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Santi


Weine (14)         die Kellerei         Auszeichnungen
 
Eine kleinere Kellerei, die viele Jahre vor sich hindämmerte und deren Tore über 10 Jahre geschlossen waren! Dann beschloss der Eigentümer, die Gruppo Italiano Vini, die Kellerei Santi aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwecken und ihr zu alter Größe und zu altem Ansehen zu verhelfen. Die Gebäude in der kleinen Ortschaft Illasi östlich von Verona wurden von Grund auf renoviert, die Kellereieinrichtung mitsamt den Holzfässern komplett erneuert und die Vinifizierungstechnik auf den neuesten Stand gebracht.

Die echte Wende gelang aber erst 2016 mit der Wiedereinstellung des Önologen Cristian Ridolfi. Wie kein zweiter verfügt er über ein profundes Wissen über die lokalen Weintraditionen und über das Terroir, das es ihm ermöglichte, seinen eigenen "Santi-Stil" zu entwickeln: Er legt den Fokus auf Corvina, die Rebprinzessin des Terroirs mit der Rondinella-Rebe als Partner. So gelingen Weine mit elegant fruchtigem Stil, aber auch mit der notwendigen Struktur. Die "Big Barrels", die typisch für die italienische Weintradition sind, ermöglichen eine bessere Sauerstoffversorgung für den langen Verfeinerungsprozess. Neben den Eichenfässern sind sie aus regionaltypischen Hölzern wie Kirsche, Kastanie und Akazie hergestellt und erhöhen die aromatische Übertragung lokaler Essenzen.

So entstehen all die mittlerweile legendären Kreszenzen, wie etwa der Bianco di Custoza "I Frari", der Bardolino Chiaretto "L'Infinito" und der Bardolino Classico "Vigneto Ca’Bordenis". Berühmt der Valpolicella Ripasso Classico "Solane" und die Amarone-Gewächse, beide erreichen bei allen Weinkritikern regelmäßig Höchstnoten. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass der Gambero Rosso von der Kellerei Santi als einem "Juwel im Imperium der Gruppo Italiano Vini" spricht.
Bereits 1843 gründete Kavaliere Attilo Gino Santi das Weinhaus Santi in der geschichtsträchtigen Ortschaft Illasi rund 20km östlich von Verona. Schon damals wurde im Schatten der Burg "Mit den weißen Steinen" der Focus auf die Weinbereitung typischer Veroneser Weine gelegt. Auch der Nachfolger Carlo Santi setzte auf die qualitative Exzellenz bei der Traubenauswahl und unterstützte Forschung und Innovation. Als einer der ersten investierte er in den 1930er Jahren in die Entwicklungsmethoden für Schaumweine, baute eine moderne Sektkellerei und galt in Italien bei den Önologie-Schulen als "Meister der Qualitätsblasen". Er begann, nicht nur gutseigene Trauben zu vinifizieren, sondern auch die von Winzern und Bauern aus der Region, ohne dabei die ständige Qualitätskontrolle aus den Augen zu verlieren. Santi genoss hohes Ansehen als seriöse Kellerei, die für viele Mitbewerber eine Vorbildfunktion einnahm.

Die 3. Generation konsolidierte die Spezialisierung. Guido Santi verzichtete vollständig auf die Produktion von gemeinsamen Weinen und forcierte den qualitativen Wandel. 1974 übernahm die Gruppo Italiano Vini die Kellerei und ermöglichte so eine vollständige Renovierung und Modernisierung aller Anlagen. Obwohl Santi schon damals von den erstklassigen Bedingungen in den Kernlagen profitierte und seit langem die bekannten Weine der Region auf hohem Qualitätsstandard erzeugt, verfiel die Kellerei in eine Art "Dornröschenschlaf". Erst die Wiedereinstellung des Önologen Cristian Ridolfi im Jahr 2016 erweckte die Kellerei zu neuem Leben. Er entwickelte für das Weingut eine klare önologische Philosophie, die die kulturelle Identität und die lokale Weinbautradition in einem eigenen "Santi-Stil" verkörpert.


Gründung:
1843
Standort:
Illasi (Verona)
Besitzer/Präsident:
Gruppo Italiano Vini
Önologe:
Cristian Ridolfi
Weinberge:
40 ha im Valpolicella Classico und 30 ha im Bardolino und im Soave Classico
Produzierte Flaschen:
1.400.000