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Casale del Giglio

Casale del Giglio

Casale del Giglio liegt in Le Ferriere im Latium südlich von Rom und steht für pionierhaften Weinbau jenseits klassischer Rebsortengrenzen. Auf vulkanischen Böden entstehen internationale und autochthone Weine, unterstützt von moderner Kellertechnik und Forschung. Vielfalt, Innovationsgeist und hohe Qualität verschaffen dem Weingut internationale Anerkennung.

Casale del Giglio

Casale del Giglio

Shiraz Lazio Rosso IGT 2024

Artikel-Nr.: 6833

Dieser dichte, intensive Shiraz Lazio Rosso IGT überzeugt in jeder Hinsicht. Das opulente Bouquet betört mit verführerischen Aromen, die sich am Gaumen zusammen mit schmackhaften Tanninen wiederfinden. Warm, weich und füllig und dazu die charakteristische Pfeffernote. Ein animierend fruchtiger Italiener und würdiger Vertreter der geschichtsträchtigen Hügellandschaft südlich von Rom.

11.90 €

Wissenswertes über den Shiraz

Wie viele Geschichten um die Herkunft einer Rebsorte, ranken sich auch um den Syrah oder Shiraz Legenden. Diese reichen vom Kreuzrittertum in der Stadt Shiraz in Persien bis hin zu wilden Kreuzungen im Rhone-Tal als Ursprungsland. Auch der russische Zarenhof soll an dem Wein aus diesen Reben großes Interesse gehabt haben. Als Rebsorte zeigt sich die Syrah Traube als Diva. Sie ragiert empfindlich während der Blütezeit und verlangt gutes Gefühl des Winzers beim Lesezeitpunkt. Dafür bringt sie ein wahres Aromen-Potpuorri nach schwarzen Früchten und die charkteristische Pfeffernote. Die Rebsorte wird heute überwiegend im französischen Rhonetal als Cuvéepartner in den berühmten Weinen von L’Hermitage oder Châteauneuf-du-Pape eingesetzt wird. In Latium konnte sie erst mit dem Forschungsprojektes von Casale del Giglio im Jahr 1985 Fuß fassen. Seither hat sie im Portfolio der umtriebigen Kellerei einen festen Platz eingenommen.

Wir empfehlen

Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei 18-20°C.

Lagerung: Der Shiraz Lazio Rosso IGT kann noch 3-4 Jahre nach der Weinlese reifen.

Serviervorschlag

Der Shiraz Lazio Rosso IGT passt ausgezeichnet zu gegrilltem Fisch, Fleisch oder Gemüse. Der Rotwein begleitet wunderbar Gerichte auf Rind- oder Schweinefleischbasis oder auch gereiften Käse.

So entsteht der Shiraz

Anbau & Boden

Anbaugebiet: Latium

Anbau: konventionell

Boden: Vulkanische Böden, reich an Kalium, Phosphor und Spurenelementen.

Herstellungsverfahren

Lese und Auslese nur der reifesten und gesündesten Syrah Trauben. Die Vinifizierung beginnt mit einer zwei Tage dauernden Kaltmazeration bei ca. 10°C. Dies ermöglicht die optimale Extraktion von Farbe und Aromen. Bei der klassischen Rotwein-Vinifikation wird der Tresterhut mehrmals zerstoßen, um Gerbstoffanteil und Extraktwerte zu erhöhen. Die Gärung kann sehr intensiv und tumultartig ablaufen, sie dauert 10-12 Tage bei 26-28°C. Besonders zu Beginn der Gärung erfolgen ein häufiges Umpumpen um den Tresterhut regelmäßig aufzubrechen.Beim Abziehen des Jungweines werden dann die Traubenschalen nicht abgepumpt, sondern allein durch die Schwerkraft bewegt. Die malolaktische Gärung findet daraufhin in Edelstahltanks statt. Schließlich reift der Rotwein 8–12 Monate in kleinen Eichenholzfässern und ruht bis zu 6 Monaten in der Flasche.

Traubensorte

Syrah 100%.

So schmeckt der Shiraz

Farbe

Intensvies Rubinrot mit violetten Reflexen.

Bukett

Intensiv und nachhaltig mit Anklängen von Brombeere, Heidelbeere und Herzkirsche sowie Kardamon und Zimt.

Geschmack

Weich und warm mit einem guten Gerbstoffgerüst. Unterlegt von den beschriebenen Aromen und einem Finale mit Anklängen an schwarzen Pfeffer.

