Nicht nur der Name des Weinbergs
ist legendär: Pietra del Diavolo Vino Nobile di Montepulciano DOCG. Auf dem steinigen und schwierig zu bearbeitenden Gelände finden die Reben für diesen Nobile ihr bestes Habitat. Das Ergebnis: Ein gehaltreicher Rotwein mit ausladendem Bouquet und kräftigem Geschmack. Der Nobile vom "Teufelsstein" zeigt am Gaumen seine ganze fruchtig-würzige Opulenz. Und sorgt für toskanische Momente!
Anbaugebiet: Toskana
Boden: Mäßig kalkhaltig, schluffiger Ton mit flachem Tuffsteinsubstrat.
Mitte Oktober erfolgt die sorgfältige Lese der gesunden Trauben von Hand. Es folgt eine Mazeration mit Schalenkontakt für ca. 15 Tage bei einer kontrollierten Temperatur von maximal 30°C. Nach dem biologischen Säureabbau im Stahltank wird der Rotwein 24 Monate in großen Eichenfässern ausgebaut. Schließlich reift der Nobile noch einige Monate in der Flasche.
Der Weinberg Pietra del Diavolo (dt. Stein des Teufels) erinnert an eine alte Legende. Vor vielen Jahrhunderten wurde beim Bau der Kirche von S. Agnese der schöne gelbe, aber schwer zu bearbeitende Stein des Buchenwalds (it. Faggeto) benutzt. Die Steinhauer behaupteten, der Teufel hätte ihn so hart gemacht, um den Bau der Kirche zu verhindern.Wahrscheinlich wurde die rote Rebsorte Prugnolo Gentile im 18. Jahrhundert als Klon der Sangiovese Traube selektioniert. Sie kommt heute ausschließlich in der Toskana vor. Die Qualitätsunterschiede der beiden Sangiovese-Spielarten sind umstritten. Allerdings wird Prugnolo Gentile in den DOC/ DOCG Bestimmungen für Rosso di Montepulciano und Vino Nobile di Montepulciano aufgeführt. Die Rebsorte Canaiolo ist in Mittelitalien bereits seit der Antike bekannt. Aufgrund der hohen Anteile von Bitterstoffen wird sie heute äußerst selten reinsortig vinifiziert, harmoniert aber hervorragend mit Sangiovese Reben. Hier überzeugt sie mit starkem Duft, dunkler Farbe und intensivem Körper. Canaiolo Nero ist in 15 DOC Weinen als Verschnittpartner zugelassen.Die alteingesessene Rebsorte Mammolo findet sich heute nur noch in der Toskana und auf Korsika. Mit ihrem typischen Duft nach Veilchen (ital. mammola), der schönen Säure und einem etwas höheren Alkoholgehalt gilt sie als idealer Verschnittpartner und ist für viele berühmte toskanische Weine zugelassen.