Kellerei Kaltern
Die Cantina Kaltern ist die größte Winzergenossenschaft Südtirols mit rund 650 Mitgliedern und 480 Hektar Weinbergen rund um den Kalterer See. Kleine Parzellen, besondere Einzellagen und das Zusammenspiel von Terroir und Rebsorte prägen die Qualität. Autochthone und internationale Sorten sowie Spitzenlinien wie Quintessenz sichern internationales Ansehen.
Kellerei Kaltern
Vial Weissburgunder DOC 2024
Gehört bei der Cantina Kaltern zu den Selektionsweinen: Vial Weissburgunder DOC. Aus der Einzellage Vial am Fuß des Mendelgebirges ein Klasse-Weißburgunder mit viel Frucht. Das satte Bouquet mit mineralischen Akzenten bereitet auf einen knackig-fruchtigen, wunderbar saftigen Geschmack vor. Auch der lange Abgang mit gut eingebundener Säure macht Lust auf Mehr.
Inhalt: 0.75 l (19.87 € / l)
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Wissenswertes über den Vial Weissburgunder
Der Weißburgunder (ital. Pinot Bianco) wurde im Jahre 1852 von Erzherzog Johann von Österreich nach Südtirol gebracht. Dort bringt er seither hervorragende Resultate. Viele Fachleute betrachten Südtirol als eines der besten Anbaugebiete für Weißburgunder weltweit.Der Weingarten Vial am Fuße des Mendelgebirges birgt in der Reifezeit optimale Bedingungen für diesen Weißwein: Sonnige, nicht zu heiße Tage und kühle Nächte. So bildet sich besonders viel Frucht und die Säure bleibt erhalten.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Weißwein bei 10-12°C.
Lagerung: Wir empfehlen, den Vial Weissburgunder DOC jung zu trinken.
Serviervorschlag
Der Vial Weissburgunder DOC passt gut zu leichten Vorspeisen und Fischgerichten, wird auch gerne als Aperitif getrunken.
So entsteht der Vial Weissburgunder
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Suedtirol
Anbau: konventionell
Boden: Lehmiger Mergel mit Kalkschotter und Porphyrsand.
Herstellungsverfahren
Schonende Pressung zum Teil ganzer und zum Teil entrappter Trauben, Mostklärung. Langsame Gärung bei kontrollierter Temperatur von 16-18°C. 20% reifen im großen Holzfass. Der Weißwein wird 5 Monate auf der Feinhefe ausgebaut. Filtration und Abfüllung im März.
Traubensorte
Weißburgunder (Pinot Bianco) 100%.
So schmeckt der Vial Weissburgunder
Farbe
Leuchtendes Strohgelb mit grünlichen Reflexen.
Bukett
Fruchtig, duftet nach Birne und reifem Golden Delicious, mineralisch.
Geschmack
Frisch, trocken und kernig mit viel Frucht auch am Gaumen. Saftige, gut eingebundene Säure, anhaltend.
Jahrgang 2024:
Kundenbewertungen (1)
Angenehm zu trinkender
Angenehm zu trinkender, typischer Weißburgunder. Passt sehr gut zu Geflügelgerichten.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: Kellerei Kaltern
Die Kellerei Cantina Kaltern ist die größte Winzergenossenschaft in Südtirol. Sie zählt ca. 650 Mitglieder, die insgesamt 480 Hektar Weinberge bewirtschaften. Die meisten sind Winzer im Nebenerwerb und besitzen weniger als 1 Hektar Land, pflegen ihre Weinberge aber mit Akribie und Passion. Unter diesen ca. 1100 Weingärten befinden sich auch ganz besondere Lagen. Historisch gewachsen und prädestiniert für bestimmte Rebsorten. Vial, Wadleith, Lavason, Trifall, Garnellen, See, Palurisch und Putzmauer, alles klassische Weinberge rund um den Kalterer See. Autochthone Rebsorten wie Lagrein oder Vernatsch liefern sich hier ein Kopf- an Kopf-Rennen mit internationalen Gewächsen wie Chardonnay, Pinot oder Merlot.
