St. Pauls
„Neue Stahltanks in altem Gemäuer“ beschreibt die Kellerei St. Pauls treffend. Über 200 Winzer bewirtschaften 200 ha im Überetsch. Im historischen Keller entstehen dank Gravitation, Holz und Stahl schonend vinifizierte Weine. Vier Linien – von DOC-Klassikern bis zu hochprämierten Selektions- und Alte-Reben-Weinen – spiegeln Terroir und Rebsorte perfekt wider.
St. Pauls
Zobl Lagrein Südtirol DOC 2023
Die Kellerei St. Pauls bezeichnet ihren Lagrein Zobl als den Unverfälschten. Und das nicht nur, weil er von jeher in den besonders warmen Lagen rund um St. Pauls von den fruchtbaren Schwemmböden profitiert. Auch in der Cantina wird nach alter Tradition vinifiziert. Das Ergebnis: Zobl Lagrein Südtirol DOC, ein Lagrein, der Freude macht. Mit intensivem Rot im Glas und charakteristischem Duft und Geschmack. Unverwechselbar und urtypisch!
Inhalt: 0.75 l (21.20 € / l)
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Wissenswertes über den Zobl Lagrein
In der warmen Dorflage
in St Pauls hat der Lagrein Zobl schon vor Jahrhunderten seine Wurzeln geschlagen. Schon im Mittelalter wurde der charakteristische Rotwein hier als „vino bono“ bezeichnet – und dieses Prädikat ist unverändert passend. Mehr Authentizität geht nicht. Die Rebsorte Lagrein ist eine der beiden autochthonen Rebsorten Südtirols. Sie wurde erstmals 1379 urkundlich erwähnt und zählt zu den Klassikern dieser beliebten Urlaubsregion. Die robuste Traube liebt ausgiebige Sonnenstrahlen und kalkhaltige Böden. Wahrscheinlich wurde sie auch deshalb im Bozener Becken heimisch. Wobei der Namen sich sowohl vom Ortsteil Gries oder auch vom Vallagarina, dem südlichen Etschtal ableiten läßt. Dabei galt der Lagrein viele Jahrzehnte als reiner Verschnittwein ohne Renomée und drohte von der Bildfläche zu verschwinden. Das Revival gelang erst in den 1980er-Jahren, als immer mehr Kellereien das Potential der Rebsorte erkannten und An- und Ausbau mit striktem Qualitätsbewußtsein forcierten. Die Lagrein-Familie besticht mit ihrer dunklen Farbe, den Beerenaromen, Veilchen und häufig etwas würzigen Noten nach Schokolade oder Tabak.
Wir empfehlen
Serviertemperatur: Servieren Sie den Rotwein bei Raumtemperatur von 18°C.
Lagerung: Der Zobl Lagrein Südtirol DOC kann noch 3-5 Jahre nach der Weinlese reifen.
Serviervorschlag
Der Zobl Lagrein Südtirol DOCpasst ausgezeichnet zu Wild, Braten, dunklem Fleisch und gereiftem Käse.
So entsteht der Zobl Lagrein
Anbau & Boden
Anbaugebiet: Suedtirol
Anbau: konventionell
Boden: Tiefe Anschwemmböden mit hohem Schotteranteil.
Herstellungsverfahren
Die Lagrein Trauben erfahren eine langsame Gärung in offenen Holzbottichen. Anschließend reift der Rotwein 5-6 Monate auf der Feinhefe in gebrauchten Tonneaux.
Traubensorte
Lagrein 100%.
So schmeckt der Zobl Lagrein
Farbe
Intensives Rubinrot mit Tendenz zum Granatrot.
Bukett
Erinnert an Waldfrüchte, Kirsche, Veilchen und Bitterschokolade in Kombination mit Zimt und Nelke.
Geschmack
Leicht rauchig mit samtigem, kraftvollen Körper.
Kundenbewertungen (1)
Sehr lecker
Sehr lecker, auch nach dem Urlaub.
