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Rocca Bernarda

Rocca Bernarda

Die Kellerei Rocca Bernarda liegt in den Hügeln des Colli Orientali del Friuli. Auf 40 ha „Ponca“-Böden entstehen überwiegend charakterstarke Weißweine aus Pinot Grigio, Sauvignon, Friulano, Ribolla Gialla und Picolit. Ökologischer Anbau, alte Reben und kühle Alpen-Adria-Einflüsse prägen den vielfach ausgezeichneten Stil.

Rocca Bernarda

Rocca Bernarda

Picolit Friuli Colli Orientali DOCG 0,5l 2018

Artikel-Nr.: 5012

Ein Geschmackserlebnis der ganz besonderen Art: Picolit Colli Orientali DOCG. Der Süßwein präsentiert einen reichenhaltigen Aromenstrauß von reifen Früchten und Wiesenblumen. Der Gaumen wird regelrecht umschmeichelt, warm, samtig und raffiniert. Dabei süß, aber nie aufdringlich. Dieser Dessertwein von Rocco Bernarda vermag viele Genußmomente zu bereichern. Und als Meditationswein besondere Stimmungen kreieren.

36.90 €

Wissenswertes über den Picolit Rocca Bernarda

Die Rebsorte Picolit war vermutlich schon in der Antike bekannt, erlangte aber Berühmtheit im 17. Jahrhundert, als der Dessertwein bei der Hochzeit des Dogen von Venedig serviert wurde. Von da aus eroberte er die Herrscherhäuser in ganz Europa. Die Herkunft der Sorte ist unklar, auch die etymologische Bedeutung ist umstritten. Wahrscheinlich ist der Name auf "piccolo" zurückzuführen, da die Rebsorte sehr kleine Trauben bildet. Die Picolit Reben sind äußerst anfällig für eine ganze Reihe von Krankheiten. Zudem sind die Erträge gering. Auch deshalb ist ihr Anbau begrenzt.Die früher in Friaul-Julisch-Venetien weit verbreitete Sorte war durch den Reblausbefall vom Aussterben bedroht. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts reaktiviert, erlangte der Süßwein Ende der 60er-Jahre Kultstatus. Die Kellerei Rocca Bernarda vinifizierte den begehrten Dessertwein erstmalig 2006. Bis heute gilt der mit dem DOCG-Siegel versehene Wein als Kostbarkeit. Es werden in der Regel nur ca. 1500 Flaschen produziert.

Wir empfehlen

Serviertemperatur: Servieren Sie den Süßwein bei 16-18°C.

Lagerung: Der Picolit Friuli Colli Orientali DOCG Kann mehr als 10 Jahre in einem dunklen, trockenen und frischen Raum gelagert werden.

Serviervorschlag

Der Picolit Friuli Colli Orientali DOCG bereichert Feinkostpasteten, trockenes Feingebäck und Blauschimmelkäse. Oder ist einfach meditativ zu genießen.

So entsteht der Picolit Rocca Bernarda

Anbau & Boden

Anbaugebiet: Friaul

Anbau: konventionell

Boden: Kalkreiche Mergel- und Schwemmlandböden.

Herstellungsverfahren

Die Ernte der Picolit Trauben erfolgt von Hand Ende Oktober. Anschließend werden die Trauben ca. einen Monat lang getrocknet, bis die gewünschte Zuckerkonzentration erreicht ist. Während des Trocknungsprozess werden die nicht gesunden Weintrauben regelmäßig aussortiert. Auf die sanfte Pressung folgt eine Gärung in kleinen Holzfässern, die durch die erste Kälte im Winter natürlich gestoppt wird. Der Zuckeranteil liegt jetzt noch über 100g/l. Es folgt eine weitere Reifezeit auf den Hefen, dann eine 15-monatige Lagerung in kleinen Eichenholzfässern. Erst nach weiteren 8 Monaten Flaschenruhe kommt der Picolit in den Handel.

Traubensorte

Picolit 100%.

So schmeckt der Picolit Rocca Bernarda

Farbe

Brillantes Goldgelb, nahezu bernsteinfarben.

Bukett

Fein und fruchtig. Mit Änklängen an Aprikose, Zitrusfrüchte, reife Feigen und Akazienhonig.

Geschmack

Komplex, lieblich und sehr angenehm. Ein langes Finale mit Noten von Honig und kandierten und reifen Früchten.