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Das Weingut: Casale del Giglio

Die gesamte Weinwelt in einem Weingut: Viognier, Syrah, Shiraz, Petit Manseng, Petit Verdot, Tempranillo… Man könnte meinen, sich im Rhônetal oder im Südwesten Frankreichs, in Bordeaux, in Spanien oder sich gar in Australien aufzuhalten. Aber wir befinden uns tatsächlich in Italien. Genauer gesagt bei Casale del Giglio in Le Ferriere in Latium, etwa 50 km südlich von Rom.
Es war ein Wagnis, hier in einem ehemaligen Sumpfgebiet, einem Weinbau-Neuland, die allgemein gültige Theorie von autochtonen Rebsorten in Frage zu stellen. Es war ein Wagnis, Anbau-Praktiken aus Bordeaux, Australien und Kalifornien einzusetzen. Und es war ein Wagnis, weg vom Mainstream durch begrenzte Erträge und beste Kellertechnik auf hochwertige Qualitätsweine zu setzen.
Der Pioniergeist hat sich ausgezahlt. Die Rebsortenprojekte unter Mitwirkung des Önologen Paolo Tiefenthaler und engagierter Wissenschaftler brachten auf den vulkanischen Böden in bis zu 400m Höhe beste Ergebnisse.
Bei den Weißweinen umfasst das Sortiment auch autochthone Rebsorten. Faro della Guardio IGT, auf Ponza kultivierter Biancolella und der hochprämierte Antium Bellone Lazio IGT. Darüber hinaus beweist die Kellerei, dass Sauvignon und Chardonnay nicht nur in Norditalien, sondern auch als Lazio IGT erfolgreich ausgebaut werden können. Auch die Cuvée Satrico IGT mit kleinem Anteil Trebbiano Giallo begeistert Weinkritiker regelmäßig. Die seltenen Rebsorten Petit Manseng und Viognier vervollständigen das Protfolio und gelten bis heute als Exoten im Weinbau des Latium.
Die Rotweine von Casale del Giglio verbindet die äußerst aufwendige Arbeit im Keller. Das gilt für den autochthonen Cesanese genauso wie für die internationalen Sorten Merlot, Shiraz (Syrah), Petit Verdot, Cabernet Sauvignon und den spanischen Tempranillo. Eine Sonderstellung nimmt der Rosso Mater Matutata ein, der einer antiken Göttin gewidmet ist. Noch heute kann man Überreste ihres Tempels in der Nähe von Le Ferriere, dem Sitz des Unternehmens bewundern.
Nicht von ungefähr tauchen praktisch alle Weine der Kellerei regelmäßig in den Hitlisten aller führenden Weinkritiker auf. Die Vielfalt der Etiketten und deren ausgeprägte Buketts sind ein wahres Schlaraffenland für eingefleischte Weinfans und solche, die es werden wollen. Zumal mit diesem interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis!

Im März 1914 gründen die Brüder Santarelli in der Gemeinde Amatrice die Firma ;Ditta Bernardino Santarelli & Figli. Namensgeber war Vater Bernardino, der immer schon mit Wein gehandelt hatte. In den Folgejahren ziehen die Brüder nach Rom und eröffnen auf der Piazza Capranica das erste Geschäft Vini ed Olii. Der Verkauf von Weinen und Ölen blüht und bald besitzen die Geschwister 12 Geschäfte über ganz Rom verstreut.
Erst 1955 aber gründet Dino Santarelli, einer der Enkel von Bernardino, in Rom eine Firma, die sich der Abfüllung der klassischen Weinsorten Latiums widmet. Die Weine werden hauptsächlich in Rom verkauft, aber auch ins Ausland exportiert, vor allem nach Kanada.
Es war auch Dino Santarelli, der 1967 selbst in die Weinproduktion einstieg und Casale del Giglio in Le Ferriere gründete. Der Name Haus der Lilie nimmt Bezug auf die Vegetation im Agro Pontino. Dino erkennt das Potenzial dieses ehemaligen Sumpfgebiets in der Provinz Latina südlich von Rom. Der unberührte, fruchtbare Landstrich ohne weinbauliche Vergangenheit eignete sich ganz besonders dazu, Neues im Rahmen des Machbaren zu versuchen.
Gemeinsam mit seinem Sohn Antonio wurde 1985 das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Casale del Giglio ins Leben gerufen. Unterstützt von namhaften Professoren und Forschern des Latium und unter Mitarbeit des genialen Önologen Paolo Tiefenthaler wurden 60 verschiedene Rebsorten im Agro Pontino angepflanzt. Mit dem Ergebnis, dass nicht nur der autochthone Cesanese, sondern auch internationale Reben wie Chardonnay, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot hier höchst interessante Weine liefern können.
Der große Pioniergeist machte sich bezahlt. Santarelli beschritt neue Wege, weg von den unspektakulären Weinen der Region Latium und hin zu Rot- und Weißweinen mit Charakter. In kürzester Zeit eroberte die Kellerei den Weinmarkt in Rom und Umgebung und machte sich auch einen Namen auf nationaler und internationaler Ebene.
So konnte die Familie Santarelli 2014 voller Stolz auf das 100-jährige Jubiläum in der Weinwelt Latiums zurückblicken. Die Läden in Rom wurden übrigens im Laufe der Zeit alle verkauft; nur der Laden auf der Piazza Capranica wird 1991 in ein Restaurant umgewandelt. Er ist noch heute in Familienbesitz.