Rocca Bernarda
Die Kellerei Rocca Bernarda liegt in den Hügeln des Colli Orientali del Friuli. Auf 40 ha „Ponca“-Böden entstehen überwiegend charakterstarke Weißweine aus Pinot Grigio, Sauvignon, Friulano, Ribolla Gialla und Picolit. Ökologischer Anbau, alte Reben und kühle Alpen-Adria-Einflüsse prägen den vielfach ausgezeichneten Stil.
Rocca Bernarda
Pignolo Friuli Colli Orientali DOC 2018
Ein Rotwein mit großem Reifepotential: Pignolo Friuli Colli Orientali DOC. Die seit 2006 von Rocca Bernarda reinsortig ausgebaute Rebe wird besonders für ihre Struktur geschätzt. Viel Frucht mit leicht erdigen Noten, die sich am Gaumen wiederfinden. Und trotz der packenden Tannine ausgesprochen weich. Ein Topwein aus dem Friaul, der nicht nur Weinkritiker überzeugt.
Inhalt: 0.75 l (39.33 € / l)
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Wissenswertes über den Pignolo
Eine vielfach ausgezeichnete Weinkreation von Rocca Bernarda zum 900-jährigen Bestehen des Malteser Ordens. 2006 erstmalig reinsortig ausgebaut mit der autochthonen Rebsorte Pignolo. Schon der Name der Rebsorte weist auf ihren Charakter hin. Pignolo bedeutet übersetzt pingelig, kleinlich, pedantisch. Erste Aufzeichnungen dieser Rebe, die häufig mit Pignoletto verwechselt wird, finden sich im Friaul bereits im 17. Jahrhundert.
Nach der Reblauskatastrophe war sie vom Aussterben bedroht und wurde erst in den 1970er- Jahren reaktiviert. Sie erbringt niedrige Erträge, ist empfindlich gegen Umwelteinflüsse und bedarf intensiver Pflege im Weinberg. Auch deshalb ist die Pignolo Rebe bei den Winzern bis heute unbeliebt. Ihr Anbau beschränkt sich ausschließlich auf die Region Friaul-Julisch-Venetien. Pignolo Varietäten werden eher selten reinsortig vinifiziert. Dann allerdings können sie zu Hochform auflaufen!
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 18-19°C. Flasche mindestens eine Stunde vorher öffnen.
Lagerung: Der Pignolo Friuli Colli Orientali DOC kann noch viele Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Der Pignolo Friuli Colli Orientali DOC eignet sich zu dunklem Fleisch, kräftigen Fleischgerichten, Braten und reifem Käse.
So entsteht der Pignolo
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Friaul
Anbau: konventionell
Boden: Kalkreiche Mergel- und Schwemmlandböden.
Herstellungsverfahren
Die Pignolo Trauben werden handverlesen. Danach erfolgt die Mazeration mit ausgewählten Gärstoffen. Nach ca. 20 Tagen wird der Wein in französische Eichenfässer umgefüllt, wo auch die malolaktische Gärung stattfindet. die etwa 20Tage dauert. Hier reift der Wein 24 Monate in neuen Barriques und danach noch einige Monate in der Flasche.
Traubensorte
Pignolo 100%.
So schmeckt der Pignolo
Farbe
Kräftiges Rubinrot.
Bukett
Ausgeprägt, kräftig, elegant und fruchtig. Mit Anklängen an Waldfruchtkonfitüre kombiniert mit einer feinen Gewürznote.
Geschmack
Trocken, komplex, körperreich und samtig. Perfekt eingebundenen Tanninen. Langes Finish.
Kundenbewertungen (1)
Besonderer Wein für Kenner
Er hat uns außerordentlich gemundet und war ein expliziter Begleiter zu einem hervorragenden Rehgulasch.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Rocca Bernarda
Die Kellerei Rocca Bernarda befindet sich inmitten einer traumhaften Hügellandschaft im Friaul in der Weinregion Friaul-Julisch-Venetien. Dass die Zone für den Weinanbau prädestiniert ist, liegt zum einen an den Böden "Ponca" mit ihrem merkeligen und gleichzeitig sand- und tonhaltigen Aufbau. Dazu kommt die Lage zwischen den Alpen mit den kühlen Winden und dem adriatischen Meer im Süden und den daraus resultierenden Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht.