Jahrgang 2018:

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Das Weingut: Rocca Bernarda

Die Kellerei Rocca Bernarda befindet sich inmitten einer traumhaften Hügellandschaft im Friaul in der Weinregion Friaul-Julisch-Venetien. Dass die Zone für den Weinanbau prädestiniert ist, liegt zum einen an den Böden "Ponca" mit ihrem merkeligen und gleichzeitig sand- und tonhaltigen Aufbau. Dazu kommt die Lage zwischen den Alpen mit den kühlen Winden und dem adriatischen Meer im Süden und den daraus resultierenden Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht.
Heute bewirtschaftet das Unternehmen ca. 40 ha Weinberge im Colli Orientali del Friuli, den Hügeln im Osten, als dem bekanntesten Anbaugebiet Friauls. Die überwiegende Zahl der Weinstöcke ist älter als 20 Jahre. Neue Weinberge werden mit einer Dichte von ungefähr 5500 Rebstöcken pro Hektar angepflanzt und mit besonderem Augenmerk auf die Sonneneinstrahlung. Gerade in den jüngeren Weingärten hat sich Rocca Bernarda dem ökologischen Weinbau verpflichtet. Mit der Erziehungsform "Cappuccina" verzichtet die Kellerei auf chemische Zusätze jeglicher Art und ersetzt die traditionellen Bearbeitungsmethoden durch neue Beschneidungssysteme, organische Dünger u.ä.
In den terrassenartig angelegten Weinbergen um das Chateau Rocca Bernarda gedeihen heute überwiegend Weißweine. Die internationalen Rebsorten Pinot Grigio, Chardonnay und Sauvignon bekommen auf den mineralstoffarmen Böden ihren ganz eigenen Charakter. Und die autochthonen Sorten, allen voran der friaulische Tocai, der Friuliano, gedeihen hier sowieso. Die Wiederbelebung der vom Aussterben bedrohten Sorten Ribolla Gialla und Piculit ist ganz wesentlich auf die Initiativen der Kellerei Rocca Bernarda zurückzuführen.
Die Rotweine haben im Friaul etwas an Bedeutung verloren. Die Cantina vinifiziert Refosco, Cabernet Franc und 2 Merlot-Varietäten, denen sie ihren Stempel aufdrückt. Zum 900-jährigen Bestehen des Kellereieigentümers, des Malteser Ordens, kreierte die Kellerei einen reinsortigen Pignolo, der auf Anhieb mehrfach ausgezeichnet wurde.
Überhaupt, wenn man die Weinkritiker unterschiedlichster Couleur zu Wort kommen lässt, kommen diese aus dem Schwärmen für Rocca Bernarda nicht mehr heraus. Das Buch "Alle Weine Italiens" schreibt: „Wer einmal im Leben in den Genuss eines Picolit kommen möchte, der gehe auf Nummer sicher und wähle die Marke Rocca Bernarda - sofern eine Flasche davon aufzutreiben ist."

Eingebettet in eine Landschaft mit jahrhunderte alten Zypressen ganz im Nordosten Italiens im Friaul liegt das herrschaftliche Anwesen Rocco Bernarda. Das alte Herrenhaus, oder besser gesagt das "Chateau", wurde 1567 von Jakobo und Bernardo di Valvason Managio gebaut und ein prächtiger Garten im italienischen Stil angelegt. Schon damals waren die Bauherren fasziniert von dem weiten Blick über die friaulische Tiefebene. Und über die malerischen Hügel der Colli Orientali, der Hügel im Osten.
Dass der Weinbau hier schon immer eine Rolle spielte, zeigt eine Inschrift an den Außenmauern des Schlosses: "Vineis Avitis Rest et Auctis". Übersetzt: "Die Reben der Vorfahren blieben und wuchsen!" Und das ist dem einzigartigen Terroir zu verdanken. Der "Ponca", ein Boden aus Sand und Mergel-Sandstein entstand vor Millionen von Jahren aus einem Seebecken, dessen Strömungen für den heutigen Wechsel von harten und weichen Schichten verantwortlich sind.
Ende des 19. Jahrhunderts erwarb Giacomo Perusini den Besitz. Ihm ist die Wiedergeburt der Rebsorte Picolit zu verdanken. Die anspruchsvolle Rebe galt durch die Reblauskatastrophe praktisch als ausgestorben, obwohl sie vorher in ganz Europa geschätzt, ja verehrt wurde.
1976 erbte der Orden "Ritter von Malta" das Anwesen mit den Ländereien. Der Orden verband geschickt Tradition mit innovativem Management und hat wesentlich zum heutigen Ruf und Ansehen von Rocca Bernarda beigetragen. Seit 2006 verwaltet die Agrargesellschaft Sagrivit das Weingut. Das Unternehmen bewirtschaftet eine einzigartige Sammlung antiker Bauernhöfe und 3 Weingüter. Vor allem bei Rocca Bernarda hat man sich bis heute der Produktion erlesener Weine verschrieben. Als Botschafter der einzigartigen Landschaft Friaul und seiner Erzeugnisse!