St. Pauls
„Neue Stahltanks in altem Gemäuer“ beschreibt die Kellerei St. Pauls treffend. Über 200 Winzer bewirtschaften 200 ha im Überetsch. Im historischen Keller entstehen dank Gravitation, Holz und Stahl schonend vinifizierte Weine. Vier Linien – von DOC-Klassikern bis zu hochprämierten Selektions- und Alte-Reben-Weinen – spiegeln Terroir und Rebsorte perfekt wider.
St. Pauls
Turmfeld Cabernet Riserva Südtirol DOC 2020
Die Kellerei St. Pauls bezeichnet ihren Cabernet Riserva Turmfeld als den Erhabenen. Tatsächlich liegt der besondere Weinberg Turmfeld in Missian, das berühmt ist durch seine erhabenen Burgen und Türme. Und hier kann der Turmfeld Cabernet Riserva Südtirol DOC richtig Sonne tanken! Bis Ende Oktober! Ein Rotwein mit hohem Wiedererkennungswert, kräftig, vollmundig, genussvoll, und spannend.
Wissenswertes über den Turmfeld Cabernet
Ein außergewöhnlich strahlender Hügel im Burgenort Missian, behütet von der
St. Apollonia Kirche ist Namensgeber für diesen Wein. Der Weinberg Turmfeld blickt stolz auf Unterrain und Bozen, während die warmen Strahlen den Reben und Trauben so richtig Energie verleihen. Und das schmeckt man!
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei Raumtemperatur 18°C.
Lagerung: Turmfeld Cabernet Riserva DOC kann noch 3-5 Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Turmfeld Cabernet Riserva Südtirol DOC passt ausgezeichnet zu Wildgeflügel, Lamm, und zu klassischen Fleischgerichten. Auch ein Rosso zu Gegrilltem und zu Hartkäse.
So entsteht der Turmfeld Cabernet
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Suedtirol
Anbau: konventionell
Boden: Tiefe Anschwemmböden in besonders warmen Lagen mit hohem Tongehalt.
Herstellungsverfahren
Lese der Cabernet Trauben Ende Oktober. Langsame Gärung in offenen Holzbottichen. Der Rotwein reift auf der Feinhefe in gebrauchten Tonneaux für 12-15 Monate.
Traubensorte
Cabernet Sauvignon 100%.
So schmeckt der Turmfeld Cabernet
Farbe
Dunkles Rubinrot.
Bukett
Vielschichtig nach Cassis, weißem Pfeffer, getrocknetem Obst und Schokolade.
Geschmack
Vollmundiger, kraftvoller Körper mit gut strukturiertem Gerbstoff. Saftiger und lang anhaltender Abgang.
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Das Weingut: St. Pauls
„Neue Stahltanks in altem Gemäuer“. Mit dieser Symbiose zwischen Tradition und modernster Kellertechnik lässt sich die südtiroler Kellerei St. Pauls aus Südtirol wohl am besten beschreiben. Im historischen Gewölbekeller bringen neben den Stahltanks auch große Holzfässer und kleine Barriquefässer die individuellen Eigenschaften jeder Weinsorte zur Geltung. Im über 100 Jahre alten Gebäude mit seinen 4 Stockwerken profitiert der Kellermeister von der seit jeher angewandten Gravitationstechnik. So kann jede einzelne Rebsorte sorgfältig verarbeitet und besonders schonend vinifiziert werden.
Über 200 Winzerfamilien zählt die Genossenschaft St. Pauls heute. Diese bewirtschaften knapp 200 Hektar, die vorwiegend im Überetsch auf 300 - 700m ü.M. liegen. Hier ändern sich die Bodenverhältnisse praktisch mit jedem Schritt. Und ermöglichen so Rotweine und Weißweine unterschiedlichster Ausprägung und Komplexität.
Die Weinpalette umfasst 4 Linien. Die Linie Paul IGT, in rot und weiss vinifiziert, sind Cuvées aus den typischsten Rebsorten des Alto Adige. Bei den DOC Weinen der klassischen Linie steht die einzelne südtiroler Rebsorte im Mittelpunkt. Die Weißweine aus Chardonnay, Weißburgunder, Pinot Grigio, Gewürztraminer und Goldmuskateller baut die Cantina größtenteils reinsortig aus.
Herausragend die Selektionsweine. Diese wurden zusätzlich noch über ihre Herkunft charakterisiert. So klangvolle Namen wie Fuxberg, Plötzner, Löss, Gfill verdeutlichen den Focus auf Lage und Weinberg. Eine absolute Sonderstellung gehört der Linie "Alte Reben". Kalkberg Weißburgunder und Schliff Sauvignon sowie die Rotweine Lagröll Lagrein und Lehmont Pinot Noir sind regelmäßig auf den Hitlisten aller namhafter Weinkritiker zu finden.
Zusätzlich hat die Cantina jeden ihrer Selektions- und alte Reben Weine noch mit prägnanten Eigenschaften tituliert. Auch mit dieser fast lyrischen Beschreibung der Symbiose von Weinberg, Rebe und Wein stellt das Weingut seine Hingabe für den Weinbau unter Beweis: Wein ist ein Stück Lebensfreude, vom ersten Tropfen an.
Man schreibt das Jahr 1907. 36 Bauern aus St. Pauls, Missian, Eppan Berg und Unterrain im Alto Adige gründen die Kellereigenossenschaft St. Pauls. Die Vision: Miteinander Wein leben und für andere erlebbar machen.
Im ersten Genossenschaftsjahr war Flexibilität gefragt. Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes wurde die Ernte sowohl in privaten Weinhöfen als auch im angemieteten Keller des Gasthauses „Schwarzer Adler“ untergebracht. Dann, endlich, standen den Initiatoren zwei übereinanderliegende Keller, ein Gärkeller und ein Arbeitsraum, eine Kanzlei sowie eine Kellermeister-Wohnung zur Verfügung. Beim 50-jährigen Bestehen 1957 zählte das Unternehmen bereits 141 Mitglieder.
Die Folgejahre waren geprägt von Investitionen. Von der vollautomatischen Flaschenfüllanlage über mehrere Gebäudeerweiterungen, modernste technische Anlagen bis hin zur Kellerausstattung mit Stahltanks. Bis heute hat sich der Erneuerungsdrang und die stete Weiterentwicklung erhalten, bedingt vor allem durch die Ausweitung der Produktion. Erst 2021 wurden die Büroräume erweitert und verlegt und ein neuer Verkostungsraum eingerichtet.
Was blieb sind die alten Gemäuer der Weinkeller. Hier liegen nicht nur die modernen Stahltanks, sondern auch alte große Holzfässer. Und daneben die kleinen Eichenfässer, in denen die Rot- und Weißweine perfekt reifen können. Eine Kuriosität: Der Sekt Praeclarus wird seit den 70er Jahren in einem ausgedienten Bunker aus dem 2. Weltkrieg hergestellt und gelagert.
Die Vision hat sich erfüllt. Heute gehören der geselligen Gemeinschaft der Kellerei über 200 Mitglieder aus der Landwirtschaft und gut zwei Dutzend Mitarbeiter an. Seit Generationen, für Generationen, teilen sie die Freude am Wein Tag für Tag.