Veröffentlicht von Gast am 01.02.2026Bewertung abgeben
Das Weingut: St. Pauls
„Neue Stahltanks in altem Gemäuer“. Mit dieser Symbiose zwischen Tradition und modernster Kellertechnik lässt sich die südtiroler Kellerei St. Pauls aus Südtirol wohl am besten beschreiben. Im historischen Gewölbekeller bringen neben den Stahltanks auch große Holzfässer und kleine Barriquefässer die individuellen Eigenschaften jeder Weinsorte zur Geltung. Im über 100 Jahre alten Gebäude mit seinen 4 Stockwerken profitiert der Kellermeister von der seit jeher angewandten Gravitationstechnik. So kann jede einzelne Rebsorte sorgfältig verarbeitet und besonders schonend vinifiziert werden.
Über 200 Winzerfamilien zählt die Genossenschaft St. Pauls heute. Diese bewirtschaften knapp 200 Hektar, die vorwiegend im Überetsch auf 300 - 700m ü.M. liegen. Hier ändern sich die Bodenverhältnisse praktisch mit jedem Schritt. Und ermöglichen so Rotweine und Weißweine unterschiedlichster Ausprägung und Komplexität.
Die Weinpalette umfasst 4 Linien. Die Linie Paul IGT, in rot und weiss vinifiziert, sind Cuvées aus den typischsten Rebsorten des Alto Adige. Bei den DOC Weinen der klassischen Linie steht die einzelne südtiroler Rebsorte im Mittelpunkt. Die Weißweine aus Chardonnay, Weißburgunder, Pinot Grigio, Gewürztraminer und Goldmuskateller baut die Cantina größtenteils reinsortig aus.
Herausragend die Selektionsweine. Diese wurden zusätzlich noch über ihre Herkunft charakterisiert. So klangvolle Namen wie Fuxberg, Plötzner, Löss, Gfill verdeutlichen den Focus auf Lage und Weinberg. Eine absolute Sonderstellung gehört der Linie "Alte Reben". Kalkberg Weißburgunder und Schliff Sauvignon sowie die Rotweine Lagröll Lagrein und Lehmont Pinot Noir sind regelmäßig auf den Hitlisten aller namhafter Weinkritiker zu finden.
Zusätzlich hat die Cantina jeden ihrer Selektions- und alte Reben Weine noch mit prägnanten Eigenschaften tituliert. Auch mit dieser fast lyrischen Beschreibung der Symbiose von Weinberg, Rebe und Wein stellt das Weingut seine Hingabe für den Weinbau unter Beweis: Wein ist ein Stück Lebensfreude, vom ersten Tropfen an.
Man schreibt das Jahr 1907. 36 Bauern aus St. Pauls, Missian, Eppan Berg und Unterrain im Alto Adige gründen die Kellereigenossenschaft St. Pauls. Die Vision: Miteinander Wein leben und für andere erlebbar machen.
Im ersten Genossenschaftsjahr war Flexibilität gefragt. Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes wurde die Ernte sowohl in privaten Weinhöfen als auch im angemieteten Keller des Gasthauses „Schwarzer Adler“ untergebracht. Dann, endlich, standen den Initiatoren zwei übereinanderliegende Keller, ein Gärkeller und ein Arbeitsraum, eine Kanzlei sowie eine Kellermeister-Wohnung zur Verfügung. Beim 50-jährigen Bestehen 1957 zählte das Unternehmen bereits 141 Mitglieder.
Die Folgejahre waren geprägt von Investitionen. Von der vollautomatischen Flaschenfüllanlage über mehrere Gebäudeerweiterungen, modernste technische Anlagen bis hin zur Kellerausstattung mit Stahltanks. Bis heute hat sich der Erneuerungsdrang und die stete Weiterentwicklung erhalten, bedingt vor allem durch die Ausweitung der Produktion. Erst 2021 wurden die Büroräume erweitert und verlegt und ein neuer Verkostungsraum eingerichtet.
Was blieb sind die alten Gemäuer der Weinkeller. Hier liegen nicht nur die modernen Stahltanks, sondern auch alte große Holzfässer. Und daneben die kleinen Eichenfässer, in denen die Rot- und Weißweine perfekt reifen können. Eine Kuriosität: Der Sekt Praeclarus wird seit den 70er Jahren in einem ausgedienten Bunker aus dem 2. Weltkrieg hergestellt und gelagert.
Die Vision hat sich erfüllt. Heute gehören der geselligen Gemeinschaft der Kellerei über 200 Mitglieder aus der Landwirtschaft und gut zwei Dutzend Mitarbeiter an. Seit Generationen, für Generationen, teilen sie die Freude am Wein Tag für Tag.