Heute bewirtschaftet das Unternehmen ca. 40 ha Weinberge im Colli Orientali del Friuli, den Hügeln im Osten, als dem bekanntesten Anbaugebiet Friauls. Die überwiegende Zahl der Weinstöcke ist älter als 20 Jahre. Neue Weinberge werden mit einer Dichte von ungefähr 5500 Rebstöcken pro Hektar angepflanzt und mit besonderem Augenmerk auf die Sonneneinstrahlung. Gerade in den jüngeren Weingärten hat sich Rocca Bernarda dem ökologischen Weinbau verpflichtet. Mit der Erziehungsform "Cappuccina" verzichtet die Kellerei auf chemische Zusätze jeglicher Art und ersetzt die traditionellen Bearbeitungsmethoden durch neue Beschneidungssysteme, organische Dünger u.ä.
In den terrassenartig angelegten Weinbergen um das Chateau Rocca Bernarda gedeihen heute überwiegend Weißweine. Die internationalen Rebsorten Pinot Grigio, Chardonnay und Sauvignon bekommen auf den mineralstoffarmen Böden ihren ganz eigenen Charakter. Und die autochthonen Sorten, allen voran der friaulische Tocai, der Friuliano, gedeihen hier sowieso. Die Wiederbelebung der vom Aussterben bedrohten Sorten Ribolla Gialla und Piculit ist ganz wesentlich auf die Initiativen der Kellerei Rocca Bernarda zurückzuführen.
Die Rotweine haben im Friaul etwas an Bedeutung verloren. Die Cantina vinifiziert Refosco, Cabernet Franc und 2 Merlot-Varietäten, denen sie ihren Stempel aufdrückt. Zum 900-jährigen Bestehen des Kellereieigentümers, des Malteser Ordens, kreierte die Kellerei einen reinsortigen Pignolo, der auf Anhieb mehrfach ausgezeichnet wurde.
Überhaupt, wenn man die Weinkritiker unterschiedlichster Couleur zu Wort kommen lässt, kommen diese aus dem Schwärmen für Rocca Bernarda nicht mehr heraus. Das Buch "Alle Weine Italiens" schreibt: „Wer einmal im Leben in den Genuss eines Picolit kommen möchte, der gehe auf Nummer sicher und wähle die Marke Rocca Bernarda - sofern eine Flasche davon aufzutreiben ist."
Eingebettet in eine Landschaft mit jahrhunderte alten Zypressen ganz im Nordosten Italiens im Friaul liegt das herrschaftliche Anwesen Rocco Bernarda. Das alte Herrenhaus, oder besser gesagt das "Chateau", wurde 1567 von Jakobo und Bernardo di Valvason Managio gebaut und ein prächtiger Garten im italienischen Stil angelegt. Schon damals waren die Bauherren fasziniert von dem weiten Blick über die friaulische Tiefebene. Und über die malerischen Hügel der Colli Orientali, der Hügel im Osten.
Dass der Weinbau hier schon immer eine Rolle spielte, zeigt eine Inschrift an den Außenmauern des Schlosses: "Vineis Avitis Rest et Auctis". Übersetzt: "Die Reben der Vorfahren blieben und wuchsen!" Und das ist dem einzigartigen Terroir zu verdanken. Der "Ponca", ein Boden aus Sand und Mergel-Sandstein entstand vor Millionen von Jahren aus einem Seebecken, dessen Strömungen für den heutigen Wechsel von harten und weichen Schichten verantwortlich sind.
Ende des 19. Jahrhunderts erwarb Giacomo Perusini den Besitz. Ihm ist die Wiedergeburt der Rebsorte Picolit zu verdanken. Die anspruchsvolle Rebe galt durch die Reblauskatastrophe praktisch als ausgestorben, obwohl sie vorher in ganz Europa geschätzt, ja verehrt wurde.
1976 erbte der Orden "Ritter von Malta" das Anwesen mit den Ländereien. Der Orden verband geschickt Tradition mit innovativem Management und hat wesentlich zum heutigen Ruf und Ansehen von Rocca Bernarda beigetragen. Seit 2006 verwaltet die Agrargesellschaft Sagrivit das Weingut. Das Unternehmen bewirtschaftet eine einzigartige Sammlung antiker Bauernhöfe und 3 Weingüter. Vor allem bei Rocca Bernarda hat man sich bis heute der Produktion erlesener Weine verschrieben. Als Botschafter der einzigartigen Landschaft Friaul und seiner Erzeugnisse!