen. Es war ein Wagnis, Anbau-Praktiken aus Bordeaux, Australien und Kalifornien einzusetzen. Und es war ein Wagnis, weg vom Mainstream durch begrenzte Erträge und beste Kellertechnik auf hochwertige Qualitätsweine zu setzen.
Der Pioniergeist hat sich ausgezahlt. Die Rebsortenprojekte unter Mitwirkung des Önologen Paolo Tiefenthaler und engagierter Wissenschaftler brachten auf den vulkanischen Böden in bis zu 400m Höhe beste Ergebnisse.
Bei den Weißweinen umfasst das Sortiment auch autochthone Rebsorten. Faro della Guardio IGT, auf Ponza kultivierter Biancolella und der hochprämierte Antium Bellone Lazio IGT. Darüber hinaus beweist die Kellerei, dass Sauvignon und Chardonnay nicht nur in Norditalien, sondern auch als Lazio IGT erfolgreich ausgebaut werden können. Auch die Cuvée Satrico IGT mit kleinem Anteil Trebbiano Giallo begeistert Weinkritiker regelmäßig. Die seltenen Rebsorten Petit Manseng und Viognier vervollständigen das Protfolio und gelten bis heute als Exoten im Weinbau des Latium.
Die Rotweine von Casale del Giglio verbindet die äußerst aufwendige Arbeit im Keller. Das gilt für den autochthonen Cesanese genauso wie für die internationalen Sorten Merlot, Shiraz (Syrah), Petit Verdot, Cabernet Sauvignon und den spanischen Tempranillo. Eine Sonderstellung nimmt der Rosso Mater Matutata ein, der einer antiken Göttin gewidmet ist. Noch heute kann man Überreste ihres Tempels in der Nähe von Le Ferriere, dem Sitz des Unternehmens bewundern.
Nicht von ungefähr tauchen praktisch alle Weine der Kellerei regelmäßig in den Hitlisten aller führenden Weinkritiker auf. Die Vielfalt der Etiketten und deren ausgeprägte Buketts sind ein wahres Schlaraffenland für eingefleischte Weinfans und solche, die es werden wollen. Zumal mit diesem interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis!
Im März 1914 gründen die Brüder Santarelli in der Gemeinde Amatrice die Firma ;Ditta Bernardino Santarelli & Figli. Namensgeber war Vater Bernardino, der immer schon mit Wein gehandelt hatte. In den Folgejahren ziehen die Brüder nach Rom und eröffnen auf der Piazza Capranica das erste Geschäft Vini ed Olii. Der Verkauf von Weinen und Ölen blüht und bald besitzen die Geschwister 12 Geschäfte über ganz Rom verstreut.
Erst 1955 aber gründet Dino Santarelli, einer der Enkel von Bernardino, in Rom eine Firma, die sich der Abfüllung der klassischen Weinsorten Latiums widmet. Die Weine werden hauptsächlich in Rom verkauft, aber auch ins Ausland exportiert, vor allem nach Kanada.
Es war auch Dino Santarelli, der 1967 selbst in die Weinproduktion einstieg und Casale del Giglio in Le Ferriere gründete. Der Name Haus der Lilie nimmt Bezug auf die Vegetation im Agro Pontino. Dino erkennt das Potenzial dieses ehemaligen Sumpfgebiets in der Provinz Latina südlich von Rom. Der unberührte, fruchtbare Landstrich ohne weinbauliche Vergangenheit eignete sich ganz besonders dazu, Neues im Rahmen des Machbaren zu versuchen.
Gemeinsam mit seinem Sohn Antonio wurde 1985 das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Casale del Giglio ins Leben gerufen. Unterstützt von namhaften Professoren und Forschern des Latium und unter Mitarbeit des genialen Önologen Paolo Tiefenthaler wurden 60 verschiedene Rebsorten im Agro Pontino angepflanzt. Mit dem Ergebnis, dass nicht nur der autochthone Cesanese, sondern auch internationale Reben wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot hier höchst interessante Weine liefern können.
Der große Pioniergeist machte sich bezahlt. Santarelli beschritt neue Wege, weg von den unspektakulären Weinen der Region Latium und hin zu Rot- und Weißweinen mit Charakter. In kürzester Zeit eroberte die Kellerei den Weinmarkt in Rom und Umgebung und machte sich auch einen Namen auf nationaler und internationaler Ebene.
So konnte die Familie Santarelli 2014 voller Stolz auf das 100-jährige Jubiläum in der Weinwelt Latiums zurückblicken. Die Läden in Rom wurden übrigens im Laufe der Zeit alle verkauft; nur der Laden auf der Piazza Capranica wird 1991 in ein Restaurant umgewandelt. Er ist noch heute in Familienbesitz.