Ferrocinto
Die Tenuta Ferrocinto liegt bei Castrovillari in Kalabrien und bewirtschaftet 50 Hektar Weinberge in idealem Höhen- und Meeresklima zwischen Tyrrhenischem und Ionischem Meer. Biologischer Anbau, moderne Kellertechnik und die Nähe zum Nationalpark Pollino prägen das Weingut. Im Fokus stehen autochthone Sorten wie Greco, Aglianico und Magliocco, ergänzt durch internationale Reben.
Ferrocinto
Serra delle Ciavole Aglianico Calabria IGT 2020
Einer der Hauptgipfel des Pollino Massivs verleiht dem Rosso seinen Namen: Serra delle Ciavole Aglianico Calabria IGT. Ausdrucksstarker Rotwein aus der edlen, bereits in der Antike kultivierten Rebsorte Aglianico. Das Bouquet wird von delikaten roten Früchten und süditalienischen Kräutern dominiert. Am Gaumen trocken, elegant und würzig. Die Tannine sind zu erkennen, bleiben aber durch die Barriquereifung angenehm abgerundet.
Inhalt: 0.75 l (19.33 € / l)
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Wissenswertes über den Aglianico
Wahrscheinlich brachten die Griechen vor über 2500 Jahren die Rebsorte Aglianico nach Süditalien. Andere Quellen, die sich hauptsächlich auf Sprachforscher berufen, sprechen von spanischen Wurzeln. Heute ist Aglianico vor allem in der Basilikata und in Kampanien beheimatet. Ferrocinto gehört zu den wenigen Kellereien, die Aglianico in Kalabrien anbauen. Dies gelingt auch nur auf den äußerst kalkhaltigen Böden der Hochebene am Fuße des Monte Serra delle Ciavole. Dieser ist einer der Hauptgipfel des Pollino - Massivs in unmittelbarer Nähe zum größten Nationalpark in Italien. Hier kommt den Trauben auch noch das besondere Mikroklima mit den großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht zugute.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 18-20°C.
Lagerung: Der Serra delle Ciavole Aglianico Calabria IGT kann noch 4-5 Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Der Serra delle Ciavole Aglianico Calabria IGT passt ausgezeichnet zu gebratenem Fleisch, Wild und gereiftem Käse. Auch ein trockener Rotwein zu Pasta mit kräftigen Saucen.
So entsteht der Aglianico
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Kalabrien
Anbau: konventionell
Boden: Kalkhaltig. Besonderes Mikroklima mit hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht.
Herstellungsverfahren
Ernte der Aglianico Trauben von Hand ab Mitte Oktober. 15 - bis 20-tägige Einmaischung bei einer Temperatur von 25° C. Gärung des Mostes in französischen Barriques. Anschließend reift der Rotwein weitere 12 Monate in Barriquefässern. Nach der Abfüllung folgt eine kurze Reifezeit in der Flasche.
Traubensorte
Aglianico 100%.
So schmeckt der Aglianico
Farbe
Intensives Rubinrot.
Bukett
Komplex und umfangreich. Erinnert an bittere Kirschen, aromatische Kräuter und Konfitüren kombiniert mit einem Anklang an Vanille und Thymian.
Geschmack
Trocken, sehr ausgeglichen, elegant und würzig.
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Das Weingut: Ferrocinto
Die Tenuta Ferrocinto mit der gleichnamigen Villa liegt in der Nähe von Castrovillari in der Provinz Cosenza. Südlich der bis auf fast 2300m ansteigenden Pollino Berge bewirtschaftet das Unternehmen ca. 130ha. Davon sind allerdings nur 50ha mit Reben bepflanzt. Die geographische Lage genau zwischen dem tyrrhenischem Meer im Westen und dem ionischen Meer im Osten bietet heiße Tage und kühle Nächte. Auf bis zu 500m Höhenlage und dem Seewind das ideale Mikroklima.
Stolz der Kellerei ist das erst 2007 völlig neu konzipierte Kellereigebäude. Dies fügt sich harmonisch ein in die Keller des alten Schlosses. Und zeugt mit dem in den Fels gehauenen Fasskeller für 200 Fässer und dem hochmodernen Neubau aus Stahl, Glas und Holz vom Spannungsfeld zwischen Alt und Neu.
Es entstand ein Komplex mitten in den Weinbergen. Diese wurden 2002 komplett erneuert. Und werden nicht zuletzt auch durch die Nähe zum größten italienischen Nationalpark Pollino seither biologisch bewirtschaftet. Die Gipfel des Bergmassivs Pollino sind auch Pate für manche der autochthonen Weine. Timpa del Principe, Dolcedorme und Serra delle Ciavole, alles Bergspitzen, auf denen im Winter auch Schnee liegt.
Mehr als die Hälfte der 50ha Rebflächen entfallen auf die regionalen Sorten. Bei den Weißen dominiert Greco Bianco IGT, bei den roten Sorten Aglianico und der nur noch selten angebaute Magliocco. Aber auch mit internationalen Reben hat Ferrocinto mit Erfolg experimentiert. Chardonnay und Cabernet Sauvignon sind als IGT heute fester Bestandteil des Sortiments. Und beweisen, dass in Kalabrien auch eher nördlich beheimatete Rebsorten zu frischen fruchtigen Weinen vinifiziert werden können.
Die Geschichte der Tenuta Ferrocinto beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts. Baron Girolamo Salituri baute schon ab 1847 über mehrere Jahre hinweg die heute noch erhaltene Villa. Die Lage dieses repräsentativen Anwesens war ausgesprochen strategisch gewählt. Man überblickt von ihr aus das ganze Tal „Conca del Re“ (dt. Tal des Königs).
Bereits wenige Jahre später pflanzte der Baron Weinstöcke rund um die Villa herum. Damals schon herrschten ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Einerseits die besondere Bodenbeschaffenheit, charakterisiert durch den hohen Anteil an rötlichem Lehm und Kalk. Andrerseits die leicht ansteigenden Höhenlagen zu den Bergen hin, vom Meer her gut durchlüftet mit heißen Tagen und kühlen Nächten.
Der Durchbruch gelang jedoch erst zu Beginn der Jahrtausendwende. Förderprogramme der EU ermöglichten die Neuanlage der Weinberge nach modernsten Erkenntnissen sowie den Bau einer neuen Kellerei. Außerdem konnte die Tenuta hochqualifizierte Önologen gewinnen. Marco Monchiero aus dem Piemont, Luigi di Minco als Agronom und der heute noch tätige Önologe Stefano Coppola legten den Grundstein für den heutigen Erfolg.
2007 wurden nochmals mehr als 3 Millionen in ein modernes Kellerei- und Tagungsgebäude investiert. Hier treffen sich Tradition und Technologie. Teilweise wieder hergestellte alte Steinbögen der Villa und ein in den Fels gehauenen Fasskeller werden ergänzt durch große Räume mit Stahl, Glas und Holz. Ein Meisterwerk des Architekten Francesco Lamanna.
Bis heute gehört Ferrocinto zur größten landwirtschaftlichen Kooperativa der Region: Campoverde Agricola. Bis heute kultiviert das Unternehmen neben Wein auch andere Produkte, vor allem Olivenbäume. Protagonisten bleiben aber die autochthonen Rebsorten Magliocco, Aglianico und Greco Bianco.