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Stiftskellerei Neustift


Weine (14)         die Kellerei         Auszeichnungen
 
Die Weinberge im Brixner Talkessel sind die nördlichsten auf der Südseite der Alpen und erstrecken sich von 600 bis 900 m. Weinbau an solch einem extremen Ort ist nur in den besten Lagen möglich. Daher findet man Weinberge um Neustift vor allem in Süd- und Südwest-Lagen. Eine sehr präzise Abstimmung von Sorten und Kleinstlagen ist notwendig, um wirklich gute Ergebnisse zu erreichen. Gelingt dies, dann gedeihen hier aufgrund der starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und der kargen, schottrigen und sandigen Gletschermoränenböden Trauben bzw. Weine mit intensiven Fruchtaromen, einer rassigen Säure und einer ausgeprägten Mineralität. Die hier typischen Sorten wie z.B. Sylvaner, Müller Thurgau, Kerner und Riesling können ihre alpine Herkunft nicht verleugnen.

Für die roten Sorten ist es im Brixner Talkessel zu kühl, sie werden in den stiftseigenen Weinbergen in Girlan und in Bozen produziert. Der Marklhof in Girlan liegt auf einem 420 m hohen, sonnendurchfluteten, luftigen Moränenschutthügel und eignet sich sehr gut für die Sorten Vernatsch, Pinot Nero und Moscato Rosa. Der heiße, auf 250 m gelegene Bozner Talkessel mit den sandig-schluffigen Böden ist ideal für den kräftigen Lagrein.

Sowohl die weißen Sorten in Neustift als auch die roten in Girlan und Bozen werden nach klaren Spielregeln gepflegt und zum idealen Reifezeitpunkt geerntet. Im Keller wird versucht mit großem Augenmerk, den terroirgeprägten Charakter der verschiedenen Sorten zu erhalten, um möglichst typische, charaktervolle und entwicklungsfähige Weine zu erzeugen.
Die Stiftskellerei Neustift zählt zu den ältesten aktiven Weinkellereien der Welt. Schon bei der Gründung wurde Kloster Neustift von Reginbert von Säben großzügig mit Höfen und Grundstücken, darunter auch Weinbergen, ausgestattet. Papst Alexander III. bestätigte bereits im Jahr 1177 dem Stift den Besitz von Weingärten in der näheren Umgebung. Durch Schenkungen, Stiftungen, Kauf und Tausch erwarb das Kloster im Laufe der Jahrhunderte einen ansehnlichen Besitz an Weinbergen; bis zum heutigen Tag ist das Kloster von Weinbergen umgeben. Sie erstrecken sich vom Kloster auf einer Höhe von 600 Metern die steilen Hänge empor bis auf 900 Meter. Seit der vorübergehenden Aufhebung des Stiftes zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind allerdings nicht mehr alle im Besitz des Klosters. Doch die Bauern liefern ihre Trauben bis heute größtenteils ans Stift, wo sie in der stiftseigenen Kellerei zu ausdrucksstarken Weinen verarbeitet werden.

Wie archäologische Funde beweisen, wird an den geschützten Hängen des Eisacktales seit weit mehr als 2500 Jahren Weinbau betrieben. Welche Mühen man für die Anlage von Weinbergen in Kauf nahm, bekunden heute noch die vielen Trockenmauern, die die Hänge terrassenförmig gliedern und damit deren Steilheit abschwächen.
Gründung:
1142
Standort:
Vahrn
Besitzer/Präsident:
Canonici Agostiniani
Önologe:
Celestino Lucin
Weinberge:
75 ha
Produzierte Flaschen:
750.000