Die kleine Parzellierung ermöglicht nicht nur familiäre Betriebsstrukturen. Auch die Symbiose von mikroklimatischer Bodenbeschaffenheit, klimatischen Einflüssen, Erziehungsform und Rebsorte wird optimiert. Dass dieses Zusammenspiel perfekt funktioniert, beweist die Top-Linie Quintessenz. Sowohl der Kalterersee Classico Superiore als auch der Cabernet Sauvignon Riserva und Weissburgunder der Linie Quintessenz werden jedes Jahr von der internationalen Weinpresse gefeiert.
Auch mit ihren Selektionsweinen zeigt die Kellereigenossenschaft die hohe Kunst des Weinbaus. Einzellagen Varietäten wie Vial Weißburgunder DOC und Stern Sauvignon DOC oder die berühmten Campaner spiegeln auf markante Art ihre Verbindung zum Anbaugebiet. Eine Sonderstellung nehmen die edel-süßen Rosenmuskateller (Moscato rosa) und Goldmuskateller (Moscato Giallo) ein. Beide reifen auf der Feinhefe und sind begehrte Aperitifs oder willkommene Begleiter für Desserts.
Die Mitglieder der südtiroler Genossenschaft Kellerei Kaltern sind in die Arbeit in der Kellerei, in Verkostungen, in Entscheidungen über den Ausbau und in die Vinifizierung mit eingebunden. Für sie ist die Arbeit im Weinberg zugleich Ansporn. So bewirtschaftet eine Gruppe von sensiblen Vordenkern ihre Weingärten nach biodynamischen Prinzipien und nimmt damit eine Vorreiterrolle in ganz Südtirol ein. Der Status der Mitglieder geht weit über den des reinen Traubenlieferanten hinaus und gilt als Garant für die Identifizierung der einzelnen Weinbauern mit "ihrer" Kellerei.
Die Geschichte der Kellerei Kaltern beginnt schon im Jahr 1900. Zielstrebige und motivierte Weinbauern gründen einen Produktions-, Vertriebs- und Vermarktungsbund, der das Gedankengut von Friedrich Wilhelm Raiffeisen verkörpert. Dadurch legten sie den Grundstein für ein Betriebskonzept, das viele Noch-Nicht-Mitglieder faszinierte und anspornte. Es wurden neue Genossen aufgenommen, die Firmierung variierte und Privatkellereien schlossen sich an.
Um die Jahrhundertwende war Südtirol die Weinschatzkammer der österreichischen Monarchie und die Genossenschaftskellerei Kaltern Haus- und Hoflieferant der kaiserlichen Habsburger. Die Situation änderte sich schlagartig mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs. Wie die Südtiroler Weinproduzenten insgesamt, verlor auch Kaltern seine traditionellen Abnehmer. Die Rebfläche reduzierte sich von 11.000 auf 5.000 Hektar. Erst in den 50er Jahren war der Export in die traditionellen Märkte, jetzt vor allem Deutschland und Österreich, wieder möglich.
In den achtziger Jahren erlebte der Weinbau um den Kalterer See neuerlich eine geradezu revolutionäre Veränderung. Als eine der ersten Regionen in Italien erkannte man veränderte Konsumgewohnheiten. Eine Hinwendung zur Qualität war das Gebot der Stunde. In der Folge reduzierte sich die jährliche Produktionsmenge um mehr als die Hälfte. Neuerliche Fusionen mehrerer kleiner Genossenschaften brachten know-how und vor allem zusätzliche Weingärten in exquisiten Lagen.
Unter der Führung des Önologen Helmuth Zozin wurde die "Qualitätsgruppe" gegründet. Selektionen von Kleinlagen und gesonderte Abfüllungen führten zur Geburtsstunde für Top Weine. Die ehemals 5 Kellereien konzentrierten sich auf ihre Leitsorten: Kalterer See bzw. Vernatsch, Weißburgunder bzw. Pinot Bianco, Sauvignon, Cabernet Sauvignon und Goldmuskateller.
2016 haben sich die zwei Winzergenossenschaften der Gemeinde Kaltern zur neuen Kellerei Cantina Kaltern zusammengeschlossen. Mehr als 600 Miglieder bewirtschaften nun etwa 480ha Weinberge. Sie sorgen dafür, dass Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit, den klimatischen Bedingungen und den Anbaumethoden zu einem Portfolio an Weinen führen, das die gesamte Weinwelt Südtirols repräsentiert.