Reinsortiger Lagrein Trentino DOC von Conti d'Arco. Die Selektion der autochthonen Lagrein Trauben knüpft einen Bogen zu alten Traditionen in Südtirol. Mit seiner ehrlichen Art und vollmundigen Aromatik erweist er sich als würdiger Botschafter dieser alten Kulturlandschaft.
Anbaugebiet: Südtirol
Boden: Kiesreiche, kalk- und lehmhaltige Schwemmlandböden.
Lese der reifen Lagrein Trauben Ende Oktober. Einmaischung und Gärung auf der Maische über 7-8 Tagen bei kontrollierter Temperatur von 25°C. Dabei wird der Tresterhut häufig aufgerührt. Kurze Reifezeit im Holzfass aus französischer Eiche.
Der Lagrein ist eine der beiden autochtonen Rebsorten in Südtirol. Diese wurde erstmals urkundlich 1379 erwähnt. In einem Dokument von 1526 forderte Herr Michael Gaismair seine Landsleute aus Südtirol auf, den Lagrein auch im Trentino anzubauen, und zwar auf den offenen Teilen des Tals. Die robuste Traube liebt ausgiebige Sonnenstrahlen und kalkhaltige Böden. Wahrscheinlich wurde sie auch deshalb im Bozener Becken heimisch. Wobei der Namen sich sowohl vom Ortsteil Gries oder auch vom Vallagarina, dem südlichen Etschtal ableiten läßt. Dabei galt der Lagrein viele Jahrzehnte als reiner Verschnittwein ohne Renomée und drohte von der Bildfläche zu verschwinden. Das Revival gelang erst in den 1980er-Jahren, als immer mehr Kellereien das Potential der Rebsorte erkannten und An- und Ausbau mit striktem Qualitätsbewußtsein forcierten. Die Lagrein-Familie besticht mit ihrer dunklen Farbe, den Beerenaromen, Veilchen und häufig etwas würzigen Noten nach Schokolade oder Tabak.